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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Grünes Licht für die ersten drei Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum

Brüssel, 12 Dezember 2014

Die Europäische Kommission hat heute die ersten drei von insgesamt 118 Entwicklungsprogrammen für den ländlichen Raum (EPLR) genehmigt, deren Ziel darin besteht, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft zu verbessern, Landschaften zu erhalten, das Klima zu schützen und das wirtschaftliche und soziale Gefüge ländlicher Gemeinschaften in der Zeit bis 2020 zu stärken. Für die 118 Mehrjahresprogramme, die auf nationaler oder regionaler Ebene durchgeführt werden, stellt der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) im Zeitraum 2014-2020 zusätzlich zu den Fördergeldern aus nationalen, regionalen und privaten Quellen EU-Mittel in Höhe von insgesamt 95,6 Mrd. EURbereit. Zusätzlich zu den Programmen von heute – den nationalen EPLR Dänemarks, Polens und Österreichs – sollen vor Jahresende noch sechs weitere Programme[1] angenommen werden, so dass dann Programme mit einer Mittelausstattung von mehr als 20 Mrd. EUR genehmigt worden sind.

Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, erklärte hierzu:

  • "Unsere ländlichen Gebiete – genauer gesagt der Agrarsektor und die vielen anderen dort angesiedelten Unternehmensformen – sichern uns Arbeitsplätze und bieten Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten, Naturschönheit und einen angenehmen Raum zum Leben und Arbeiten. Sie benötigen jedoch Hilfe, um ihr gesamtes Potenzial entfalten zu können. Die nächste Generation von Entwicklungsprogrammen für den ländlichen Raum wird nun diese Hilfe leisten. Heute wurden die ersten drei Programme auf den Weg gebracht; weitere sechs werden in der kommenden Woche folgen – zusammen beanspruchen sie rund 22 % der EU-Fördergelder für die ländliche Entwicklung. Wir gehen davon aus, dass bis Ostern ein Drittel der Fördergelder für Entwicklungsprogramme mobilisiert sein wird.
  • Dänemark legt einen besonderen Schwerpunkt auf Innovationsförderung (Schaffung von knapp 1000 „grünen“ Arbeitsplätzen), die Verdoppelung ökologischer Anbauflächen und Investitionen in umweltverträgliche Agrarpraktiken.
  • Mein Heimatland Irland hat es vorgelebt - eine moderne und dynamische Landwirtschaft kann wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze mobilisieren, ganz besonders in ländlichen Gebieten. Mit ihren von der EU kofinanzierten Entwicklungsprogrammen für den ländlichen Raum haben die Mitgliedstaaten und Regionen den Schlüssel in der Hand, um dieses Potenzial zu entfalten.”
  • Eine der besonderen Stärken unseres Konzepts für die ländliche Entwicklung liegt darin, dass wir sechs Kernprioritäten haben, es jedoch Sache der einzelnen Mitgliedstaaten oder Regionen ist, Programme zu entwickeln, die den Gegebenheiten des jeweiligen Landes angepasst sind. Wir sahen heute gute Beispiele hierfür. So soll das polnische Programm über 22 000 Arbeitsplätze schaffen, Investitionsfördermittel für rund 200 000 landwirtschaftliche Betriebe bereitstellen und etwa 1800 Erzeugergruppen ins Leben rufen.
  • In Österreich liegt der Schwerpunkt auf Umwelt- und Klimabelangen (mehr als 80 % der landwirtschaftlichen Flächen sollen auf eine Weise bewirtschaftet werden, die zum Schutz und zur Verbesserung der Biodiversität beiträgt) sowie auf Fortbildungsmöglichkeiten für über 600 000 Landwirte. Außerdem soll etwa die Hälfte der ländlichen Bevölkerung Zugang zu verbesserten Diensten (z. B. Hochgeschwindigkeitsbreitband) erhalten.

Hintergrund

Die Entwicklung des ländlichen Raums ist die so genannte zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik, die für die Mitgliedstaaten EU-Fördergelder bereithält, die auf nationaler oder regionaler Ebene im Rahmen mehrjähriger, kofinanzierter Programme verwaltet werden. Insgesamt sind in den 28 Mitgliedstaaten 118 Programme vorgesehen.

number of RDPs by country

Die neue Verordnung über die Entwicklung des ländlichen Rraums für den Zeitraum 2014-2020 enthält sechs wirtschafts-, umwelt- und sozialpolitische Prioritäten, und die Programme geben die zu erreichenden Ziele deutlich vor. Um die Maßnahmen besser zu koordinieren und Synergien mit den anderen europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) zu maximieren, wurden mit den einzelnen Mitgliedstaaten außerdem Partnerschaftsvereinbarungen getroffen, in denen jeweils die allgemeine Strategie für EU-finanzierte Strukturinvestitionen festgeschrieben ist.


[1] Die folgenden Pläne sollen noch vor Ende 2014 angenommen werden: Finnland (Festland); Portugal Continente sowie vier Pläne aus Deutschland (die Nationale Rahmenregelung und das deutsche Netzwerk für den ländlichen Raum sowie die regionalen Programme für Sachsen und Sachsen-Anhalt)

IP/14/2606

Kontakt für die Medien

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