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App-Boom: Laut EU-Bericht fast 5 Millionen neue Arbeitsplätze und 63 Mrd. EUR. Umsatz im europäischen App-Sektor bis 2018

Commission Européenne - IP/14/145   13/02/2014

Autres langues disponibles: FR EN

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 13. Februar 2014

App-Boom: Laut EU-Bericht fast 5 Millionen neue Arbeitsplätze und 63 Mrd. EUR. Umsatz im europäischen App-Sektor bis 2018

Der App-Sektor der EU hat sich in weniger als fünf Jahren praktisch aus dem Stand zum digitalen Schwergewicht gemausert. Einem heute in Brüssel vorgestellten Bericht zufolge könnte die Branche bis 2018 4,8 Millionen Menschen beschäftigen und mit 63 Mrd. EUR zur Wirtschaft der EU beitragen. Die Studie, die von GIGAOM und NUI Galway für die Europäische Kommission erstellt wurde, zeigt, dass Europas App-Entwickler in der Lage sind, eine weltweite Führungsrolle zu übernehmen. Sowohl die Entwickler in der EU als auch ihre nordamerikanischen Kollegen erwirtschaften derzeit jeweils 42 % der Einnahmen aus Apps auf den wichtigsten Märkten der EU und der USA. Obwohl die Zukunftsaussichten gut sind, machen die Entwickler sich Sorgen wegen des Fachkräftemangels und Problemen der Verfügbarkeit und Zersplitterung der Netze, da diese Faktoren den App-Boom gefährden könnten.

Der heutige App-Sektor beschäftigt 1 Millionen Software-Entwickler und 800 000 Mitarbeiter in Marketing und Support. Diese Zahlen könnten bis 2018 auf 2,7 Millionen Entwickler und 2,1 Millionen Supportkräfte steigen. Kunden und Werbetreibende in der EU gaben 2013 6,1 Mrd. EUR für Apps aus. Das sind 30 % der gesamten weltweiten Ausgaben für Apps, und bis 2018 wird ein Anstieg auf 18,7 Mrd. EUR erwartet. Konsum, Werbung und Drittverträge könnten dem App-Sektor innerhalb von fünf Jahren jährliche Umsätze in Höhe von 63 Mrd. EUR bescheren.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte: „Angesichts der steigenden Jugendarbeitslosigkeit geben mir diese Zahlen neue Hoffnung. Der App-Sektor ist ein Bereich der digitalen Wirtschaft, in dem Europa eindeutig führend sein kann. Aber wir müssen die Probleme im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit und Zersplitterung der Netze lösen – ein Grund mehr, auf die Vollendung des Telekommunikationsbinnenmarkts hinzuarbeiten!“

Die Ergebnisse der Studie:

Spitzenstellung der Entwickler von Spiele-Apps in der EU: 28 führende Unternehmen in der EU entwickelten 40 % der 100 umsatzstärksten Apps auf den Märkten der EU und der USA. Drei der fünf Spitzenunternehmen sind nordeuropäische Spieleentwickler (mit King.com, Supercell und Rovio auf den Plätzen 1, 2 und 5), und auch deutsche, französische, spanische und britische App-Entwickler sind über die Grenzen ihrer eigenen Märkte hinweg erfolgreich. 

Marktwachstum = Beschäftigungswachstum: 2013 erwirtschafteten die App-Unternehmen 11,5 Mrd. EUR mit der Entwicklung von Apps für Verbrauchsgüter, Bankanwendungen, Medien, Einzelhandel und andere Kunden. 2018 werden sie mit ebensolchen Verträgen voraussichtlich bis zu 46 Mrd. EUR einnehmen. Der App-Boom führt zu neuen Arbeitsplätzen: So plant der Auftragsentwickler Golden Gekko (London/Barcelona) zum Beispiel, seine Belegschaft im nächsten Jahr um 40–50 % zu erweitern, und das Londoner Unternehmen Grapple Mobile, das vor drei Jahren noch ein Drei-Mann-Betrieb war, beschäftigt heute 120 Mitarbeiter und will seine Belegschaft im nächsten Jahr verdoppeln.

Überwindung des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften: Rund 38 % der selbständigen und angestellten Entwickler beklagten, dass Unternehmen in der EU Schwierigkeiten hätten, mit den US-amerikanischen Gehältern zu konkurrieren; 31 % bzw. 33 % gaben an, dass die Fachausbildung nicht mit den Entwicklungen Schritt halte, und rund 30 % waren der Meinung, die Unternehmensgründer in der Branche verfügten über unzureichendes unternehmerisches Wissen. Ein Viertel aller Befragten erklärte, es gebe einen Mangel an Entwicklern. Beunruhigend ist weiterhin, dass nur 9 % der Entwickler Frauen sind.

Die Kommission reagiert mit verschiedenen Maßnahmen auf den in der EU herrschenden Fachkräftemangel im digitalen Bereich: Erstens durch Partnerschaften mit der Industrie und anderen Einrichtungen im Rahmen der Großen Koalition für digitale Arbeitsplätze (siehe IP/2014/40). Parallel dazu arbeitet sie mit Schulen zusammen, um digitale Kompetenzen direkt in den vernetzten Klassenraum zu tragen (siehe IP/13/859 und MEMO/13/813). Außerdem unterstützt sie Initiativen an der Basis, wie z. B. die von Neelie Kroes' Young Advisers organisierte EU Code Week zur Einführung von Schülerinnen und Schülern in das Programmieren. Die erste EU Code Week, die im November 2013 stattfand, erreichte 10 000 Menschen in 26 Ländern. In diesem Jahr läuft die Code Week in der Woche vom 11. bis 17. Oktober 2014.

Dem Bericht zufolge geben außerdem technische Engpässe und Fragmentierung Anlass zur Sorge. Etwa ein Viertel der Entwickler sprach sich für einen schnelleren Ausbau der 4G-Dienste in Europa aus. Rund 35 % der Entwickler macht die mangelnde Interoperabilität zwischen bestimmten Plattformen wie Android, iOS und Facebook zu schaffen. Ein Großteil der Entwickler beklagte sich darüber, dass de facto eine vollkommene Abhängigkeit von Plattformen bestehe, die von amerikanischen Großkonzernen stammen, was entsprechende Auswirkungen auf die Einnahmen habe.

Neelie Kroes erklärte: „Alle Apps und alle Mobilgeräte benötigen Breitbandnetze. Leider ist der Rahmen für die europäische Telekommunikation von Zersplitterung und Beschränkungen geprägt. Die Folge sind schlechte Drahtlosverbindungen, Schwierigkeiten bei grenzüberschreitenden Verbindungen, von Betreibern blockierte oder gedrosselte Apps und Dienste sowie überteuerte Aufschläge bei der Mobilfunknutzung im Ausland. Für eine Welt von morgen, in der selbst Fahrzeuge vernetzt sein werden und wir uns sogar im Gesundheitswesen auf mobile Apps verlassen, müssen diese Probleme unbedingt gelöst werden.“

Hintergrund

Der Bericht Sizing the EU App Economy (Die Dimension des App-Sektors der EU) wurde auf einem Workshop in Brüssel vorgestellt, auf dem Neelie Kroes, der Marketing-Chef von Rovio, Peter Vesterbacka, und Vertreter der digitalen Welt über die Zukunft des App-Sektors der EU diskutierten.

Apps sind eigenständige kleine Programme oder Teile von Software, die überwiegend für Mobilgeräte oder soziale Plattformen entwickelt werden. So können Apps ihren Nutzern beispielsweise die beste Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfehlen, ihnen beim Online-Banking helfen, Trainingseinheiten beim Laufen oder Fahrradfahren aufzeichnen, einen passenden potenziellen Partner suchen, medizinische Ratschläge erteilen oder Spiele zur Unterhaltung und Entspannung anbieten. In der Wirtschaft – ob in der Finanzwelt, im Einzelhandel oder in den Medien – entwickeln viele Unternehmen zur Unterstützung ihres Hauptgeschäfts ihre Apps selbst oder geben sie in Auftrag. Sie nutzen Apps, um ihren Kunden noch mehr zu bieten und um ihre Waren und Dienstleistungen besser vermarkten und verkaufen zu können. Schätzungen zufolge wurden 2013 weltweit 94,4 Milliarden Apps heruntergeladen.

In einem digitalen Binnenmarkt mit mehr als 500 Millionen Verbrauchern in der EU liegt ein enormes Potenzial für Europas digitale Wirtschaft und ihre App-Entwickler, aber viele sind durch widersprüchliche Bedingungen frustriert, da sich ihre Ideen dadurch nur schwer über Grenzen hinweg verkaufen lassen. Die Kommission arbeitet deshalb an vereinfachten EU-Vorschriften über Urheberrechte und Lizenzen, um einen besseren Zugang zu Online-Inhalten zu ermöglichen. Die Ergebnisse einer derzeitigen Konsultation werden in ein Weißbuch zum Urheberrecht einfließen, das noch vor Sommer 2014 veröffentlicht werden soll. Ziel des Kommissionsvorschlags zur Verwirklichung des vernetzten Kontinents, der derzeit im Europäischen Parlament debattiert wird, ist auch eine bessere Netzanbindung, einschließlich der Verfügbarkeit von Hochgeschwindigkeitsnetzen der vierten Generation (G4) sowie von Breitbandnetzen, die für Apps jeweils besonders wichtig sind. (Siehe MEMO/13/779 und IP/13/828.)

Die Studie wurde im Rahmen von Startup Europe erstellt, einer von Vizepräsidentin Neelie Kroes unterstützten Initiative im Rahmen der Digitalen Agenda, die die IKT und die Gründung von Internet-Unternehmen voranbringen soll und der Unternehmensförderung in Europa dient.

Sie umfasst sechs Bereiche: Accelerator Assembly, European Crowdfunding Network, Web Investors Forum, Leaders Club, die Startup-Europe-Partnerschaft und die Initiative MOOCS zur Förderung der Internetkompetenzen (ab 2014). Analysen des Klimas für Unternehmensgründungen, wie diese Studie, dienen der Unterstützung von Startup Europe und helfen bei der Entwicklung von auf Fakten beruhenden Strategien, die es Unternehmensgründern ermöglichen können, in Europa Fuß zu fassen.

Darüber hinaus kann eine öffentlich-private Partnerschaft für das Internet der Zukunft Internet-Unternehmen, die in früheren Projekten entwickelte Technologien nutzen, finanziell fördern und begleiten. Eine finanzielle Förderung ist auch über Horizont 2020 möglich (http://youtu.be/RoTXYainAQIMEMO/13/1154).

Nützliche Links

Studie Sizing the EU App Economy (Die Dimension des App-Sektors der EU)

@StartUpEU, #StartUpEurope, @eurapp, #eurapp

Über Startup Europe

Website von Neelie Kroes

Neelie Kroes auf Twitter

Kontakt:

E-Mail: comm-kroes@ec.europa.eu, Tel.: +32 229-57361, Twitter: @RyanHeathEU


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