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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 23. September 2014

Beschäftigung: Kommission begrüßt das neue Netzwerk der öffentlichen Arbeitsverwaltungen als wichtigen Schritt bei der Umsetzung der Jugendgarantie

Die Europäische Kommission begrüßt die heutige offizielle Eröffnung des Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen, einer neuen Kooperationsstruktur, die die Mitgliedstaaten bei der Abstimmung ihrer Strategien und Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit unterstützt und den europäischen Rahmen für die wirtschaftspolitische Steuerung stärkt. Insbesondere im Hinblick auf die praktische Umsetzung der Jugendgarantie – der ambitionierten EU-weiten Reform, die allen arbeitslosen Menschen unter 25 dabei helfen soll, Arbeit zu finden –, ist es wichtig, die Unterstützung für junge Menschen durch die öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Mitgliedstaaten auszubauen. Das Gremium des neuen Netzwerks trifft heute in Brüssel zum ersten Mal zusammen.

Dieses neue Netzwerk beruht auf einem im Mai 2014 verabschiedeten Beschluss des Rates und des Europäischen Parlaments, der – in Übereinstimmung mit dem Beschäftigungspaket 2012 – auf die Steigerung der Effizienz der öffentlichen Arbeitsverwaltungen durch engere Zusammenarbeit abzielt (siehe IP/13/544 und IP/14/545).

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, erklärte: „Gut funktionierende und effiziente öffentliche Arbeitsverwaltungen sind unbedingt erforderlich, um Arbeitslosen in ganz Europa den schnellen Zugang zu Arbeitsplätzen und Weiterbildung zu erleichtern. Das neue Netzwerk wird zur Modernisierung und Reformierung dieser Verwaltungen in der gesamten EU beitragen. Eine Reihe von Mitgliedstaaten muss ihre öffentlichen Arbeitsverwaltungen darüber hinaus einer Reform unterziehen, um die Jugendgarantie erfolgreich umzusetzen und jungen Arbeitslosen und Nichterwerbstätigen dabei zu helfen, einen Arbeitsplatz bzw. eine Ausbildung zu erhalten. Das neue Netzwerk setzt ein weiteres klares Zeichen, dass Europa alle zur Verfügung stehenden Instrumente zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit einsetzt“.

Die neue Struktur wird den Leistungsvergleich zwischen den öffentlichen Arbeitsverwaltungen anhand relevanter Benchmarks erleichtern, so dass bewährte Verfahren entwickelt und die Zusammenarbeit verbessert werden können, auch durch gegenseitiges Lernen und Peer-to-Peer-Unterstützungsprogramme. Eine der dringendsten Aufgaben des Netzwerks ist der Austausch von Wissen und bewährten Verfahren im Hinblick auf die Umsetzung der Jugendgarantie, da die meisten öffentlichen Arbeitsverwaltungen als nationale Kontaktstellen für diese entscheidende Reform ernannt wurden. In vielen Mitgliedstaaten muss die Funktionsweise der öffentlichen Arbeitsverwaltungen verbessert werden, um zu gewährleisten, dass junge Menschen über die für sie am besten geeigneten Beschäftigungs-, Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten angemessen beraten werden sowie innerhalb von vier Monaten ein maßgeschneidertes, konkretes Angebot erhalten.

Darüber hinaus wird das Netzwerk die Mitgliedstaaten dabei unterstützen, die vom Rat im Rahmen des Europäischen Semesters ausgesprochenen länderspezifischen Empfehlungen zum Thema öffentliche Arbeitsverwaltungen umzusetzen. Im Jahr 2014 erhielten 11 Länder eine solche Empfehlung (Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik und Ungarn). Die nationalen politischen Entscheidungsträger werden die Fachkompetenz des Netzwerks für die Gestaltung, Entwicklung und Bewertung beschäftigungspolitischer Maßnahmen nutzen.

Das Gremium des Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen, das sich aus von dem jeweiligen Mitgliedstaat und der Kommission benannten hochrangigen Vertretern der öffentlichen Arbeitsverwaltungen zusammensetzt, regelt und lenkt die Aktivitäten des Netzwerks.

Die Kommission hat ihrerseits ein Sekretariat eingerichtet, das die Arbeit des neuen Netzwerks unterstützen und erleichtern sowie seinen reibungslosen Betrieb und die politische Relevanz gewährleisten soll.

Hintergrund

Die Rolle der öffentlichen Arbeitsverwaltungen wird derzeit in den meisten Mitgliedstaaten neu definiert, mit dem Ziel, sie zu flexibleren, moderneren und stärker kundenorientierten Erbringern von Dienstleistungen für die Besetzung freier Stellen und Ausbildungsangebote durch Arbeitsuchende zu machen. Dies ist genau der richtige Zeitpunkt, die Zusammenarbeit zwischen den öffentlichen Arbeitsverwaltungen zu stärken, um so die verschiedenen Bereiche der Zusammenarbeit zu bündeln und den größtmöglichen Nutzen aus ihnen zu ziehen.

Moderne und effiziente öffentliche Arbeitsverwaltungen müssen enger mit Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen zusammenarbeiten, Synergien mit privaten und anderen Akteuren des Arbeitsmarkts fördern, sich intensiver auf die Bedürfnisse von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sowie die Entwicklung von Fähigkeiten konzentrieren und sie müssen verstärkt Informations- und Kommunikationstechnologien intelligent nutzen.

Bislang (seit 1997) hat eine informelle Expertengruppe der öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Europäischen Kommission in Beschäftigungsfragen Input geliefert.

Das neue Netzwerk wird zu einer Annäherung der nationalen öffentlichen Arbeitsverwaltungen führen, mit einem eindeutigen Status und klar definierten Aufgaben. Dadurch wird die Umsetzung der derzeitigen und künftigen politischen Maßnahmen erleichtert und es wird sichergestellt, dass das Netzwerk von allen Organen und Mitgliedstaaten anerkannt wird.

Weitere Informationen

Öffentliche Arbeitsverwaltungen

Jugendbeschäftigung

Jugendgarantie

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Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Cécile Dubois (+32 229-51883)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E–Mail


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