Navigation path

Left navigation

Additional tools

Tourismus dürfte dank inländischer und europäischer Nachfrage 2014 erneut expandieren

European Commission - IP/14/144   13/02/2014

Other available languages: EN FR ES IT PT EL PL HR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 13. Februar 2014

Tourismus dürfte dank inländischer und europäischer Nachfrage 2014 erneut expandieren

Der Tourismus hat sich in der Wirtschaftskrise als ein wachstumsstarker Industriezweig der EU erwiesen. Der positive Trend wird sich 2014 fortsetzen: Nur 11 % der europäischen Bürgerinnen und Bürger planen keine Urlaubsreise. Nach der neuen, heute veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage war die Branche ein Motor des von der Inlandsnachfrage getragenen Wirtschaftswachstums im Jahr 2013; so entschlossen sich mehr Menschen als im Vorjahr zu einer Urlaubsreise außerhalb des eigenen Landes, aber innerhalb der EU. 38 % der Europäer verbrachten 2013 ihren Haupturlaub in einem anderen EU-Land, das sind 5 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2012. Gleichzeitig verbrachten nur 42 % der Menschen ihren Haupturlaub im eigenen Land, was einem Rückgang von 5 Prozentpunkten gegenüber 2012 entspricht. Darüber hinaus wählte 2013 nur ein Fünftel (19 %) für den Haupturlaub ein Reiseziel außerhalb der 28 Mitgliedstaaten der EU, 2 % weniger als 2012. In der Eurobarometer-Umfrage über die Einstellung der Europäer zum Reisen wird ferner untersucht, warum europäische Bürgerinnen und Bürger reisen und was sie daran hindert, wohin sie hauptsächlich reisen, welche Informationsquellen sie für die Urlaubsplanung nutzen, wie sie ihren Urlaub im Jahr 2013 organisierten, wie zufrieden sie mit der Fremdenverkehrswirtschaft waren und wie sicher sie sich bezüglich Unterkunft und Dienstleistungen fühlten.

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, Kommissar für Industrie und Unternehmertum, äußerte sich zu den Präferenzen der Befragten und zu den sich aus der Erhebung ergebenden Aussichten für den Fremdenverkehr: „Als EU-Kommissar für Tourismus kann ich meine Begeisterung nicht verbergen. Die heute veröffentlichten Einstellungen der Europäer zum Reisen deuten auf eine zuverlässige und herausragende Leistung der Tourismusbranche hin, die die Erholung der EU-Wirtschaft weiter kräftig vorantreibt. Die Zahlen sprechen für sich, während die in der Umfrage geäußerten Präferenzen und Meinungen darauf hinweisen, wie die Branche auch 2014 solide Ergebnisse erzielen könnte.“

2013 verreisten 70 % der Europäer mit mindestens einer Übernachtung

Nur 11 % der Europäer rechnen wegen der derzeitigen Wirtschaftslage nicht damit, dass sie im Jahr 2014 verreisen. Vier von zehn Europäern planen, ihren Haupturlaub im eigenen Land zu verbringen (Mehrheit der Bevölkerung in Griechenland, Kroatien, Italien und Bulgarien). Drei von zehn Personen gehen davon aus, dass sie ihren Haupturlaub in der EU verbringen, und mehr als vier von zehn beabsichtigen, mindestens eine ihrer Reisen im Jahr 2014 innerhalb der EU zu unternehmen. Ein Viertel (24 %) plant Reisen in Länder außerhalb der EU, während lediglich 16 % den Haupturlaub in einem Drittland verbringen wollen.

Weitere hervorstechende Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage:

  • 2013 verreisten 70 % der Europäer aus persönlichen oder beruflichen Gründen und übernachteten dabei mindestens einmal. Die meisten Privatreisenden (57 %) übernachteten 2013 auf ihren Reisen vier- bis 13-mal nacheinander. Zu einem großen Teil spiegelt sich dieses Entwicklungsmuster in den Plänen für 2014.

  • Sonne und Strand sind für Europäer das Wichtigste im Urlaub (46 %).

  • Der gleiche Prozentsatz der Befragten erwähnt die natürlichen Merkmale eines bestimmten Ortes als den wichtigsten Grund für das Vorhaben, ein früheres Reiseziel noch einmal aufzusuchen.

  • Die wichtigsten fünf Urlaubsziele der EU sind seit 2012 dieselben. Spanien (15 %, +5), Frankreich (11 %, +3), Italien (10 %, +2), Deutschland (7 %, +2) und Österreich (6 %, +2) sind nach wie vor die beliebtesten Urlaubsziele und verzeichnen seit 2012 alle einen Anstieg. Die Befragten in Griechenland, Kroatien, Italien und Bulgarien tendieren am ehesten zu einem Urlaub im eigenen Land, während die Befragten in Luxemburg und Belgien am ehesten in ein anderes EU-Land reisen. Die Pläne der Befragten für 2014 ähneln stark denen, die 2013 verfolgt wurden.

  • Touristen in Europa fühlen sich sicher und sind sehr zufrieden. Über die meisten Aspekte ihres Urlaubs im Jahr 2013 äußern sich die Befragten sehr zufrieden. Sie waren mehrheitlich zufrieden mit der Sicherheit (95 %) und der Qualität (95 %) der Unterbringung.

Geringe Auswirkungen der derzeitigen Wirtschaftslage, aber finanzielle Aspekte spielen eine Rolle

Die derzeitige Wirtschaftslage verändert die Urlaubspläne nicht wesentlich. Die Erhebung befasst sich auch mit der Frage, welche Faktoren die Urlaubsplanung beeinflussen könnten. Von den Befragten, die im Jahr 2013 auf Urlaub verzichteten, erklärten mehr als die Hälfte, dies sei zumindest teilweise aus finanziellen Gründen geschehen, und für 44 % war dies der Hauptgrund. Nur 11 % der Befragten rechnen wegen der derzeitigen Wirtschaftslage nicht damit, dass sie im Jahr 2014 verreisen. Was noch wichtiger ist – mehr als vier von zehn Personen geben an, ihre Urlaubspläne für 2014 nicht ändern zu wollen, während ein Drittel der Befragten äußert, sie würden ihre Pläne ändern, aber gleichwohl verreisen. Der Anteil der Personen, die eine Urlaubsreise ohne Änderung ihrer Pläne aus wirtschaftlichen Gründen vorhaben, reicht von 75 % in Österreich bis zu 10 % in Griechenland.

Der positive Trend wird durch die amtliche Statistik untermauert. Eurostat zufolge wies der Tourismussektor für das Jahr 2013 Rekordzahlen aus1. Die Gesamtzahl der Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben in allen 28 Mitgliedstaaten der EU stieg 2013 im Vergleich zu 2012 um 1,6 % auf einen Rekordwert von 2,6 Mrd. Übernachtungen.

Die Eurobarometer-Umfrage

Bei dieser Eurobarometer-Umfrage wurden zwischen dem 6. und 11. Januar 2014 31 122 Personen unterschiedlicher sozialer und demografischer Zugehörigkeit befragt. Die Interviews erfolgten über Telefon (Festnetz und Mobilfunk) in der Muttersprache der Befragten, und zwar in den Mitgliedstaaten der EU-28 sowie in weiteren sieben Ländern außerhalb der EU, nämlich der Türkei, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Island, Norwegen, Serbien, Montenegro und Israel.

Diese Umfragewelle ist eine Folgemaßnahme zum Flash Eurobarometer Nr. 370 vom Januar 2013. Die Umfrage wurde von TNS Political and Social durchgeführt.

Eurobarometer

Weitere Informationen über die Tourismuspolitik der EU und die EU-Tourismusbranche (in englischer Sprache)

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 229-51752) Twitter: @ECspokesCorazza

Sara Tironi (+32 229-90403)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct, Tel.: 00 800 6 7 8 9 10 11 oder E-Mail

1 :

Quelle: Eurostat - Pressemitteilung (Januar 2014): http://europa.eu/rapid/press-release_STAT-14-16_de.htm.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website