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Unterstützung der EU für erneuerbare Energien und Governance-Fragen in Cabo Verde

European Commission - IP/14/140   14/02/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 14. Februar 2014

Unterstützung der EU für erneuerbare Energien und Governance-Fragen in Cabo Verde

Bei seinem ersten Besuch in Cabo Verde kündigte der für Entwicklung zuständige EU-Kommissar, Andris Piebalgs, an, dass die EU das Land im Zeitraum 2014-2020 mit Mitteln in Höhe von 55 Mio. EUR unterstützt. Die Gelder sollen vor allem für die Armutsbekämpfung, die Förderung eines nachhaltigen und breitenwirksamen Wachstums und einer verantwortungsvollen Regierungsführung eingesetzt werden.

Der Kommissar wird an einem Seminar zum Thema erneuerbare Energien teilnehmen und bei dieser Gelegenheit den ersten Einsatz der EU-Fazilität für technische Hilfe für die Initiative „Nachhaltige Energie für alle“ in Cabo Verde bekanntgeben. Diese Fazilität ist ein neues Instrument für die Zusammenarbeit im Energiebereich, das dem gesamten afrikanischen Kontinent zur Verfügung stehen wird. Im Rahmen dieser Fazilität wird Cabo Verde bei der Ermittlung von Vorschlägen für neue und innovative Projekte im Energiesektor unterstützt. Die Europäische Union wird u. a. durch den Austausch bewährter Praktiken und die Organisation von Schulungen Fachwissen zur Verfügung stellen, das Cabo Verde für die Verwirklichung seines ehrgeizigen Ziels benötigt, den Anteil der erneuerbarer Energien am Strommix bis 2020 auf 50 % anzuheben."

Kommissar Piebalgs erklärte: „Das Thema erneuerbare Energie ist mir ein wichtiges Anliegen. In Cabo Verde ist eine gute Energieversorgung für das Bildungs- und Gesundheitswesen, für das Wachstum, den Tourismus und sogar für die Wasserversorgung unverzichtbar. Erneuerbare Energien sind somit für Cabo Verde der Königsweg zu Wachstum und Entwicklung.

„Die Strompreise in Cabo Verde sind in die Höhe geschossen und das Land hat keine eigenen Ressourcen an fossilen Brennstoffen. Deswegen ist unsere neue technische Fazilität so wichtig: Durch die Bereitstellung von Fachwissen und innovativen Lösungen wird sie dazu beitragen, dass reichlich verfügbare erneuerbare Energiequellen wie Wind und Sonne genutzt werden können, um den Menschen auf allen Inseln des Landes zuverlässigen und kostengünstigen Zugang zu Strom und modernen Energiedienstleistungen zu verschaffen.“

Der Kommissar wird das Windparkprojekt Cabeolica besuchen, das als erstes groß angelegtes Windkraftprojekt in Afrika bereits beeindruckende Ergebnisse erzielt hat und mit dem der Anteil der erneuerbaren Energien in Cabo Verde auf einen Schlag auf 25 % erhöht wurde. Das Projekt ist die erste öffentlich/private Partnerschaft für erneuerbare Energien in Afrika südlich der Sahara und es zeigt, dass Partnerschaften, bei denen Entwicklungsbanken mit dem Privatsektor zusammenarbeiten, als Geschäftsmodell auch in vielen anderen Ländern erfolgreich sein könnten.

Kommissar Piebalgs wird während seines Besuchs Präsident Jorge Carlos Fonseca und Premierminister José Maria Neves sowie weitere Ministern und hochrangige Vertreter zivilgesellschaftlicher Gruppen treffen.

Derzeitige EU-Unterstützung der EU für Cabo Verde

Die EU hat für Cabo Verde im Zeitraum 2008-2013 insgesamt 51 Mio. EUR über den Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) bereitgestellt. Auf der Grundlage der Ergebnisse der Halbzeitüberprüfung wurden ferner zusätzliche Mittel in Höhe von 10,2 Mio. EUR zur Verfügung gestellt.

Im Sinne einer Fortsetzung der von der EU bereitgestellten allgemeinen Budgethilfe für Cabo Verde und des laufenden Budgethilfeprogramms (mit dem Titel Good Governance and Development Contract – GGDC) sollen zudem künftig weitere neue Verträge zwischen der EU und Cabo Verde geschlossen werden. Die EU wird auch weiterhin Unterstützung für die Entwicklungsstrategie des Landes und die besondere Partnerschaft EU/Cabo Verde leisten. Dies zeigt, welch große Bedeutung die EU ihren Beziehungen mit Cabo Verde beimisst.

Weitere Unterstützung ist auch für die besondere Partnerschaft EU-Cabo Verde vorgesehen, durch die die Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse, wie Sicherheit und Stabilität sowie Harmonisierung auf dem Gebiet Technologie und Normen im Hinblick auf eine Annäherung an die EU gestärkt werden soll.

Hintergrund

Cabo Verde kommt auf dem Weg zur Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG) bis 2015 bei fast allen MDG planmäßig voran. Die größten Herausforderungen für das Land sind die Beseitigung der Armut (26,6 % der Bevölkerung leben derzeit in Armut), die Förderung des Wirtschaftswachstums und die Verringerung des öffentlichen Defizits und des Schuldenstands.

Mit der von beiden Partnern vereinbarten besonderen Partnerschaft EU-Cabo Verde soll die Zusammenarbeit in Bereichen wie verantwortungsvolle Regierungsführung, Sicherheit und Stabilität sowie regionale Integration und Armutsbekämpfung gestärkt werden. Die EU ist der wichtigste Handelspartner von Cabo Verde.

Die Europäische Kommission hat das Ziel der nachhaltigen Energie für alle (und die Initiative SE 4ALL der Vereinten Nationen) von Anfang an unterstützt und sich 2012 verpflichtet, den Entwicklungsländern dabei zu helfen, bis 2030 insgesamt 500 Millionen Menschen Zugang zu nachhaltiger Energie zu verschaffen.

Näheres unter:

Mehr über die Arbeit der EU in den Bereichen Energie und nachhaltige Energie für alle:

http://ec.europa.eu/europeaid/what/energy/sustainable/index_en.htm

IP/13/1002: Die EU bekräftigt ihre Unterstützung für die Entwicklung und Integration der Region Westafrika (vorherige Pressemitteilung über finanzielle Unterstützung für Westafrika)

IP/14/124: EU-Kommissar Piebalgs besucht drei westafrikanische Länder zur Erörterung der künftigen Entwicklungszusammenarbeit

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)

Für die allgemeine Öffentlichkeit: Europe Direct per Telefon 00 800 6 7 8 9 10 11 oder E-mail


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