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Europäische Großveranstaltung zur Zukunft des sozialen Unternehmertums

Commission Européenne - IP/14/20   15/01/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 15. Januar 2014

Europäische Großveranstaltung zur Zukunft des sozialen Unternehmertums

Mit einem BIP-Anteil von rund 10 % ist die Sozialwirtschaft ein wichtiger Pfeiler der europäischen Wirtschaft. Der Sektor beschäftigt über 11 Millionen Arbeitnehmer, d. h. 4,5 % der Erwerbsbevölkerung in der EU. Jedes vierte der in einem Jahr neu gegründeten Unternehmen ist in der Sozialwirtschaft angesiedelt, in Frankreich, Finnland und Belgien sogar jedes dritte.

Sozialunternehmer haben nicht die bloße Generierung von Gewinnen für Eigentümer und Anteilseigner im Blick, sondern verfolgen in erster Linie soziale Zielsetzungen: Sie schaffen beispielsweise Arbeitsplätze für Angehörige benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen, fördern deren soziale Inklusion und stärken die Solidarität in der Wirtschaft. Allerdings sehen sie sich mit erheblichen Herausforderungen und ungleichen Wettbewerbsbedingungen konfrontiert.

Vor diesem Hintergrund laden die Europäische Kommission, der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) und die Stadt Straßburg am 16. und 17. Januar 2014 zu einer interaktiven europäischen Großveranstaltung zum Thema soziales Unternehmertum und Sozialwirtschaft ein. Der zweitägigen Veranstaltung liegt ein kooperativer, partizipatorischer Ansatz zugrunde. Die Teilnehmer selbst werden bestimmen, welche Fragen erörtert werden, und die Zukunftsperspektiven für den Sektor des sozialen Unternehmertums aufzeigen.

Dazu der für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige EU-Kommissar Michel Barnier: „Die großen Herausforderungen, vor denen wir heutzutage stehen, sind Wachstum und Beschäftigung. Meiner Überzeugung nach kann es keine nachhaltige Wirtschaftsleistung ohne sozialen Zusammenhalt geben. Die Sozialwirtschaft ist fester Bestandteil des neuen Wachstumsmodells, das wir derzeit entwickeln und das in stärkerem Maße auf Inklusion und Ökologie setzt. Ihrer Zielsetzung getreu haben Sozialunternehmen den Finger am Puls der Entwicklungen vor Ort und tragen den sozialen oder ökologischen Realitäten Rechnung. Sie sind innovativ und dynamisch und generieren Arbeitsplätze. Wir müssen alles daransetzen, ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich weiterentwickeln können. Genau dies ist das Ziel der Konferenz in Straßburg.“

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Antonio Tajani erklärte: „Sozialunternehmen tragen zur Schaffung einer in hohem Maße wettbewerbsfähigen sozialen Marktwirtschaft in der EU bei und sind Motoren für nachhaltiges Wachstum. In der Krise haben sie ihren Wert unter Beweis gestellt und sich als außerordentlich widerstandsfähig erwiesen. Angesichts ihrer Fähigkeit, Arbeitsplätze zu schaffen, brauchen wir sie jetzt mehr als je zuvor.“

Das für Beschäftigung, Soziales und Inklusion zuständige Kommissionsmitglied László Andor sagte: „Die Sozialunternehmen liefern Hunderte erfolgreiche Beispiele dafür, wie Europa sein Geschäftsmodell verbessern kann, indem es den Fokus stärker auf das Wohlergehen der Menschen und weniger auf finanzielle Gewinnmaximierung richtet. Die Sozialwirtschaft kann selbst unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Arbeitsplätze hoher Qualität schaffen und verdient eindeutig die Unterstützung der EU, damit sie weiter wachsen und gedeihen kann.“

Und der Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, Henri Malosse, stellte fest: „Europa kann es sich nicht länger leisten, das Ziel zu verfehlen. Sein Kerngeschäft ist es bzw. sollte es sein, aktive Solidarität zu üben und eine wirksame gemeinsame Politik zu entwickeln, insbesondere in den Bereichen Industrie, Energie und Unternehmertum, namentlich auch im Bereich des sozialen Unternehmertums.“

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, Antonis Samaras, Ministerpräsident Griechenlands, und Henri Malosse, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, haben ihre Teilnahme als Redner bestätigt.

Drei EU-Kommissare – Vizepräsident Antonio Tajani sowie Michel Barnier und László Andor – werden live mit Sozialunternehmern diskutieren.

Neben Sozialunternehmern zählen zu den Teilnehmern Wissenschaftler, Politiker, Geldgeber, Sozialaktivisten und viele andere.

Mit der Veranstaltung werden nachstehende Ziele verfolgt:

Bilanz der Fortschritte und der Umsetzung der im Oktober 2011 auf den Weg gebrachten Initiative für soziales Unternehmertum (siehe IP/11/1238 und MEMO/11/735).

Festlegung der Prioritäten künftiger Maßnahmen

Einbindung der Interessengruppen in ein innovatives und partizipatives Umfeld mit Blick auf die Gestaltung der europäischen Agenda für die nächsten drei bis fünf Jahre

Stärkung der Netzwerke der Interessengruppen zur Förderung der Entwicklung einschlägiger Initiativen und bewährter Verfahren

Stärkung der Eigenverantwortung und Sensibilisierung der institutionellen Akteure

Hintergrund

Im Rahmen der Strategie Europa 2020 stellte die EU im Jahr 2011 die Initiative für soziales Unternehmertum vor, einen Aktionsplan zur Stärkung des Rahmens für die Entwicklung des sozialen Unternehmertums durch Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln, Erhöhung der Sichtbarkeit des Sektors und Sensibilisierung der Politik für die Bedürfnisse von Sozialunternehmern. Daran anknüpfend sollen in Straßburg neue Prioritäten für die Zukunft festgelegt werden.

Weitere Informationen

Siehe auch MEMO/14/11

Programm und Anmeldung:

http://ec.europa.eu/internal_market/conferences/2014/0116-social-entrepreneurs/index_de.htm

Teilnehmerliste:

http://ec.europa.eu/internal_market/conferences/2014/0116-social-entrepreneurs/participants/index_de.htm

Webstream:

Erasme-Saal (beide Tage)

http://webcast.ec.europa.eu/eutv/portal/socialentrepreneurs_16-170114

Schweitzer-Saal (16. Januar)

http://webcast.ec.europa.eu/eutv/portal/socialentrepreneurs_schweitzer-160114

SozialwirtschaftSoziale Innovation

Kontakt:

Chantal Hughes (+32 229-64450)

Carmel Dunne (+32 229-98894)

Carlo Corazza (+32 229-51752)

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct Tel. 00 800 6 7 8 9 10 11 oder E-Mail


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