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Pascal Lamy an der Spitze eines neuen Beratungsgremiums für die künftige Nutzung der UHF-Frequenzen durch das Fernsehen und drahtlose Breitbanddienste

European Commission - IP/14/14   13/01/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 13. Januar 2014

Pascal Lamy an der Spitze eines neuen Beratungsgremiums für die künftige Nutzung der UHF-Frequenzen durch das Fernsehen und drahtlose Breitbanddienste

Pascal Lamy und führende Vertreter der europäischen Rundfunkveranstalter, Netzbetreiber, Mobilfunkunternehmen und Technikverbände sind aufgerufen, der Europäischen Kommission innerhalb von sechs Monaten Vorschläge zur effektivsten Nutzung der Frequenzen im UHF-Band (470-790 MHz) in den kommenden Jahrzehnten vorzulegen.

Angesichts des rasanten, massiven Anstiegs der Verbrauchernachfrage nach Funkfrequenzen aufgrund neuer Rundfunk- und Internetangebote fordert die für die Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes schnelle Ergebnisse: Bis Juli 2014 soll ein Abschlussbericht vorgelegt werden.

Wenn Europa die neuesten Fernseh- und Internet-Entwicklungen ausschöpfen will, müssen wir die Funkfrequenzen effektiver nutzen“, erklärte Kroes. „Deshalb müssen wir uns erneut darüber einigen, wie die für Breitbanddienste bestimmten Frequenzen genutzt werden sollen. Deshalb habe ich auch dafür gesorgt, dass die Frequenzkoordinierung im Breitbandbereich bei unseren Anstrengungen zur Schaffung eines Telekommunikationsbinnenmarkts einen hohen Stellenwert einnimmt.“

Pascal Lamy sagte hierzu: „Ich erwarte schwierige Diskussionen. Niemand wird alles bekommen, was er will, aber ich bin zuversichtlich, dass wir auf der Grundlage einer offenen Diskussion und der Bereitschaft, die Gespräche auf strategischer Ebene zu führen, zu einer kohärenten Vision für Europa kommen können“.

Die Empfehlungen der hochrangigen Gruppe werden der Kommission dabei helfen, gemeinsam mit den Mitgliedstaaten einen langfristigen strategischen Regulierungsansatz für die künftige Nutzung des gesamten UHF-Bandes (470-790 MHz), einschließlich der Möglichkeiten einer gemeinsamen Nutzung von Teilen des Frequenzbandes, auszuarbeiten.

„Die Fernsehgewohnheiten der jungen Menschen unterscheiden sich drastisch von denen meiner Generation“, so Kroes weiter. „Deshalb müssen die Vorschriften so angepasst werden, dass mehr und besseres Fernsehen sowie mehr und bessere Breitbanddienste möglich werden. Die gegenwärtige Art der Frequenzzuteilung ist den Verbrauchergewohnheiten der Zukunft – die sich durch umfangreiche Nutzung audiovisueller Dienste über Breitband und IPTV auszeichnen werden – nicht gewachsen.“

Die Gruppe wurde beauftragt zu prüfen, wie Europa die Bereitstellung und Nutzung audiovisueller Inhalte und Daten mittel- bis langfristig handhaben kann, und soll Wege finden, die folgenden 4 Herausforderungen zu bewältigen:

Wie werden die (terrestrische) Bereitstellung und der Empfang audiovisueller Inhalte (u. a. das lineare Fernsehen) künftig aussehen?

Wie sichern wir, dass das öffentliche Interesse und der Verbrauchernutzen bei gleichzeitiger Förderung des Marktwandels gewahrt bleiben?

Welche strategischen Fragen ergeben sich – angesichts der ersten Herausforderung – durch die Frequenznutzung im UHF-Band? Welche Regulierungsaufgaben kommen der EU bei der Koordinierung der Entwicklungen zu?

Was sind die finanziellen Aspekte einer terrestrischen Plattform für die Rundfunkausstrahlung und Internetnutzung der Zukunft?

Hintergrund

Pascal Lamy ist Ehrenpräsident von Notre Europe – Institut Jacques Delors, ehemaliger Chef der Welthandelsorganisation und ehemaliges Mitglied der Europäischen Kommission.

Eine vollständige Liste der Mitglieder der Gruppe und der Unternehmen, denen sie angehören, ist im Anhang beigefügt.

Es ist wichtig zu wissen, dass der Vorschlag für einen Telekommunikationsbinnenmarkt unabhängig von anderen wichtigen Beschlüssen ist, die zu anderen Frequenznutzungsarten wie dem Rundfunk getroffen werden müssen.

Die erweiterten UHF-Frequenzen, u. a. auch das 800-MHz-Band, werden hauptsächlich für den Rundfunk, mobile Breitbanddienste und drahtlose Mikrofone genutzt. Sowohl der Breitband- als auch der Rundfunksektor haben ein großes Interesse daran, die künftige Nutzung dieses stark nachgefragten Frequenzbands zu sichern, das für die Einführung neuer digitaler Dienste Grundvoraussetzung ist. Eine effiziente Nutzung dieser begehrten Frequenzen durch beide Sektoren stellt eine Chance für die gesamte EU dar. Einige Mitgliedstaaten erwägen, einen Teil ihrer Frequenzen im 700-MHz-Band für drahtlose Breitbanddienste zu reservieren, was sich auf Anbieter von terrestrischem Rundfunk in den jeweiligen Nachbarländern auswirken würde. Wir brauchen ein kohärentes Konzept zu der Frage, wie Europa die von beiden Diensten genutzten terrestrischen Plattformen entwickeln sollte, damit Investitionen in Dienstleistungen und Infrastruktur vorangebracht werden können.

Nützliche Links

Die Frequenzpolitik der EU

Wie Sie an der Frequenzpolitik der EU mitwirken können

Neelie Kroes: Neelie auf Twitter

Kontakt:

E-Mail: comm-kroes@ec.europa.eu, Tel: +32 229-57361, Twitter: @RyanHeathEU

ANHANG: Zusammensetzung der hochrangigen Gruppe

 

MITGLIEDER

Vertreten durch

Vorsitzender

Pascal Lamy, Präsident „Notre Europe“

Rundfunkveranstalter

Mediaset – Italien

Gina Nieri, Vorstandsmitglied
(Stellvertretende Vorsitzende von ACTE)

ARD – Deutschland

Tom Buhrow
Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR)

MTV Media – Finnland

Heikki Rotko, Vorstandsvorsitzender

BBC – Vereinigtes Königreich

James Purnell
Vorstandsmitglied Strategy & Digital

Breitbandnetzbetrei­ber

TDF – Frankreich

Olivier Huart, Vorstandsvorsitzender

Albertis Telecom – Spanien

Tobias Martinez, Vorstandsvorsitzender

OiV – Kroatien

Aleksandar Golub Vorstandsvorsitzender

Mobilfunknetzbetreiber

Vodafone – Vereinigtes Königreich

Philipp Humm, Vorstandsvorsitzender Region Europa

Telefónica – Spanien

Eva Castillo Sanz
Vorsitzende und Vorstandsvorsitzende

Deutsche Telekom – Deutschland

Claudia Nemat
Vorstandsmitglied, Europa und Technik

Orange – Frankreich

Vivek Badrinath, stellvertretender Vorstandsvorsitzender (Innovation)

TeliaSonera – Schweden

Tommy Ljunggren
Geschäftsführender Direktor TeliaSonera Mobile Networks und stellvertretender Vorsitzender System Development

KPN - Niederlande

Eelco Blok, Vorstandsvorsitzender

Verbände

GSM Association (GSMA)

Anne Bouverot, Generaldirektorin

Broadcast Networks Europe (BNE)

Lars Backlund, Generalsekretär

Europäische Rundfunkunion (EBU)

Ingrid Deltenre, Generaldirektorin

Digitales Europa

Peter Olson, Vorsitzender

Community Media Forum Europe (CMFE)

Pieter de Wit, Vorstandsmitglied

Verband für professionelle drahtlose Produktionstechnologie (Association of Professional Wireless Production Technologies –APWPT)

Matthias Fehr, Vorsitzender


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