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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 20. Februar 2014

Kommission stellt neue europäische Strategie zur Förderung des Küsten- und Meerestourismus vor

Die EU-Kommission hat heute eine neue Strategie zur Förderung des Küsten- und Meerestourismus in Europa vorgestellt. Da erkannt wurde, wie sehr dieser Sektor zu nachhaltigem Wachstum und Beschäftigung beitragen kann, werden in der Strategie 14 EU-Maßnahmen dargelegt, durch die die Küstenregionen und die dort ansässigen Unternehmen bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen unterstützt und die Position des Sektors als ein wichtiger Motor der blauen Wirtschaft in Europa ausgebaut werden sollen. Neben diesen konkreten Maßnahmen wird auch aufgeführt, welchen Beitrag die Mitgliedstaaten, die Regionen und die Wirtschaft ergänzend zu den EU-Maßnahmen leisten können.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören eine engere Zusammenarbeit und ein intensiverer Dialog zwischen allen am Küstentourismus Beteiligten in ganz Europa, öffentlich-private Partnerschaften, die Förderung von Qualifikation und Innovation, der Einsatz für den Ökotourismus sowie die Erarbeitung eines Online-Leitfadens zu investitionsfördernden Finanzierungsmöglichkeiten. Die Mitgliedstaaten, die regionalen Behörden und die Wirtschaft werden bei der Konzeption und der Umsetzung dieser Maßnahmen eine entscheidende Rolle spielen.

Die für maritime Angelegenheiten und Fischerei zuständige EU-Kommissarin, Maria Damanaki, erklärte: „In unserer Strategie für blaues Wachstum wurde der Küsten- und Meerestourismus als eines der Schlüsselelemente für Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze benannt, insbesondere in unseren Küstengebieten, die oftmals unter hoher Arbeitslosigkeit leiden. Da dieser Sektor der größte maritime Wirtschaftszweig ist und das wirtschaftliche Rückgrat zahlreicher Küstenregionen bildet, müssen wir dazu beitragen, dass sich dieser Sektor weiterentwickelt und floriert.“

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission und EU-Kommissar für Unternehmen, Industrie und Tourismus, Antonio Tajani, erklärte: „Ich sehe den Tourismus als entscheidenden wirtschaftlichen Faktor für Wachstum in Europa, und um dieses zentrale Element herum müssen wir zielgerichtete, kohärente und integrierte Strategien aufbauen. Durch eine gezielte Strategie für Küsten- und Meerestourismus werden das Potenzial dieses wichtigen Tourismussektors und seine Rolle bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, insbesondere unter jungen Menschen, herausgestellt.“

Trotz seines unbestrittenen Potenzials sieht sich der Sektor einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, die durch die Strategie bewältigt werden sollen. Hierzu zählen lückenhafte Daten und Kenntnisse, schwankende Nachfrage, saisonale Schwankungen, das Fehlen entsprechender Qualifikationen und Innovationen sowie Schwierigkeiten beim Zugang zu Finanzmitteln. Die Maßnahmen im Rahmen der heute vorgestellten Strategie zielen vorrangig darauf ab, dem Sektor dabei zu helfen, diese Hindernisse zu überwinden und ein investitionsförderliches Umfeld zu schaffen. Gleichzeitig werden dadurch die Tätigkeiten in dem Sektor nachhaltig gestaltet, das natürliche und kulturelle Erbe erhalten, erheblicher wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen erzielt und insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors erhöht.

Hintergrund

Der Küsten- und Meerestourismus umfasst Touristenaufenthalte an Meer und Strand, Kreuzfahrten und Bootssport und stellt für zahlreiche europäische Küstenregionen und Inseln einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor dar.

Er bietet beinahe 3,2 Millionen Menschen Beschäftigung, schafft eine Bruttowertschöpfung von insgesamt 183 Mrd. EUR für die EU-Wirtschaft und macht mehr als ein Drittel der Bruttowertschöpfung der maritimen Wirtschaft aus. Der Tourismus ist eine Wachstumsbranche: Im Jahr 2013 erreichte die Zahl der Übernachtungen in Hotels oder anderen Beherbergungsbetrieben in den 28 EU-Ländern den Spitzenwert von 2,6 Milliarden, ein Anstieg von 1,6 % im Vergleich zu 20121.

Die Erschließung des Potenzials der Küsten und Meere würde zu Wohlstand und Wohlergehen der Küstenregionen und der EU-Wirtschaft ganz allgemein beitragen und gleichzeitig einen nachhaltige und dauerhafte Entwicklung aller tourismusbezogenen Tätigkeiten gewährleisten.

Die heute vorgelegte Strategie wird auf einer vom griechischen Ratsvorsitz am 10. März in Athen veranstalteten Konferenz unter Beteiligung von Behörden, Unternehmen und anderen Beteiligten erörtert werden. Die Durchführung der konkreten Maßnahmen wird in den nächsten Monaten erfolgen.

Weitere Informationen

Website Küsten- und Meerestourismus auf der Internetseite der Generaldirektion Maritime Angelegenheiten: http://ec.europa.eu/maritimeaffairs/policy/coastal_tourism/index_de.htm

Tourismus-Website auf der Internetseite der Generaldirektion Unternehmen und Industrie: http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/index_en.htm

MEMO/14/120

Ansprechpartner:

Carlo Corazza (+32 229-51752) Sara Tironi (+32 229-90403)

Oliver Drewes (+32 229-92421) Lone Mikkelsen (+32 229-60567)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct per Telefon 00 800 6 7 8 9 10 11 oder E-mail


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