Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 21. Oktober 2014

Europäischer Sozialfonds: mehr als 2,6 Mrd. EUR zur Förderung von Beschäftigung und sozialer Integration in Deutschland

Die Europäische Kommission hat heute das deutsche „Operationelle Programm des Bundes für den Europäischen Sozialfonds (ESF) in der Förderperiode  2014-2020“ gebilligt. In diesem Programm werden die Prioritäten und Ziele für Investitionen in Höhe von mehr als 4,8 Mrd. EUR (davon 2,6 Mrd. EUR aus dem ESF) umrissen, die zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in ganz Deutschland beitragen sollen. Dieses nationale Programm wird durch 16 Regionalprogramme ergänzt, die auf die spezifischen Problemstellungen in den Ländern eingehen werden.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, sagte: „Ich stelle mit Befriedigung fest, dass Deutschland besonderes Augenmerk auf die Erleichterung des Übergangs benachteiligter junger Menschen von der Schule zur Arbeit, die Unterstützung von Langzeitarbeitslosen bei der Wiederaufnahme einer Arbeit und die Förderung der sozialen Integration legt. Die Maßnahmen dieses Programms werden einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Jugendgarantie in Deutschland leisten.“

Die wichtigsten Ziele des deutschen operationellen ESF-Programms auf Bundesebene sind die Förderung von Beschäftigung, sozialer Integration und Bildung. Das Programm leistet einen Beitrag zu folgenden Prioritäten:

38 % der Gesamtmittel fließen in die Förderung der sozialen Integration und die Bekämpfung der Armut; besondere Berücksichtigung finden dabei die nachhaltige Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt, die nachhaltige Vermittlung von Migranten in einen Arbeitsplatz bzw. in die allgemeine oder berufliche Bildung und der bessere Zugang von benachteiligten jungen Menschen zu Beschäftigung und allgemeiner und beruflicher Bildung (auch durch die Umsetzung der Jugendgarantie). Rund 73 000 Langzeitarbeitslose, 150 000 Migranten und 100 000 benachteiligte junge Menschen sollen mit diesen Maßnahmen unterstützt werden.

33 % der Mittel werden in Bildung, Kompetenzen und lebenslanges Lernen investiert. Zu den erwarteten Ergebnissen zählen die Verbesserung der Kompetenzen und des Qualifikationsniveaus sowie des Zugangs zu den Bildungssystemen, die Unterstützung des Übergangs von der Schule zur Beschäftigung, auch durch die Umsetzung der Jugendgarantie, sowie die Stärkung der Ausbildungskapazitäten der KMU. Rund 100 000 junge Menschen und 71 000 Arbeitnehmer sollen mit diesen Maßnahmen unterstützt werden.

25 % der verfügbaren Mittel fließen in die Förderung einer nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Beschäftigung sowie die Unterstützung der Arbeitskräftemobilität. Wichtigste Zielgruppen sind die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Arbeitnehmer und Selbständige sowie Frauen und Migranten. Die erwarteten Ergebnisse umfassen die Verbesserung der Fähigkeit von KMU, sich an den demografischen Wandel anzupassen, eine Krise zu bewältigen oder den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, die bessere Vereinbarung von Privat- und Berufsleben sowie die Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen. Rund 260 000 KMU, 20 000 (nicht erwerbstätige) Frauen und 18 000 Migranten werden in diesem Zusammenhang unterstützt.

Hintergrund

Am 22. Mai hat die Europäische Kommission eine „Partnerschaftsvereinbarung“ mit Deutschland angenommen, in der die Strategie für den optimalen Einsatz der europäischen Struktur- und Investitionsfonds in den Regionen und Städten im Zeitraum 2014-2020 und die Synergien zwischen diesem Bundesprogramm und den 16 Regionalprogrammen festgelegt werden (IP/14/594).

Der Europäische Sozialfonds (ESF), der im Zeitraum 2014-2020 mit über 80 Mrd. EUR ausgestattet ist, spielt eine grundlegende Rolle bei der Unterstützung der Investitionen der Mitgliedstaaten in das Humankapital und dadurch auch für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft nach der Krise. Alljährlich unterstützt der ESF mehr als 15 Millionen Menschen durch Hilfe bei der Verbesserung ihrer Qualifikationen, durch die Erleichterung ihrer Integration in den Arbeitsmarkt, die Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung und der Armut sowie die Verbesserung der Effizienz öffentlicher Verwaltungen.

Für den Zeitraum 2014-2020 wurde erstmals in der Geschichte der EU-Kohäsionspolitik ein Mindestanteil in Höhe von 23,1 % (auf EU-Ebene) der kohäsionspolitischen Mittel für den ESF zweckgebunden — siehe MEMO/14/84.

Weitere Informationen

Deutsches operationelles Programm auf Bundesebene für den ESF

Europäischer Sozialfonds (ESF)

László Andors Website

László Andor auf Twitter

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Integration

Kontakt für die Medien:

Jonathan Todd +32 229-94107

Cécile Dubois +32 229-51883

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E­Mail


Side Bar