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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 3. Februar 2014

Krise in der Sahelzone: EU gewährt humanitäre Hilfe in Höhe von 142 Mio. EUR im Jahr 2014

Die Europäische Kommission hat heute die Bereitstellung von 142 Mio. EUR für die humanitäre Hilfe in der Sahelzone Afrikas im Jahr 2014 angekündigt. Diese Region leidet erneut unter den Folgen einer gravierenden Nahrungsmittel- und Ernährungskrise. Hinzu kommt, dass viele Menschen in Mali infolge der Situation im Norden des Landes humanitäre Hilfe benötigen.

Im Jahr 2014 liegt der Anteil der an schwerer akuter Unterernährung leidenden Bevölkerung in vielen Regionen in Mauretanien, Niger, Tschad, Burkina Faso, Mali, Senegal und Nigeria nach wie vor über dem Notfall-Schwellenwert. Die „magere“ Zeit - die schwierigen Monate zwischen zwei Ernten, in denen Nahrungsmittel und sonstige Ressourcen knapp werden - hat für viele Menschen in der Sahelzone früh eingesetzt. In diesem Jahr droht eineinhalb Millionen Kindern schwere Unterernährung.

In der Sahelzone benötigen drei Millionen Menschen, davon mehr als 800 000 im Norden Malis, dringend Nahrungsmittelhilfe. Mehr als zwanzig Millionen Menschen leiden dort unter Ernährungsunsicherheit. Wir müssen rasch handeln, um sicherzustellen, dass die Menschen, die nach wie vor infolge von Ernährungsunsicherheit, Naturkatastrophen und Konflikten ums Überleben kämpfen, die dringend benötigte Hilfe erhalten“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

„Dabei sollten wir nicht vergessen, dass viele dieser Menschen Vertriebene sind, die aus ihrer Heimat fliehen mussten“, sagte die Kommissarin weiter. „Während wir diesen Menschen helfen zu überleben, konzentrieren wir uns auch weiterhin darauf, die Widerstandsfähigkeit der lokalen Bevölkerung zu stärken. Dies ist der einzige wirksame und nachhaltige Weg, um den Teufelskreis von Notfällen in der Sahelzone zu durchbrechen und die Geißel der Ernährungsunsicherheit und Unterernährung, von der Millionen von Menschen betroffen sind, zu überwinden. Um dies zu ermöglichen, sind neue Mittel unerlässlich.“

Die EU-Mittel teilen sich wie folgt auf: 57 Mio. EUR für Soforthilfe zugunsten der von der Nahrungsmittel- und Ernährungskrise in der Sahel-Zone betroffenen Menschen, 28 Mio. EUR für die Opfer der Krise in Mail, 7,5 Mio. EUR als Beitrag zur Überwindung der Nahrungsmittelkrise in Nigeria, von der der Norden des Landes am schwersten betroffen ist, 29,5 Mio. EUR für Tschad, wo die Flüchtlingsströme infolge einer komplexen Krise anschwellen, und 2 Mio. EUR für den Norden Kameruns. Weitere 18 Mio. EUR werden in Form von Entwicklungshilfe bereitgestellt, um durch Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen im Norden Malis die Widerstandsfähigkeit der dortigen Bevölkerung zu stärken.

Bei dieser Finanzierung liegt der Schwerpunkt auf lebensrettender Ernährungshilfe für Mütter und Kinder sowie auf Nahrungsmittelhilfe, Zugang zu Basisgesundheitsdiensten und Trinkwasserversorgung für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Mit diesen Mitteln soll auch sichergestellt werden, dass hunderttausende Flüchtlinge und Binnenvertriebene in den westafrikanischen Ländern weiterhin die dringend benötigte Hilfe erhalten.

Hintergrund

Seit Beginn der Krise in der Sahelzone im Jahr 2012 hat die Europäische Kommission insgesamt 383,4 Mio. EUR für Soforthilfemaßnahmen zur Überwindung der Krisen in der Sahelzone und in Mali bereitgestellt. Durch ihre frühzeitige Reaktion auf die Nahrungsmittelkrise und den Konflikt in der Region und die Bereitstellung umfassender humanitärer Hilfe hat die EU dazu beigetragen, einigen der am schwersten betroffenen und am stärksten gefährdeten Menschen den Zugang zu grundlegenden Gesundheits- und Ernährungsdiensten, sauberem Wasser, Behausung und Nahrungsmitteln zu sichern.

Seit Anfang 2012 hat die Europäische Kommission insgesamt 132 Mio. EUR für die humanitäre Hilfe in Mali bereitgestellt. Neben der Soforthilfe bemüht sich die EU gemeinsam mit Regierungen in der Region und internationalen Partnern auch intensiv darum, im Rahmen der Initiative AGIR die Widerstandsfähigkeit der am meisten gefährdeten Menschen in der Sahelzone zu stärken. Die Europäische Kommission hat unlängst ihre Absicht angekündigt, zu diesem Zweck in den Jahren 2014 bis 2020 Entwicklungsgelder in Höhe von 1,5 Mrd. EUR zu mobilisieren.

Weitere Informationen

Aktivitäten der Europäischen Kommission in den Bereichen humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct – Tel.: 00 800 6 7 8 9 10 11 oder E-Mail


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