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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 26. Februar 2014

Kommission begrüßt Abstimmung des Europäischen Parlaments für mehr Flugsicherheit

Das Europäische Parlament hat heute neue Regeln verabschiedet, die zur Verhinderung von Flugunfällen beitragen werden. Aufgrund der „Verordnung über die Meldung, Analyse und Weiterverfolgung von Ereignissen“ werden Informationen über sicherheitsrelevante Ereignisse in der Luftfahrt effizienter und schneller ausgetauscht, so dass eine gründliche Analyse erfolgen kann und die erforderlichen Maßnahmen zur künftigen Verhinderung ähnlicher Vorfälle getroffen werden.

Der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Kommission Siim Kallas erklärte hierzu: „Flugunfälle sind meist das Ergebnis einer Kombination geringfügiger Fehler oder Fehlfunktionen, die zusammen zu einem Unfall führen. Durch das Sammeln von mehr Informationen über einzelne sicherheitsrelevante Ereignisse und durch Maßnahmen zur Lösung dieser Probleme tragen wir dazu bei, Unfälle künftig zu verhindern. Angesichts des für die nächsten zwei Jahrzehnte erwarteten Wachstums des Luftverkehrs ist ein solches System dringend erforderlich, damit die EU im Bereich der Flugsicherheit auch weiterhin weltweit unübertroffen bleibt. Ich freue mich, dass das Europäische Parlament unsere Sicht teilt und unseren Vorschlag uneingeschränkt unterstützt hat.“

Das System bezieht alle Akteure in der Luftfahrt ein: Fluggesellschaften, Hersteller, Fluglotsen, Besatzungen, Flugzeugmechaniker, nationale Behörden und die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA). Sie müssen Informationen über Ereignisse sammeln und austauschen und dafür sorgen, dass Maßnahmen getroffen werden, wo diese am wirksamsten sind. Die EASA wird ein europäisches Netz von Sicherheitsanalysten einrichten. Dieses Netz wird die Aufgabe haben, Trends und Sicherheitsprobleme von europaweiter Bedeutung frühzeitig zu ermitteln und geeignete Maßnahmen zu empfehlen.

Das neue System ist der Eckpfeiler eines zeitgemäßen Ansatzes zur weiteren Verbesserung der technischen Sicherheit, indem Lehren nicht nur aus Unfällen gezogen werden, sondern auch aus geringfügigen Vorfällen und Ereignissen, auch wenn diese für sich genommen keine schwerwiegenden Auswirkungen hatten.

Nächste Schritte

Nach der Abstimmung im Europäischen Parlament ist zu erwarten, dass der Rat die vom Parlament verabschiedete Rechtsvorschrift billigen wird, wie dies der informellen Vereinbarung der beiden Organe vom Dezember 2013 entspricht. Die neue Verordnung dürfte dann im Mai 2014 in Kraft treten. Sie wird 18 Monate später vollständig anwendbar sein. In der Zwischenzeit werden Vorbereitungen getroffen, damit die notwendigen Durchführungsverordnungen verabschiedet und die erforderlichen Anleitungsmaterialien und EDV-Anwendungen für die Erfassung, den Austausch und die Auswertung der Informationen erstellt werden können.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Vorschlag der Kommission sowie Zahlen und Fakten zur Meldung von Ereignissen siehe IP 12/1406 und Memo 12/1008.

Vizepräsident Kallas auf Twitter

Kontakt:

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct, telefonisch 00 800 6 7 8 9 10 11 oder via E-­Mail


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