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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 10 März 2014

Eurobarometer: EU-Bürger sehen Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) überwiegend positiv

Mehr als drei Viertel (77 %) der EU-Bürger sind der Meinung, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) allen Bürgern der EU zugutekommt. Und mehr als 90 % unterstützen die wichtigsten Merkmale der neuen GAP wie gerechtere und gezieltere Beihilfen (92 %) und die Verknüpfung der Finanzhilfen für die Landwirte mit der Einhaltung umweltfreundlicher landwirtschaftlicher Verfahren („Ökologisierung“, 91 %). Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der der heute von der Kommission veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage zur GAP.

Hierzu erklärte Dacian Cioloş, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung: „Diese Ergebnisse bestätigen, dass die Menschen in der EU der Förderung der Landwirtschaft und der ländlichen Gebiete große Bedeutung beimessen. Sie zeigen auch den engen Zusammenhang zwischen den Schwerpunkten der reformierten GAP und den Erwartungen der Zivilgesellschaft. Diese wichtige und enge Verbindung zwischen den Bürgern und den Landwirten wird durch die neue GAP weiter gestärkt, denn sie wird die gesellschaftlichen, umweltbezogenen und wirtschaftlichen Vorteile der europäischen Landwirtschaft für die Gesellschaft als Ganzes und jeden einzelnen Steuerzahler in seinem täglichen Leben verdeutlichen und erhöhen."

Bei der Umfrage konnten folgende weitere Tendenzen beobachtet werden:

  • Die EU-Bürger messen der Landwirtschaft wachsende Bedeutung bei: Sie halten sie zusammen mit der Entwicklung des ländlichen Raums, für eine „sehr wichtige“ Herausforderung für die Zukunft (53 %, 7 Prozentpunkte mehr als 2009). Eine absolute Mehrheit hält es außerdem für wichtig, die Vielfalt der Landwirtschaft und der Lebensmittel in der Europäischen Union zu erhalten.

  • Mehr als 80 % der EU-Bürger befürworten die Kernziele der GAP, d. h. Sicherstellung der Versorgung mit Lebensmitteln, ausgewogenere Entwicklung der ländlichen Gebiete oder Unterstützung von Junglandwirten.

  • Diese Unterstützung ist noch stärker, wenn es um die wichtigsten Schwerpunkte der Reform geht: Für 91 % der Befragten (+4 %) ist die Verknüpfung von Finanzhilfen mit der Einhaltung umweltfreundlicher landwirtschaftlicher Verfahren („Ökologisierung“) etwas Positives, ebenso wie die gerechtere und gezieltere Gewährung von Beihilfen an die Landwirte (92 %, +4 % gegenüber 2009).

  • Die Mehrzahl der EU-Bürger befürworten die Unterstützung der Landwirte und den Anteil, den diese Unterstützung im EU-Haushalt einnimmt. So wird die Höhe der Beihilfe für die Landwirte von 45 % der Befragten für angemessen und von 26 % für „zu gering“ gehalten (13 % halten sie für „zu hoch“).

  • 91 % der EU-Bürger halten es für wichtig, wirtschaftlich schwache landwirtschaftliche Betriebe zu unterstützen, wenn sie aus klimatischen, gesundheitspolitischen oder wirtschaftlichen Gründen in Schwierigkeiten geraten, und beinahe jeder zweite hält diesen Grundsatz sogar für „sehr wichtig“ (48 %).

  • 64 % der EU-Bürger haben schon einmal von der Unterstützung der Landwirte im Rahmen der GAP gehört, wogegen in der Umfrage von 2009 nur 41 % der Befragten angaben, von der GAP allgemein schon einmal gehört zu haben1.

  • Der Mehrheit der EU-Bürger (61 %) ist bekannt, dass die Einkommen in der Landwirtschaft niedriger sind als in anderen Wirtschaftszweigen.

  • Was die Information der Verbraucher anbelangt, so zeigt die Umfrage, dass die EU-Bürger sehr viel Wert auf die Qualität von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Milch und bestimmte Fleischsorten legen und hohe Ansprüche an die Herkunftssicherung stellen. Die Mehrzahl (53 %) ist sogar bereit, etwas mehr dafür zu bezahlen, dass die Informationen über den Ursprung dieser Erzeugnisse auf dem Etikett angegeben sind.

Hintergrund

In der Folge der GAP-Reform wollte die Kommission bei den EU-Bürgern erneut eine Meinungsumfrage zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und zur Bedeutung, die sie der Landwirtschaft in der Europäischen Union beimessen, durchführen. Die Umfrage, die nach dem Eurobarometer-Verfahren vorgenommen wurde, fand zwischen dem 23. November und dem 2. Dezember 2013 in den 28 EU-Mitgliedstaaten statt. Befragt wurden 27 919 Bürger aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und Altersgruppen.

Weitere Informationen

Vollständiger Bericht

Eurobarometer-Website

Kontakt :

Roger Waite (+32 2 296 14 04)

Fanny Dabertrand (+32 2 299 06 25)

Für die Öffentlichkeit: Wenden Sie sich an Europe Direct – entweder telefonisch unter der Nummer 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E­Mail

1 :

Eurobaromètre spezial 336 : QB3. Haben Sie schon einmal von GAP, der Gemeinsamen Agrarpolitik und Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums der Europäischen Union, gehört oder gelesen?


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