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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 29. September 2014

Kommission konsultiert die Öffentlichkeit zu Kriterien für die Identifizierung endokriner Disruptoren

Die Europäische Kommission hat eine Online-Konsultation im Hinblick auf die Festlegung von Kriterien für endokrine Disruptoren gemäß den Rechtsvorschriften über Biozide und Pflanzenschutzmittel gestartet. Als endokrine Disruptoren werden Chemikalien bezeichnet, die durch Veränderung des Hormonsystems die Gesundheit schädigen und sich darüber hinaus auch schädlich auf die Umwelt auswirken können. Interessenvertreter und die allgemeine Öffentlichkeit werden eingeladen, sich zu den Optionen für Kriterien und deren Umsetzung zu äußern.

Anlässlich des Starts der Konsultation sagte EU-Umweltkommissar Janez Potočnik: „Endokrin wirksame Schadstoffe haben eine umfassende Debatte ausgelöst: es gibt deutliche Signale aus der Forschung, Öffentlichkeit und Politik zeigen sich zunehmend besorgt und sensibilisiert, einige Interessenvertreter äußern jedoch nach wie vor Zweifel. Europa schaut aufmerksam zu – wir brauchen diese Kriterien, um den Schutz zu verbessern und der Industrie die nötige Sicherheit zu geben. Bürger und Interessenvertreter können uns helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Der für Gesundheit zuständige EU-Kommissar Tonio Borg erklärte: „Ich freue mich, die öffentliche Online-Konsultation zu endokrinen Disruptoren eröffnen zu können. Sie bietet allen Beteiligten Gelegenheit, öffentlich ihre Ansichten zu dieser komplexen Frage auszutauschen, und stellt einen weiteren wichtigen Schritt im politischen Prozess dar.“

Chemikalien mit endokrinschädlichen Eigenschaften werden in verschiedenen Industrie- und Dienstleistungssektoren eingesetzt und können nach der Verwendung in die Umwelt gelangen. Die derzeitigen Rechtsvorschriften über Biozide und Pflanzenschutzmittel sehen vor, dass die Kommission spezifische wissenschaftliche Kriterien zur Bestimmung der endokrinschädlichen Eigenschaften chemischer Stoffe festlegt. Wegen der möglichen sozioökonomischen Auswirkungen solcher Kriterien und angesichts der Komplexität der Frage muss die Kommission eine Folgenabschätzung vornehmen und die Öffentlichkeit konsultieren. Der Umfang der Folgenabschätzung ist in einer „Roadmap“ dargelegt. Bis die neuen Kriterien feststehen, gelten vorübergehende Schutzkriterien.

Die weiteren Schritte

Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen sind eingeladen, einen Beitrag zu der Konsultation zu leisten, die bis zum 16. Januar 2015 läuft. Beiträge werden unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen nach Abschluss der Konsultation veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Die öffentliche Konsultation ist zugänglich unter:

http://ec.europa.eu/yourvoice/

Hintergrundinformationen und Begleitunterlagen sind zu finden unter:

http://ec.europa.eu/environment/chemicals/endocrine/index_en.htm

Bericht der „Endocrine Disrupters Expert Advisory Group“:

http://ihcp.jrc.ec.europa.eu/our_activities/food-cons-prod/endocrine_disrupters/jrc-report-scientific-issues-identification-endocrine-disrupting-substances

Wissenschaftliches Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit zu endokrinen Disruptoren:

http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/130320.htm

Auf Twitter: @EU_Consumer oder @EU_Health

Kontakt:

Für die Presse:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Andreja Skerl (+32 229-51445)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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