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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 10. Februar 2014

EU sagt bei hochrangigem Besuch in Mauretanien neue Unterstützung zu

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs wird heute bekannt geben, dass die EU Mauretanien in den Bereichen Ernährungssicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Gesundheitsversorgung von 2014 bis 2020 mit 195 Mio. EUR unterstützt.

Der EU-Kommissar wird während seines Besuchs Gespräche mit Präsident Abdel Aziz und mit Ministerpräsident Moulaye Ould Mohamed Laghdhaf führen, bei denen die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen der EU und Mauretanien in den Bereichen Sicherheit, Entwicklung und Fischerei im Mittelpunkt stehen wird. Kommissar Piebalgs wird außerdem das anhaltende Engagement der EU betonen, mit dem die EU dem Land bei seinem Streben nach Wachstum und bei der Wahrnehmung seiner Schlüsselrolle für die Sicherheit in der Sahelzone zur Seite steht.

Dieser erste Besuch eines EU-Kommissars in Mauretanien seit 2008 kommt zum richtigen Zeitpunkt: nur wenige Monate vor dem EU-Afrika-Gipfeltreffen, das vom 2. bis 3. April in Brüssel stattfindet. Da Mauretanien derzeit den Vorsitz in der Afrikanischen Union innehat, wird das Land auf dem Gipfeltreffen eine zentrale Rolle spielen.

In seiner Rede anlässlich des Besuchs erklärte EU-Kommissar Piebalgs: „Mauretanien kommt auf dem bevorstehenden Gipfeltreffen zwischen der EU und der AU eine wichtige Rolle zu und es kann dabei auch weiterhin fest auf die EU als verlässlichen Partner zählen.“

„Mauretanien ist aufgrund seiner geografischen Lage für die Wahrung der Stabilität in der Sahelzone von maßgeblicher Bedeutung. Es kann keine Entwicklung ohne Sicherheit geben und ich spreche Mauretanien meine Anerkennung für die Anstrengungen aus, die es für die Förderung der Stabilität im Land und in der gesamten Region unternommen hat.“

Im Rahmen seines Besuchs wird Kommissar Piebalgs an dem offiziellen Start eines Projekts für die Instandsetzung und den Ausbau der fast 200 km langen Straße von Nouakchott nach Rosso teilnehmen, einem wichtigen Verkehrskorridor zwischen Mauretanien und Senegal. Zusätzlich zu den Mitteln der mauretanischen Regierung und der Weltbank hat die EU für dieses Projekt 51 Mio. EUR bereitgestellt - ein konkretes Beispiel dafür, was durch Partnerschaft in der Region erreicht werden kann.

Dank dieser verbesserten Verkehrsverbindung wird Mauretanien seine Lage an der Schnittstelle zwischen dem Maghreb und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara nutzen können, um eine Schlüsselrolle für den Handel in der Region zu übernehmen und den Landwirten den Zugang zu den Märkten zu erleichtern. Mit der Straße wird auch die Fertigstellung des Tanger-Lagos-Verkehrskorridors vorangebracht, der die regionale Integration und den Handel in der Region deutlich stärken wird.

EU-Kommissar Piebalgs wird während seines Aufenthalts die Gelegenheit nutzen, sich persönlich von der Wirkung wichtiger EU-Projekte vor Ort zu überzeugen. So wird er eine Mädchenschule in der Ortschaft Toujounine und eine Polizeischule besuchen, konkrete Beispiele für die Verknüpfung von Sicherheit und Entwicklung im Land die ein zentrales Element der EU-Strategie in der Sahelzone ist.

Hintergrund

Die heute angekündigten neuen Finanzmittel werden aus dem Europäischen Entwicklungsfonds für den Zeitraum 2014-2020 bereitgestellt. Die Mittelbindungen der EU für Mauretanien von 2007 bis 2013 belaufen sich auf 209 Mio. EUR. Dies schließt weitere 25 Mio. EUR für die Sahel-Strategie der EU (Strategie der Europäischen Union zur Förderung von Sicherheit und Entwicklung in der Sahelzone), 11 Mio. EUR für die Millennium-Development-Initiative und 8 Mio. EUR im Rahmen des FLEX-Mechanismus für anfällige Länder (V-FLEX) ein, der eingerichtet wurde, um Entwicklungsländern bei der Bewältigung der Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu helfen.

Als konkrete Ergebnisse der Unterstützung der EU in Mauretanien sind eine erhebliche Verbesserung der Sicherheit und Qualität von Straßen im gesamten Land, eine bessere Energieversorgung in ländlichen und stadtnahen Gebieten (z. B. Stromversorgung von 190 000 Bewohnern von sechs Wilayas/Provinzen) und der Anschluss an die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung von fünf Regionen zu nennen.

Die EU-Kommissarin hat kürzlich 6,4 Mrd. EUR für die Region Westafrika (vorbehaltlich der Bestätigung durch die Mitgliedstaaten) im Zeitraum 2014-2020 angekündigt, mit denen Investitionen in Wachstum und Arbeitsplätzen für 300 Millionen Menschen in Westafrika gefördert werden sollen. Die Region Westafrika umfasst Benin, Burkina Faso, Kap Verde, Côte d’Ivoire, Ghana, Guinea, Gambia, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Togo und Mauretanien.

Weitere Informationen

IP/13/1002: EU bekräftigt Unterstützung für Entwicklung und regionale Integration in Westafrika

IP/14/124: EU-Kommissar Piebalgs besucht drei westafrikanische Länder zur Erörterung der künftigen Entwicklungszusammenarbeit

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Ansprechpartner:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)

Für die Öffentlichkeit: Europa direkt per Telefon 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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