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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 6. Oktober 2014

Operation REPLICA: 1,2 Millionen gefälschte Waren und 130 Millionen Zigaretten in EU-geführter Aktion beschlagnahmt

Bei einer vom Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) koordinierten internationalen Gemeinsamen Zollaktion (GZA) wurden über 1,2 Millionen gefälschte Waren und 130 Millionen Zigaretten beschlagnahmt. Die Operation mit dem Codenamen „Replica“ richtete sich gegen die Einfuhr von gefälschten Waren auf dem Seeweg. Von OLAF koordiniert kontrollierten die Zollbehörden gezielt Hunderte ausgewählter Container durch Beschau und Röntgentechnik. Bei diesen Kontrollen stießen die Beamten auf eine breite Palette an gefälschten Waren, u. a. Zigaretten, Parfüm, Auto- und Fahrradersatzteile, Spielzeug, Mode-Accessoires und elektrische Geräte. Allein durch die Beschlagnahme der Zigaretten wurden Zoll- und Steuerverluste in Höhe von 25 Mio. EUR verhindert. Die beschlagnahmten Zigaretten entsprechen der Menge, die 17 000 Menschen bei einem Konsum von einem Päckchen pro Tag in einem Jahr verbrauchen würden. Der Marktwert der den beschlagnahmten Waren entsprechenden Originalen würde insgesamt schätzungsweise über 65 Mio. EUR betragen.

Dazu Algirdas Šemeta, EU-Kommissar für Steuern, Zollunion, Audit und Betrugsbekämpfung: „Die Operation Replica zeigt, was erreicht werden kann, wenn Zollbehörden, internationale Partner und die Wirtschaft beim Kampf gegen Fälschungen zusammenarbeiten. Durch gefälschte Waren werden die Verbraucher getäuscht, legale Unternehmen geschädigt und erhebliche Verluste bei den öffentlichen Einnahmen verursacht. Gefälschte Zigaretten untergraben zudem die Politik im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Die Einzigen, die von einer Überschwemmung unserer Märkte mit Fälschungen profitieren, sind Betrüger und Kriminelle. Ich gratuliere allen an der Operation Replica Beteiligten zu den ausgezeichneten Ergebnissen.“

Die Operation Replica wurde im Rahmen des Asien-Europa-Treffens (ASEM) als Teil der gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung gefälschter Waren organisiert. Die Ergebnisse der Operation wurden in einer Abschlussbesprechung am 2. und 3. Oktober in Brüssel vorgestellt.

Während der operativen Phase der Operation Replica koordinierte OLAF die Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten, Norwegen, der Schweiz, 11 internationalen Partnern1, Interpol, Europol und der Weltzollorganisation. Die von OLAF koordinierte Operation wurde von einem elfköpfigen Team aus Verbindungsbeamten der EU-Mitgliedstaaten und Chinas unterstützt, die in Brüssel zusammenarbeiteten. Zum ersten Mal arbeitete ein Verbindungsbeamter des chinesischen Zolls im operativen Hauptquartier von OLAF. Eine virtuelle operative Koordinierungseinheit (VOCU) – ein völlig neuer sicherer Kommunikationskanal für solche gemeinsamen Zollaktionen – wurde genutzt, um die eingehenden Informationsflüsse zu koordinieren.

Zudem leistet eine Reihe von Rechteinhabern einen wertvollen Beitrag zum Aufspüren der Waren, die Gegenstand der Operation waren, was zu mehreren erfolgreichen Beschlagnahmen geführt hat. OLAF beabsichtigt, die enge Zusammenarbeit mit den Rechteinhabern weiter auszubauen, insbesondere im Hinblick auf Erzeugnisse, die eine Gefahr für die Gesundheit und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger darstellen oder potenziell umweltschädlich sind. Zudem waren die meisten internationalen EU-Häfen an der zwei Wochen währenden Operation beteiligt, indem sie Unterstützung bei der Kontrolle der Container bereitstellten. Der Austausch von Informationen in Echtzeit ermöglichte es allen beteiligten Experten, verdächtige Warenflüsse im normalen Handelsverkehrs auszumachen.

Nützliche Links

Zu OLAF siehe: http://ec.europa.eu/anti_fraud/index_de.htm

Weitere Einzelheiten zu früheren GZA siehe:

http://ec.europa.eu/anti_fraud/policy/joint-customs-operations/index_de.htm

Homepage von Algirdas Šemeta, EU-Kommissar für Steuern und Zollunion, Audit und Betrugsbekämpfung: http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/semeta/index_de.htm

Twitter: @ASemetaEU

Kontakt für die Medien:

Emer Traynor (+32 229-21548)

Franck Arrii (+32 229-72221)

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-­Mail

1 :

Australien, Kambodscha, China, Indonesien, Japan, Malaysia, Neuseeland, Pakistan, Singapur, Russische Föderation, Thailand


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