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EU und Afghanistan unterzeichnen Vereinbarung über WTO-Beitritt

European Commission - IP/14/135   10/02/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 10. Februar 2014

EU und Afghanistan unterzeichnen Vereinbarung über WTO-Beitritt

Die EU und Afghanistan haben heute eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der die bilateralen Verhandlungen über den Beitritt Afghanistans zur Welthandelsorganisation (WTO) in Genf zum Abschluss gebracht wurden. An den Beitritt Afghanistans zur WTO ist die Erwartung geknüpft, dass er die Stabilisierung, die Wirtschaftsreform und die nachhaltige Entwicklung des Landes dauerhaft fördert.

„Ich bin überzeugt, dass die WTO-Mitgliedschaft Afghanistans zur Stabilisierung und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beitragen wird“, begrüßte EU-Handelskommissar Karel De Gucht die Vereinbarung. „Die afghanische Regierung hat stets betont, wie wichtig es ihr ist, die Vorbereitungen für den WTO-Beitritt zu beschleunigen. Die heutige Unterzeichnung der Vereinbarung in Genf ist ein Meilenstein auf diesem Weg. Die EU hofft, Afghanistan schon sehr bald als vollwertiges Mitglied des regelbasierten multilateralen Handelssystems in der WTO begrüßen zu können.“

Die bilaterale Vereinbarung, die von EU-Botschafter Angelos Pangratis und dem stellvertretenden Handelsminister Afghanistans, Mozammil Shinwari, unterzeichnet wurde, sieht niedrigere Zölle und Ausfuhrabgaben auf Waren und eine Öffnung der Dienstleistungsmärkte vor, sobald Afghanistan WTO-Mitglied ist. Diese Verpflichtungen werden später in das Protokoll über den Beitritt Afghanistans zur WTO aufgenommen.

Hintergrund

Die EU ist einer der wichtigsten Handelspartner Afghanistans; nahezu 9 % der Ausfuhren und 12 % der Einfuhren Afghanistans entfallen auf die Union. 2012 exportierte die EU Waren im Gesamtwert von 935 Mio. EUR in dieses Land. Die Einfuhren aus Afghanistan betrugen 56 Mio. EUR. Afghanistan versorgt den EU-Markt hauptsächlich mit Häuten, Fellen und Lederwaren, Früchten und Nüssen sowie elektronischen Produkten, die zusammen mehr als 50 % der Ausfuhren des Landes in die EU ausmachen. Die EU exportiert vor allem Fahrzeuge, mineralische Brennstoffe, Maschinen und elektrische Ausrüstung nach Afghanistan.

Als eines der ärmsten Entwicklungsländer darf Afghanistan alle Waren (außer Waffen) zoll- und kontingentfrei in die EU einführen.

Weitere Informationen

http://www.eeas.europa.eu/afghanistan/index_en.htm

Kontakt:

John Clancy (+32 229-53773)

Helene Banner (+32 229-52407)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E­Mail


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