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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 12. März 2014

Luftfahrt: Europäisches Parlament unterstützt den einheitlichen europäischen Luftraum

Die Kommission begrüßt die heutige Abstimmung im Europäischen Parlament, mit der die Initiative für den Single European Sky 2+ (SES 2+) gefördert, gestärkt und vorangetrieben wird, als wichtigen Impuls für eine schnellere Verwirklichung des einheitlichen europäischen Luftraums.

Der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Kommission Siim Kallas erklärte: „Die Initiative für einen einheitlichen europäischen Luftraum ist entscheidend für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Luftfahrtsektor, für die Schaffung von Arbeitsplätzen und als Beitrag zum Wirtschaftswachstum in Europa. Die heutige Abstimmung im Parlament gibt dem gesamten Projekt einen neuen Impuls. Nun ist es Aufgabe der Mitgliedstaaten, dieses wichtige Vorhaben voranzutreiben und ein wirklich effizientes Luftverkehrssystem in Europa zu schaffen“.

Ziel der SES-2+-Initiative ist es, die Kapazitätskrise abzuwenden, mit der aufgrund des Anstiegs der Zahl der Flüge um 50 % in den nächsten 20 Jahren zu rechnen ist. Der fragmentierte europäische Luftraum ist in vielerlei Hinsicht ineffizient, was jedes Jahr zusätzliche Kosten von nahezu 5 Mrd. EUR für die Luftfahrtunternehmen und ihre Kunden verursacht. Durch diese Ineffizienz verlängert sich die durchschnittliche Flugstrecke je Flug um 42 km, was den Treibstoffverbrauch erhöht und damit mehr Emissionen verursacht, die Ausgaben für die ohnehin teuren Nutzungsgebühren erhöht und zu mehr Verspätungen führt. In den Vereinigten Staaten entstehen in einem Luftraum gleicher Größe, in dem aber mehr Verkehr abgewickelt wird, nur etwa halb so hohe Kosten.

Wird das Potenzial des SES voll ausgeschöpft, so können die Luftfahrunternehmen Berechnungen zufolge 2,9 Mrd. EUR pro Jahr einsparen, und die CO2-Emissionen können um 2,4 Mio. Tonnen gesenkt werden. Dies wird die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum des Sektors fördern.

Mit der Initiative SES2+ hat die Kommission vorgeschlagen, die vier Verordnungen zur Schaffung des einheitlichen europäischen Luftraums auf den neuesten Stand zu bringen und die Vorschriften für die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) anzupassen. Die Kernpunkte des Vorschlags sind:

  • Mehr Sicherheit und bessere Aufsicht
    Die Sicherheit hat für die Luftfahrt oberste Priorität. EASA-Audits haben gezeigt, dass bei der Aufsicht über die Flugverkehrskontrolldienste der Mitgliedstaaten große Defizite bestehen. Die Kommission hat vorgeschlagen, die in den Mitgliedstaaten für die Aufsicht zuständigen Behörden organisatorisch und haushaltstechnisch vollständig von den Flugverkehrskontrolldiensten, über die sie die Aufsicht führen, zu trennen und dabei sicherzustellen, dass die nationalen Aufsichtsbehörden über genügend Ressourcen verfügen, um ihren Aufgaben nachkommen zu können.

  • Besseres Flugverkehrsmanagement
    Die Reform des europäischen Flugverkehrsmanagements konzentriert sich auf die vier Leistungsziele: Sicherheit, Kosteneffizienz, Kapazität und Umweltschutz. Diese Ziele bilden den Kern der Reform. Um sie zu erreichen, müssen die Flugverkehrskontrolldienste andere und bessere Dienstleistungen zu niedrigeren Kosten anbieten. Die Kommission hat vorgeschlagen, Ziele auf unabhängigere Weise festzulegen.

  • Neue Geschäftsmöglichkeiten bei Unterstützungsdiensten
    Die Kommission hat vorgeschlagen, neue Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen zu eröffnen, die Unterstützungsleistungen für Flugverkehrskontrolldienste anbieten.

  • Günstige Rahmenbedingungen für Branchenpartnerschaften
    Funktionale Luftraumblöcke sollen das derzeitige Flickwerk von 27 nationalen Luftraumblöcken durch ein Netz größerer, regionaler Blöcke ersetzen, um so eine höhere Effizienz, weniger Kosten und geringere Emissionen zu erzielen. Die Kommission hat vorgeschlagen, auf die Initiativen der Industrie zur Unterstützung der Schaffung von funktionalen Luftraumblöcken aufzubauen.

Die nächsten Schritte

Die Mitgliedstaaten müssen sich auf einen Standpunkt zum Kommissionsvorschlag und zu den Änderungen des Parlaments einigen.

Weitere Informationen

IP/13/523

MEMO/13/525

Kontakt:

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)

Öffentlicher Informationsdienst „Europe Direct“: Anfragen per Telefon unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail e­mail


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