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Europäische Kommission

Pressemitteilungen

Brüssel 12. März 2014

IRAK: EU stockt humanitäre Hilfe auf

Die Europäische Kommission erhöht ihre humanitäre Hilfe für Irak um 3 Mio. EUR und reagiert damit auf den drastischen Anstieg der Zahl der Binnenvertriebenen, die vor der jüngsten Welle der Gewalt in der Provinz Al Anbar geflohen sind. Mit diesen zusätzlichen Mitteln steigt die 2014 für Irak vorgesehene Humanitäre Hilfe auf insgesamt 7 Mio. EUR.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, die heute in Bagdad den irakischen Außenminister Hoshyar Zebari und den irakischen Minister für Vertriebene und Migration Dindar Nadjman trifft, erklärte: „Die irakische Zivilbevölkerung ist erneut Opfer von Gewalt und Unsicherheit geworden. Dieser weitere Ausbruch der Gewalt hat die massive Vertreibung schutzloser Zivilisten zur Folge, von denen sich nun mehr als 300 000 auf der Flucht befinden.

Aber nicht nur diese Flüchtlinge leben unter extrem harten Bedingungen, auch für die Menschen, die in den Städten Ramadi und Falludscha festsitzen, ist die Bereitstellung von Hilfe äußerst schwierig. Die Hauptleidtragenden der Gewalt sind immer die Schwächsten. Mit diesen zusätzlichen Mitteln soll für einige von ihnen ein erster Beitrag zur Linderung der Not durch die Bereitstellung von grundlegenden Diensten und Soforthilfe geleistet werden, bis wir über einen uneingeschränkten Zugang für humanitäre Hilfe verfügen und dann alle Hilfebedürftigen erreichen können.“

Irak wird seit Dezember 2013 von einer neuen Welle der Gewalt in der Provinz Anbar erschüttert, wo es in Falludscha und Ramadi zu Kämpfen zwischen bewaffneten Gruppen und Sicherheitskräften der Regierung kam. Die Lage in der Provinz Anbar nach wie vor instabil und äußerst unübersichtlich.

Mit dieser zusätzlichen Unterstützung wird die Generaldirektion für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) der Europäischen Kommission weiterhin über ihre humanitären Partner, das IKRK und den UNHCR, den humanitären Bedarf der irakischen Binnenvertriebenen und der irakischen Flüchtlinge in Jordanien und Libanon decken.

Die Europäische Kommission leistet humanitäre Hilfe über ihre Partner, zu denen Organisationen der Vereinten Nationen und internationale Organisationen wie die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften und internationale NRO gehören, wobei die humanitären Grundsätze der Humanität, Neutralität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit in vollem Umfang gewahrt bleiben.

Hintergrund

Die EU unterstützt den Irak bei der Bewältigung von drei großen humanitären Herausforderungen, vor denen das Land steht: dem Zustrom von mehr als 224 000 Flüchtlingen aus Syrien, dem jüngsten Anstieg der Zahl von Binnenvertriebenen aufgrund interner Konflikte und der Lage der irakischen Flüchtlinge in den Nachbarländern.

Seit 2003 haben Hunderttausende Iraker in den benachbarten Ländern Zuflucht vor der Gewalt in ihrer Heimat gesucht. Auch Anfang 2014 leben noch immer zehntausende Iraker unter sehr prekären Bedingungen. 2014 hatte die Europäische Kommission bereits Mittel in Höhe von 4 Mio. EUR zur Unterstützung der von der Gewalt betroffenen Bevölkerungsgruppen im Land und der irakischen Flüchtlinge in den Nachbarländern bereitgestellt.

Im zweiten Quartal 2013 befanden sich Berichten des UNHCR zufolge 1,13 Millionen Binnenvertriebene im Irak. Viele davon sind immer wieder vertrieben worden und befinden sich seit vielen Jahren auf der Flucht. Nach Angaben des UNHCR leben die hilfebedürftigsten dieser Binnenvertriebenen in illegalen Siedlungen und sind von Zwangsräumung und Sicherheitsrisiken bedroht. Sie verfügen nur über begrenzten Zugang zu grundlegenden Versorgungsleistungen und weder über eine Existenzgrundlage noch über Ausweispapiere.

Der Zugang der humanitären Helfer wird nach wie vor durch die angespannte Sicherheitslage, interne Sicherheitsbeschränkungen und bewaffnete Akteure behindert. Jedoch bieten sich zwischen dem Nachlassen und Wiederanschwellen der Kampfhandlungen weiterhin kleine Zeitfenster, die für die Bereitstellung von Soforthilfe genutzt werden können, wobei sich die humanitären Hilfsorganisationen an ein neues Arbeitsumfeld anpassen.

Weitere Informationen

Die Maßnahmen der Europäischen Kommission in den Bereichen humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

& in arabischer Sprache: http://echo-arabic.eu

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct per Telefon 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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