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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 5. März 2014

EU-Kommissarin für Kultur fordert größeren Einsatz zur Rettung Pompejis

EU-Kommissarin Androulla Vassiliou fordert eine stärkere Koordinierung zwischen den lokalen, regionalen und nationalen Behörden Italiens, um die antike Stadt Pompeji vor weiteren Schäden zu schützen.

„Der Europäischen Kommission ist bewusst, dass die Erhaltung Pompejis als einer der wichtigsten archäologischen Stätten weltweit nicht allein Aufgabe Italiens ist. Wir arbeiten eng mit den italienischen Behörden zusammen und haben seit 2007 für Pompeji 78 Mio. EUR aus den EU-Regionalfonds bereitgestellt.

Aber die lokalen, regionalen und nationalen Behörden müssen mehr tun und ihre Maßnahmen besser koordinieren, um sicherzustellen, dass das Geld wirkungsvoll eingesetzt und Pompeji für künftige Generationen bewahrt wird“, erklärte die Kommissarin.

Ihre Besorgnis angesichts der Schäden in Pompeji wird die EU-Kommissarin morgen (6. März) bei der Eröffnung einer EU-Konferenz über das Kulturerbe in Athen darlegen.

Am Wochenende haben schwere Regenfälle den Venus-Tempel beschädigt und eine alte Mauer auf der Ausgrabungsstätte zum Einsturz gebracht. Die Schäden sind die jüngsten einer Reihe struktureller Probleme; bereits im November 2010 war die Gladiatorenschule (Schola Armatorarum) teilweise eingestürzt.

Die von der EU für Pompeji zur Verfügung gestellten 78 Mio. EUR waren Teil einer Gesamtinvestition von 105 Mio. EUR. Diese Mittel, die von den italienischen Behörden verwaltet wurden, waren für langfristige High-Tech-Sanierungsarbeiten in den am stärksten gefährdeten Bereichen sowie für den Bau eines Kanalisations- und Entwässerungssystems im nicht ausgegrabenen Teil oberhalb der antiken Bauwerke bestimmt.

Pompeji wurde zusammen mit dem nahegelegenen Herculaneum im Jahr 79 nach Christus nach einem Ausbruch des Vesuv unter einer Lawine aus Asche, Fels und Schlamm begraben. Bei den Ausgrabungen Mitte des 18. Jahrhunderts entdeckten Ingenieure eine Vielzahl nahezu perfekt erhaltener Gegenstände. 1997 wurde Pompeji von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Heute ist es mit 2,3 Millionen Besuchern jährlich eines der beliebtesten Ziele des Kulturtourismus in Europa.

Im Zeitraum 2007-2013 wurden über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung fast 6 Mrd. EUR für den Schutz und die Erhaltung des Kulturerbes, die Entwicklung einer kulturellen Infrastruktur und die Unterstützung kultureller Dienstleistungen in der gesamten EU bereitgestellt. Im selben Zeitraum wurden im Rahmen des Programms „Kultur“ der Europäischen Union über die Bezuschussung von über 130 Projekten mehr als 30 Mio. EUR in den Schutz und die Förderung des Kulturerbes investiert. Das Kulturerbe wird auch über das neue Programm Kreatives Europa gefördert.

Weitere Informationen

Protecting Pompeii for future generations

IP/13/92

Androulla Vassilious Website

Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229 59258)

Dina Avraam (+32 229 59667)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct per Telefon 00 800 6 7 8 9 10 11 oder E-Mail


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