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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 18. Oktober 2013

Fusionskontrolle: Kommission wird auf Antrag Spaniens die Übernahme des spanischen Zementgeschäfts von Holcim durch Konkurrenten Cemex prüfen

Die Europäische Kommission hat dem Antrag Spaniens stattgegeben, die geplante Übernahme des spanischen Zementgeschäfts von Holcim durch seinen Konkurrenten Cemex nach der EU-Fusionskontrollverordnung zu prüfen. Die Kommission ist zu dem Schluss gelangt, dass das Rechtsgeschäft den Wettbewerb in Spanien beeinträchtigen könnte und die Kommission die am besten geeignete Behörde zur Bewertung der potenziellen grenzübergreifenden Auswirkungen dieses Rechtsgeschäfts ist. Sie wird Cemex nun auffordern, das Vorhaben anzumelden.

Die geplante Übernahme des Geschäfts von Holcim in Spanien und in der Tschechischen Republik durch Cemex erreicht nicht die in der EU‑Fusionskontrollverordnung festgelegten Umsatzschwellen für Fusionen, die bei der Europäischen Kommission angemeldet wurden, weil diese eine EU Dimension haben. Daher wurde es in Spanien und der Tschechischen Republik getrennt zur Genehmigung angemeldet.

Spanien reichte einen Verweisungsantrag nach Artikel 22 Absatz 1 der EU‑Fusionskontrollverordnung ein. Nach diesem Artikel kann ein Mitgliedstaat die Kommission ersuchen, einen Zusammenschluss zu prüfen, der zwar keine EU-weite Bedeutung hat, aber den Handel im EU-Binnenmarkt beeinträchtigt und den Wettbewerb im Hoheitsgebiet des bzw. der antragstellenden Mitgliedstaaten erheblich zu beeinträchtigen droht.

Auf der Grundlage der von Spanien übermittelten Informationen ist die Kommission der Auffassung, dass das Rechtsgeschäfts den Wettbewerb auf den spanischen Märkten für Zement, Beton und Zuschlagstoffe zu beeinträchtigen droht, da Cemex seine Wettbewerbsposition auf diesen Märkten in Spanien durch die Übernahme ausbauen würde. Die Kommission kommt ferner zu dem Schluss, dass sie die am besten geeignete Behörde zur Eingrenzung der potenziellen grenzübergreifenden Auswirkungen des Rechtsgeschäfts ist. Da sich die Tschechische Republik dem Antrag Spaniens nicht angeschlossen hat, wird für die Prüfung der Übernahme der tschechischen Vermögenswerte von Holcim durch Cemex weiterhin das Land selbst zuständig sein.

Hintergrund

Cemex mit Hauptsitz in Mexiko ist ein weltweit tätiger Baustoffhersteller. Das Unternehmen produziert, vermarktet und verkauft Zement, Transportbeton, Zuschlagstoffe und damit verbundene Baustoffe.

Das schweizerische Unternehmen Holcim ist ein weltweiter Anbieter von Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton, Asphalt und zementartigen Baustoffen inklusive Serviceleistungen.

In einem verbunden Rechtsgeschäft beabsichtigt Holcim, eine Reihe von Vermögenswerten von Cemex in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden zu übernehmen. Holcim meldete dieses Übernahmevorhaben am 3. September 2013 bei der Kommission an, da das Rechtsgeschäft die Umsatzschwellen der Fusionskontrollverordnung übersteigt. Nachdem die Frist für den Beschluss der Kommission in dieser Sache infolge eines Antrags auf Verweisung an den Mitgliedstaat nach Artikel 9 Absatz 2 der EU‑Fusionskontrollverordnung um 10 Arbeitstage verlängert wurde, muss die Kommission nun bis zum 22. Oktober 2013 über das Vorhaben entscheiden.

Laut Cemex und Holcim sollen die miteinander verbundenen Rechtsgeschäfte, die am 28. August 2013 angekündigt wurden, die strategische Aufstellung der beiden Konzerne in Europa verbessern.

Weitere Informationen zu dem Rechtsgeschäft bezüglich der spanischen Vermögenswerte werden unter der Nummer M.7054 im öffentlich zugänglichen Register auf der Website der GD Wettbewerb veröffentlicht.

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513, Twitter: @ECspokesAntoine )

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)


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