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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 12. Februar 2014

Weitere EU-Hilfe für Senegal zur Verbesserung von Regierungsführung, Ernährungssicherheit und der Wasser- und Sanitärversorgung

Der EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs, wird bei seinem Besuch in Senegal vom 12.-13. Februar die Bereitstellung weiterer EU-Hilfe für das Land in Höhe von 347 Mio. EUR für den Zeitraum 2014-2020 ankündigen. Gemeinsam mit der senegalesischen Regierung will die EU die demokratische Regierungsführung und nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft sowie die Ernährungssicherheit und Wasser- und Sanitärversorgung verbessern.

Im Vorfeld seines Besuchs erklärte EU-Kommissar Piebalgs: „Senegal ist ein wichtiger Partner der EU in Westafrika. Unsere finanzielle Unterstützung in den kommenden sieben Jahren wird auf die Prioritäten der Regierung abgestimmt sein und das Land auf seinem Weg zu Wachstum und nachhaltiger Entwicklung unterstützen. So werden wir beispielsweise dazu beitragen, den Agrarsektor in einen Motor für wirtschaftliches Wachstum zu verwandeln und die politische Stabilität, das Justizsystem und die Sicherheit zu konsolidieren.“

Anlässlich des Besuchs des Kommissars soll ein Programm zur Förderung der Abwasserentsorgung und zur Rehabilitierung des städtischen Raums im weiteren Einzugsgebiet der Hauptstadt Dakar lanciert werden. Mit dem Projekt soll in Gemeinden, in denen der Urbanisierungsprozess rasch voranschreitet, ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von 44 000 Menschen geleistet werden. Die Maßnahmen umfassen die Instandsetzung der Straßen und öffentlichen Infrastruktur (wie Wasser- und Stromversorgung), die Installation von Regenwasserkanalisationen, Abwasserrohren und Infrastrukturen für häusliche Abwässer sowie die Einrichtung eines Systems zur Sammlung fester Abfälle.

Bei seinem Besuch in Senegal wird Kommissar Piebalgs mit Präsident Macky Sall und verschiedenen Ministern sowie mit Vertretern des Privatsektors und Mitgliedern der senegalesischen Zivilgesellschaft zusammentreffen. Er wird ferner eine Reihe erfolgreicher Kooperationsprojekte der EU und der Republik Senegal in den Bereichen Fischerei sowie Wasser- und Sanitärversorgung besichtigen.

Hintergrund

Die neue finanzielle Unterstützung von 347 Mio. EUR wird im Rahmen des 11. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) mobilisiert, aus dem die EU-Unterstützung für die Staaten in Afrika, im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean für die Jahre 2014-2020 finanziert wird. Der vorangehende 10. EEF (2008-2013), aus dem Senegal 317 Mio. EUR erhielt, war auf zwei Schlüsselbereiche ausgerichtet: Handel/regionale Integration und Abwasserentsorgung. 31 % der Mittel wurden in Form von Budgethilfe bereitgestellt, mit dem Ziel, das Land bei der Förderung eines starken und ausgewogenen Wachstums, der Verbesserung des Zugangs zu grundlegenden sozialen Dienstleistungen, des Schutzes der schwächsten Bevölkerungsteile und der Förderung einer verantwortungsvollen Regierungsführung und der Rechtsstaatlichkeit zu unterstützen.

Im gleichen Zeitraum erhielt Senegal zusätzliche EU-Hilfe von 23 Mio. EUR, um den Anstieg der Nahrungsmittelpreise, die Auswirkungen der instabilen Ausfuhrerlöse und die Nahrungsmittelkrise zu bewältigen. Für die Bereiche Wasser und Energie, Umwelt, Ernährungssicherheit, Frieden und Sicherheit sowie die Unterstützung der Zivilgesellschaft und der lokalen Behörden wurden weitere 60 Mio. EUR bereitgestellt.

Beispiele für die Zusammenarbeit EU-Senegal

Bau eines Küstenverkehrskorridors: Über den Zeitraum 2000-2013 finanzierte die EU die Instandsetzung eines 400 km langen Abschnitts der regionalen Verkehrskorridore in Westafrika. Durch diese Investition in die Infrastruktur wurden die Fahrtzeiten und Transportkosten reduziert und Handel und Wachstum somit gefördert. Senegals Nationalstraße 2 (RN 2), die entlang der Küste von Dakar in den Norden des Landes führt, ist ein wichtiger Teil des westafrikanischen Küstenkorridors zwischen Nouakchott (Mauretanien) und Lagos (Nigeria). Mit EU-Mitteln wurde kürzlich ein Abschnitt von 116 km Länge instandgesetzt, der die im Norden gelegenen Städte St. Louis und Rosso verbindet. Das Projekt beinhaltete auch die Instandsetzung von 65 km Landstraße, 30 km Stadtstraße sowie von Wegen zur Entlastung von St. Louis und Richard-Toll. Der mit 56 Mio. EUR von der EU finanzierte neue Streckenabschnitt der RN 2 wird am 11. Februar eingeweiht.

Infrastruktur für Abwasserentsorgung in der Stadt Mbour: Am 13. Februar wird Kommissar Piebalgs ein groß angelegtes Programm zur Förderung der Abwasserentsorgung in Mbour besichtigen, durch das die Abwasserentsorgung für 3 900 Haushalte und insgesamt 27 000 Menschen sichergestellt wird. Die von der EU finanzierte Infrastruktur umfasst die Installation eines Abwasserkanals von 52 km Länge und den Bau einer städtischen Kläranlage. Darüber hinaus wurden 134 Toiletten an öffentlichen Plätzen und Schulen aufgestellt, die von bis zu 30 000 Schülern genutzt werden können.

Weitere Informationen

IP/13/1002: EU bekräftigt Unterstützung für Entwicklung und regionale Integration in Westafrika (frühere Pressemitteilung über die Hilfe für Westafrika)

IP/14/124: EU-Kommissar Piebalgs besucht drei westafrikanische Länder zur Erörterung der künftigen Entwicklungszusammenarbeit

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct Tel.: 00 800 6 7 8 9 10 11 oder E-Mail


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