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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 6. Februar 2014

EU-Mittel ermöglichen den Brückenschlag zwischen „Blue Sky“-Forschung und Markt

Die „Blue Sky“-Grundlagenforschung soll in erster Linie zum Wissensfortschritt beitragen, sie kann jedoch manchmal auch zu unerwarteten Anwendungen führen. Aus diesem Grund stellt der Europäische Forschungsrat (ERC) nun zusätzliche Mittel unter dem Titel „Proof of Concept“ für seine Mittelempfänger bereit, um ihre Pionierarbeit näher an den Markt zu rücken. Die endgültigen Ergebnisse des jüngsten Wettbewerbs um diese Mittel wurden heute bekannt gegeben: 67 führende Wissenschaftler, die bereits durch ERC-Mittel gefördert werden, erhalten jeweils bis zu 150 000 EUR. Die Projekte umfassen das gesamte Spektrum von einer Untersuchung der molekularen Grundlagen psychiatrischer Erkrankungen bis hin zu technologischen Innovationen, die dazu beitragen könnten, Skifahrer aus Lawinen zu retten oder extreme Wellen zu messen (weitere Informationen über Projekte: hier).

Dazu Máire Geoghegan-Quinn, die zuständige EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: „Die heute angekündigte Förderung wird es ermöglichen, dass aus Ideen Innovationen werden. Die „Proof of Concept-Förderung” des ERC fördert eine neue Art des Denkens unter den Wissenschaftlern und unterstützt sie dabei, das Beste aus ihrer „Blue Sky”-Forschung zu machen. Diese Einstellung wird sich auch positiv auf den Aufschwung in Europa und auf unsere Lebensqualität auswirken.”

Die „Proof of Concept”-Mittel können für Aktivitäten gewährt werden, die auf kommerzielle und gesellschaftliche Anwendungen abzielen, z. B. Etablierung von Rechten des geistigen Eigentums, Untersuchung von kommerziellen und unternehmerischen Möglichkeiten oder technische Validierung.

Im Rahmen dieser Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen wurden insgesamt 67 Finanzhilfen vergeben, von denen die letzten 34 jetzt öffentlich bekannt gegeben wurden – die ersten 33 Finanzhilfen wurden im September 2013 veröffentlicht. Bei dieser zweiten Vergaberunde gehen Mittel an Wissenschaftler in 13 Ländern des Europäischen Forschungsraums: Niederlande (5), Deutschland (4), Vereinigtes Königreich (4), Irland (3), Israel (3), Spanien (3), Schweiz (3), Belgien (2), Frankreich (2), Schweden (2), Dänemark (1), Finnland (1) und Italien (1). Unter den Empfängern ist auch Ada Yonath, Professorin und Nobelpreisträgerin für Chemie (2009), die seit 2012 an einem Projekt arbeitet, das über ein Advanced Grant des ERC finanziert wird.

Insgesamt gingen bei dieser zweiten Runde der Aufforderung 147 Vorschläge ein. Das Budget der gesamten Aufforderung beläuft sich auf 10 Mio. EUR; davon sind fast 5 Millionen EUR für diese zweite Runde vorgesehen. Die nächste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen – „Proof of Concept“ 2014 – läuft derzeit (für Empfänger von ERC-Finanzhilfen), die erste Frist endet am 1. April 2014.

Liste (zweite Runde) der ausgewählten 34 Wissenschaftler in alphabetischer Reihenfolge innerhalb der jeweiligen Ländergruppe

Liste (gesamte Aufforderung) aller ausgewählten 67 Wissenschaftler in alphabetischer Reihenfolge innerhalb der jeweiligen Ländergruppe.

Hintergrund

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat im März 2011 den Startschuss für die neue Förderinitiative „Proof of Concept“ gegeben, um damit die Innovation voranzutreiben. Eine einzige Finanzhilfe kann bis zu 150 000 EUR betragen. Zu dieser Aufforderung können alle verantwortlichen Forscher, die bereits Empfänger einer ERC-Förderung sind, die entweder noch läuft oder weniger als zwölf Monate vor dem Bekanntmachungsdatum der Aufforderung endete, Vorschläge einreichen. Die Laufzeit der Finanzhilfen beträgt bis zu 18 Monate je Projekt.

Der 2007 von der EU eingerichtete Europäische Forschungsrat ist die erste gesamteuropäische Organisation zur Finanzierung von Pionierforschung. Sein Ziel ist die Förderung wissenschaftlicher Spitzenleistungen in Europa. Dazu unterstützt er den Wettbewerb um Finanzmittel zwischen den besten kreativen Forschern, unabhängig von deren Nationalität und Alter. Darüber hinaus bemüht sich der ERC, für Spitzenforscher aus aller Welt Anreize zu schaffen, nach Europa zu kommen. Der ERC funktioniert nach einem auf der Initiative der Forscher basierenden „Bottom-up”-Konzept, das es den Wissenschaftlern ermöglicht, neue Chancen in einem Forschungsbereich ihrer Wahl zu ermitteln. Seit seiner Einrichtung hat der ERC über 4 500 Pionierforschungsprojekte in ganz Europa finanziert und hat sich zum Referenzpunkt für Spitzenforschung entwickelt.

Im Zeitraum 2007-2013 hatte der Haushalt des ERC innerhalb des Siebten Forschungsrahmenprogramms der EU (RP 7) ein Volumen von 7,5 Mrd. EUR. Beim neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (2014-2020), Horizont 2020, verfügt der ERC über einen erheblich aufgestockten Haushalt von über 13 Mrd. EUR.

Links

ERC-Website:

http://erc.europa.eu

Horizont 2020:

http://ec.europa.eu/research/horizon2020/

Kontakt:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88) Twitter: @ECSpokesScience

Inmaculada Martinez Garcia (+32 2 298 73 03)


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