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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 12. März 2014

EU-Parlament verabschiedet das Europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus

Die Europäische Kommission begrüßt das Ergebnis der Abstimmung über die Copernicus-Verordnung, die heute im Europäischen Parlament stattgefunden hat. Mit Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der EU, können die Teilsysteme der Erde (Atmosphäre, Ozeane und Landmassen) regelmäßig beobachtet und überwacht werden. Copernicus wird zuverlässig validierte und sichere Daten bereitstellen, die im Umwelt- und Sicherheitsbereich für eine Fülle von Anwendungen sowie als Entscheidungshilfe nützlich sind. Die heutige Abstimmung ist eine wichtige Weichenstellung für Copernicus. Mit der Annahme der Verordnung steht der weiteren Entwicklung des Programms nichts mehr im Wege. In der Verordnung, die noch vom Rat verabschiedet werden muss, sind für den Zeitraum 2014–2020 die Ziele von Copernicus, die Lenkung des Programms sowie die dafür vorgesehenen Mittel (ca. 4,3 Mrd. EUR) festgelegt.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte dazu: „Die Raumfahrt stellt eine Priorität für die EU dar. Für die kommenden sieben Jahre ist die Finanzierung der beiden europäischen Vorzeigeprogramme Copernicus und Galileo gesichert. Fast 12 Mrd. EUR werden in Weltraumtechnologien investiert werden. Mir ist es ein Anliegen, dass unsere Weltraumprogramme mit dieser Mittelausstattung den Bürgerinnern und Bürgern maximalen Nutzen bringen werden.“

Start des ersten Copernicus-Satelliten im April

Nach jahrelangen Vorbereitungen tritt nun das Programm Copernicus in seine operative Phase ein. Der nächste Schritt ist Anfang April der Start des ersten Copernicus-Satelliten Sentinel-1 vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana.

Copernicus wird Erdbeobachtungsdaten liefern

Copernicus wird mit seinen Erdbeobachtungsdaten einen Beitrag zu einer ganz wesentlichen Aufgabe, nämlich zur Umwelt- und Sicherheitsüberwachung, leisten. Die durch diesen Satelliten gewonnenen Daten werden große Fortschritte für die Sicherheit des Seeverkehrs und die Beobachtung des Klimawandels bringen und eine bessere Unterstützung von Hilfseinsätzen in Not- und Krisensituationen ermöglichen.

Copernicus eröffnet Chancen für die Wirtschaft

Copernicus hilft den Unternehmen in der EU auch, indem es neue Arbeitsplätze und Geschäftschancen entstehen lässt, und zwar über die Dienste für die Erstellung und Verbreitung von Umweltdaten und in der Raumfahrtindustrie. Ganz unterschiedliche Wirtschaftszweige wie der Verkehrssektor, die Öl- und Gasbranche sowie Versicherungen und Landwirtschaft werden indirekt von genauen und zuverlässigen Erdbeobachtungsdaten profitieren.

Studien zufolge könnte Copernicus bis 2030 in Europa einen finanziellen Nutzen in Höhe von etwa 30 Mrd. EUR und 50 000 neue Arbeitsplätze bringen. Dank des Systems der offenen Verbreitung von Copernicus-Daten und damit zusammenhängenden Informationen können Bürger, Unternehmen, Forscher und politische Entscheidungsträger bei ihren Aktivitäten und Entscheidungsprozessen außerdem verstärkt auf Umweltbelange Rücksicht nehmen.

Durch die Raumfahrt wird bereits heute die Entwicklung eines Marktes für satellitengestützte Produkte und Dienstleistungen gefördert. Dadurch entstehen die qualifizierten Arbeitsplätze, die wir für eine florierende Wirtschaft jetzt und in Zukunft brauchen.

Weitere Informationen

IP/14/78 – Eurobarometer über die Einstellung der Europäer zu Raumfahrtaktivitäten

http://copernicus.eu

Copernicus auf dem Server Europa

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 229-51752) Twitter: @ECspokesCorazza

Sara Tironi (+32 229-90403)


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