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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. Oktober 2014

Matera wird italienische „Kulturhauptstadt Europas 2019“

Die Auswahljury aus unabhängigen Expertinnen und Experten, die die Bewertung der italienischen Bewerbungen um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2019“ vornimmt, hat empfohlen, Matera diesen Titel zu verleihen. Nach der ersten Vorrunde im November 2013 befanden sich noch fünf weitere Städte (Cagliari, Lecce, Perugia, Ravenna und Siena in der engeren Wahl. Die offizielle Ernennung von Matera durch den EU-Ministerrat wird voraussichtlich nächstes Jahr erfolgen.

Androulla Vassiliou, die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige EU-Kommissarin, sagte dazu: „Ich gratuliere der Stadt Matera zu diesem Erfolg. Mit ursprünglich 21 Bewerbungen, aus denen schließlich sechs Städte für die Endrunde ausgewählt wurden, war der Kampf um den Titel in Italien einer der bisher härtesten. Die große Zahl der Bewerbungen beweist die immense Popularität dieser EU-Initiative. Ich bin zuversichtlich, dass Matera zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Europa und der ganzen Welt anziehen wird, die die Stadt und ihre Geschichte entdecken und die kulturelle Vielfalt – eine der Stärken unseres Kontinents – erleben möchten. Der Titel wird mit Sicherheit auch Matera und der umliegenden Region langfristig spürbare kulturelle, wirtschaftliche und soziale Vorteile bringen, wie dies bereits bei früheren Kulturhauptstädten Europas der Fall war.“

Hintergrund

Gemäß dem Beschluss des Europäischen Parlaments und des EU-Ministerrates, in dem die Auswahlkriterien für die EU-Kulturhauptstädte definiert sind, teilen sich im Jahr 2019 die beiden Mitgliedstaaten Bulgarien und Italien den Titel. In Bulgarien erfolgte die Endauswahl bereits im September: Die Jury empfahl, Plowdiw den Titel zu verleihen.

In den Auswahlkriterien ist festgelegt, dass die Bewerberstädte ein Kulturprogramm mit einer starken europäischen Dimension erstellen, das die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt, der umliegenden Region und des ganzen Landes fördert. Das Programm muss nachhaltige Auswirkungen haben und langfristig zur kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung der Stadt beitragen.

Die europäische Dimension muss sich in der Auswahl der Themen sowie in der Art und Weise widerspiegeln, wie die Veranstaltungen organisiert werden. Dabei sollen Kulturschaffende aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten.

Das Verfahren zur Auswahl der Kulturhauptstädte Europas beginnt mit einer Vorauswahlrunde, nach deren Abschluss eine Liste der in die engere Wahl kommenden Städte erstellt wird. Die Endauswahl erfolgt neun Monate später. Die von der Auswahljury ausgewählte Stadt wird dann vom EU-Ministerrat offiziell ernannt.

Mit der Prüfung der Bewerbungen ist eine Jury betraut, die sich aus 13 unabhängigen Kulturexpertinnen und -experten zusammensetzt: Sechs Mitglieder werden von dem betreffenden Mitgliedstaat benannt, die übrigen sieben von den EU-Institutionen.

Folgende Jurymitglieder wurden von den EU-Institutionen in die Auswahljury entsandt:

von der Europäischen Kommission: Suzana Žilič Fišer (Slowenien), Professorin und Leiterin des Instituts für Medienkommunikation der Universität Maribor, Generaldirektorin von „Maribor – Kulturhauptstadt Europas 2012“, und Ulrich Fuchs (Deutschland), stellvertretender künstlerischer Leiter von „Linz 2009“ und „Marseille-Provence 2013“

vom Rat: Anu Kivilo (Estland), Geschäftsführerin des International Arvo Pärt Centre, und Norbert Riedl (Österreich), ehemaliger Leiter der Abteilung für Angelegenheiten im österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur

vom Europäischen Parlament: Jordi Pardo (Spanien), zuständig für internationale Kulturprojekte, und Steve Green (Vereinigtes Königreich), der bei EUNIC (European Network of National Cultural Institutes) und dem British Council umfassende Erfahrung im Bereich internationale Kulturbeziehungen und mit der Rolle von Kultur und Sprachen in der Gesellschaft gesammelt hat

vom Ausschuss der Regionen: Elisabeth Vitouch (Österreich), Vertreterin des Fachausschusses für Kultur und Bildung des Ausschusses der Regionen und Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat

Nach Umeå (Schweden) und Riga (Lettland) in diesem Jahr werden im Jahr 2015 Mons (Belgien) und Pilsen/Plzeň (Tschechische Republik) Kulturhauptstädte Europas sein, gefolgt von Breslau/Wrocław (Polen) und Donostia-San Sebastián (Spanien) im Jahr 2016, Aarhus (Dänemark) und Paphos (Zypern) im Jahr 2017 sowie Valletta (Malta) und Leeuwarden (Niederlande) im Jahr 2018.

Nähere Informationen

http://ec.europa.eu/culture/tools/actions/capitals-culture_en.htm

Europäische Kommission: Kultur

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter: @VassiliouEU

Kontakt für die Presse:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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