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EU end Kanada beenden Verhandlungen über Freihandelsabkommen

Commission Européenne - IP/13/972   18/10/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 18. Oktober 2013

EU end Kanada beenden Verhandlungen über Freihandelsabkommen

Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und der kanadische Premierminister, Stephen Harper, haben heute nach monatelangen intensiven Verhandlungen zwischen dem EU-Handelskommissar Karel De Gucht und dem kanadischen Handelsminister Ed Fast eine politische Einigung über die wichtigsten Punkte eines umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens (Comprehensive Economic and Trade Agreement – CETA) erzielt. Es ist das erste Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und einem G8-Staat. Die Vertiefung der Handelsbeziehungen mit Kanada kurbelt das Wirtschaftswachstum an und schafft neue Arbeitsplätze in der EU. Auf der Grundlage dieses politischen Durchbruchs können die Verhandlungsführer nun das Verfahren fortsetzen und alle ausstehenden technischen Fragen klären. Anschließend müssen der Rat und das Parlament das Abkommen verabschieden.

Durch das Abkommen zwischen der EU und Kanada fallen mehr als 99% der Zölle zwischen den beiden Volkswirtschaften weg, sodass beträchtliche neue Absatzmöglichkeiten für Waren und Dienstleistungen erschlossen werden. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge ist Kanada nicht nur auf Bundesebene Verpflichtungen eingegangen, sondern gewährt europäischen Bietern künftig auch besseren Zugang als je zuvor zu Ausschreibungen einzelner kanadischer Provinzen und Territorien, wodurch sich einzigartige neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Einer der zahlreichen Vorteile des Handelsabkommens besteht darin, dass es den Schutz von Rechten des geistigen Eigentums in Kanada und den Schutz der Bezeichnungen der bekanntesten landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus der EU verbessert. Nach der Verabschiedung des Abkommens wird der bilaterale Handel mit Waren und Dienstleistungen in beide Richtungen voraussichtlich um 23%, das sind 26 Mrd. EUR, steigen und somit das Wachstum und die Beschäftigung auf beiden Seiten des Atlantiks fördern. Insgesamt dürfte das jährliche BIP der EU durch das Handelsabkommen um rund 12 Mrd. EUR pro Jahr steigen.

Es handelt sich um ein sehr ehrgeiziges und wichtiges Handelsabkommen mit weit reichenden Auswirkungen auf die Wirtschaft der EU“, betonte Kommissionspräsident Barroso. „Kanada ist eine der am besten entwickelten Volkswirtschaften der Welt. Dieses Handelsabkommen verschafft Unternehmen in der EU und in Kanada bedeutende neue Geschäftsmöglichkeiten, indem es den Marktzugang für Waren und Dienstleistungen verbessert und europäischen Investoren neue Anlagemöglichkeiten eröffnet. Das Abkommen ist die Grundlage, um auf dem nordamerikanischen Markt Fuß zu fassen, und ist somit ein Katalysator für Wachstum und Beschäftigung in Europa.“

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada erfolgreich abzuschließen. Beide Seiten haben sich in den vergangenen Monaten sehr dafür eingesetzt, den politischen Durchbruch zu erzielen, der für das positive Ergebnis zum Wohle beider Volkswirtschaften erforderlich war“, so der EU-Handelskommissar Karel De Gucht. De Gucht weiter: „Die Verhandlungen über dieses Handelsabkommen waren eine große Herausforderung. Es ist das erste umfassende Freihandelsabkommen zwischen zwei reifen Volkswirtschaften.“

Dank des CETA werden fast alle Zölle wegfallen. Außerdem wird das Abkommen den Handel mit Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Finanzen, Telekommunikation, Energie und Verkehr, liberalisieren. Erstmals werden europäischen Anbietern die kanadischen Märkte für die Vergabe öffentlicher Aufträge aller kanadischen Regierungsebenen offen stehen. Ferner nähert sich durch das CETA der Schutz geistigen Eigentums in Kanada stärker den europäischen Standards an, was der Pharmabranche und Ausführern landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit geografischer Angabe zugute kommt. Die EU und Kanada haben sich erneut deutlich für die Prinzipien und Ziele einer nachhaltigen Entwicklung des Handels ausgesprochen. Das bedeutet, dass die Entwicklung von Investitionen und Handel nicht zulasten der Umwelt gehen darf, sondern das Zusammenspiel von wirtschaftlichem Wachstum, sozialer Entwicklung und Umweltschutz stärken muss.

Nächste Schritte

Auf Grundlage dieses politischen Abkommens müssen die technischen Einzelheiten erörtert werden, um den rechtsgültigen Text des Abkommens fertigzustellen. Weitere Informationen zu den nächsten Schritten im Anschluss an den technischen Abschluss der Verhandlungen über die Handelsbeziehungen finden Sie unter:

http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2012/june/tradoc_149616.pdf

Handel zwischen der EU und Kanada – Fakten und Zahlen:

2012 war Kanada mit einem Anteil von 1,8% am gesamten EU-Außenhandel der zwölftwichtigste Handelspartner der EU. Auf der Grundlage der Zahlen von 2011 entfielen auf die EU 10,4% des gesamten kanadischen Außenhandels, was sie zum zweitwichtigsten Handelspartner Kanadas nach den USA machte.

Der bilaterale Warenverkehr zwischen der EU und Kanada belief sich 2012 auf 61,8 Mrd. EUR. Bei den Warenausfuhren aus der EU nach Kanada handelte es sich vorwiegend um Maschinen, Fahrzeuge und Chemikalien. Umgekehrt stellen diese Waren auch einen bedeutenden Teil der Wareneinfuhren in die EU aus Kanada dar.

Wie bei allen entwickelten Volkswirtschaften ist der Handel mit Dienstleistungen wie freiberuflichen Dienstleistungen, Verkehrsdienstleistungen, Bank- und Versicherungsdienstleistungen ein wichtiger Aspekt der Handelsbeziehungen zwischen der EU und Kanada. Ebenso sind Investitionen der wichtigste Mechanismus zur Erbringung von Dienstleistungen und zur Herstellung von Waren. 2011 beliefen sich die Investitionen der EU in Kanada auf rund 220 Mrd. EUR und kanadische Investitionen in der EU auf knapp 140 Mrd. EUR.

Weitere Informationen

Handelsbeziehungen der EU mit Kanada:

http://ec.europa.eu/trade/creating-opportunities/bilateral-relations/countries/canada/

Siehe auch: MEMO/13/911 - Fakten und Zahlen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada

Kontakt:

Koen Doens (+32 229-81566)

Leonor Ribeiro Da Silva (+32 229-88155)

John Clancy (+32 229-53773)


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