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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. Oktober 2013

Jugendgarantie: Mitgliedstaaten bereiten sofortige Umsetzung vor

Am 17. und 18. Oktober 2013 treffen sich Vertreter der Europäischen Kommission und der EU-Mitgliedstaaten im belgischen La Hulpe zu einem von der Kommission organisierten Seminar, um die praktische Einführung der Jugendgarantie zu erörtern. Die Veranstaltung ist Teil eines Programms, das von der Kommission eingerichtet wurde, um den Mitgliedstaaten technische und finanzielle Unterstützung für die Gestaltung und die Einführung ihres jeweiligen nationalen Jugendgarantie-Systems zu bieten.

Der für Beschäftigung, Soziales und Inklusion zuständige EU-Kommissar László Andor sagte dazu: „Ich freue mich, dass alle 28 Mitgliedstaaten zusammengekommen sind, um darüber zu diskutieren, wie sie am besten konkrete Ergebnisse für ihre jungen Bürgerinnen und Bürger erzielen können. Indem sie voneinander lernen und dank der Unterstützung durch die Kommission können die Mitgliedstaaten letzte Hand an ihre Umsetzungspläne legen und so dafür sorgen, dass es für jeden jungen Menschen Hoffnung und eine Chance gibt. Ich freue mich auf die endgültigen Pläne der Mitgliedstaaten, damit wir umgehend mit der Umsetzung der Jugendgarantie beginnen können.“

Ziel der Jugendgarantie ist die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, indem jedem Jugendlichen unter 25 Jahren binnen vier Monaten nach Verlassen der Schule oder dem Verlust des Arbeitsplatzes eine hochwertige Arbeitsstelle, eine Weiterbildung, ein Ausbildungs- oder Praktikumsplatz angeboten werden. Alle EU-Mitgliedstaaten haben die Jugendgarantie grundsätzlich akzeptiert und müssen nun einen Umsetzungsplan für die Jugendgarantie vorlegen, in dem sie die praktische Funktionsweise und die geplante Finanzierung des Systems skizzieren.

Die Pläne sollten vor allem Folgendes beschreiben:

  • die Rolle der öffentlichen Bildungseinrichtungen und Arbeitsverwaltungen, der Jugendorganisationen sowie der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände;

  • Strukturreformen und andere Initiativen zur Einführung der Jugendgarantie;

  • die Finanzierung der Jugendgarantie, einschließlich der Förderung aus der Beschäftigungsinitiative für Jugendgliche und dem Europäischen Sozialfonds (ESF);

  • einen Zeitplan für die Umsetzung und die Beobachtung der Fortschritte.

Für die Einführung der Jugendgarantie können die Mitgliedstaaten Hilfen aus dem Europäischen Sozialfonds beantragen, der im Zeitraum 2014-2020 mit jährlich mehr als 10 Mrd. EUR ausgestattet wird. Mitgliedstaaten mit Regionen, in denen die Jugendarbeitslosigkeit über 25 % liegt, können zusätzliche EU-Mittel im Rahmen der Beschäftigungsinitiative für Jugendliche anfordern, für die derzeit 6 Mrd. EUR vorgesehen sind (die auf 8 Mrd. EUR aufgestockt werden könnten).

Die Mitgliedstaaten, für die eine solche Zusatzfinanzierung in Frage kommt, müssen ihre Umsetzungspläne für die Jugendgarantie bis Ende des Jahres vorlegen. Die anderen Staaten haben bis Mitte 2014 Zeit. Drei Mitgliedstaaten (Tschechische Republik, Kroatien und Polen) haben bereits erste Entwürfe ihrer Umsetzungspläne unterbreitet.

Hintergrund

Nachdem der Rat im April die Empfehlung zur Einführung einer Jugendgarantie angenommen hatte (MEMO/13/152), fanden im Sommer intensive Arbeiten auf politischer Ebene zu Fragen der Jugendarbeitslosigkeit statt. Die Mitgliedstaaten müssen nunmehr die praktische Einführung vorbereiten. Dazu ist eine intensive und transparente Planung erforderlich, die außerdem die bestmögliche Umsetzung der Beschäftigungsinitiative für Jugendliche ermöglichen soll. Nach der Mitteilung der Kommission „Ein Appell zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit“ (IP/13/558) und den entsprechenden Schlussfolgerungen des Europäischen Rates waren Mitgliedstaaten mit Regionen, in denen die Jugendarbeitslosenquote mehr als 25 % beträgt, aufgerufen, bis Dezember einen Umsetzungsplan für die Jugendgarantie vorzulegen. Die anderen Mitgliedstaaten haben bis 2014 Zeit.

Bei der interaktiven Veranstaltung in La Hulpe geht es um die Bausteine eines Jugendgarantie-Systems; vorgesehen sind moderierte Diskussionen, praktische Beispiele und der Austausch bewährter Verfahren. Die Teilnehmer können von den Erfahrungen und Fortschritten anderer Mitgliedstaaten lernen, um ihre eigenen Umsetzungspläne für die Jugendgarantie zu verfassen oder zu verbessern. Die nationalen Jugendgarantie-Koordinatoren, die die Ausarbeitung der Umsetzungspläne leiten werden, nehmen ebenso teil wie Vertreter der Verwaltungsbehörden des Europäischen Sozialfonds.

Weitere Informationen

Berichterstattung über die Veranstaltung auf Europe by Satellite (EBS): http://ec.europa.eu/avservices/video/player.cfm?ref=I082736

Bildmaterial zur Jugendgarantie: 
http://ec.europa.eu/avservices/video/player.cfm?sitelang=en&ref=I077033

Presseartikel auf der Website der GD Beschäftigung:
http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=89&langId=de

Jugendbeschäftigung: http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1036&langId=de

Website von László Andor

László Andor auf Twitter

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Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Cécile Dubois (+32 229-51883)


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