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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. Oktober 2013

EU-Kommissarin ruft Schüler, Studierende und Auszubildende im Vereinigten Königreich zur Teilnahme an Erasmus+ auf

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, wird auf der London Language Show am 18. Oktober auf die verstärkte Unterstützung hinweisen, die die Europäische Union ab Januar im Rahmen des neuen Programms Erasmus+ zur Verfügung stellen wird. Durch Erasmus+, das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, werden EU-weit Finanzhilfen für mehr als vier Millionen Menschen – die meisten unter 25 Jahren – bereitgestellt, damit sie einen Teil ihrer Studien oder Ausbildung in einem anderen Land absolvieren können. Diese internationale Erfahrung dient der Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse und anderer Kompetenzen, die die Beschäftigungsfähigkeit steigern. Das Programm Erasmus+, für das im Zeitraum 2014-2020 ein Budget von fast 15 Mrd. EUR1 vorgesehen ist, richtet sich an Schüler, Studierende, Auszubildende, Lehrkräfte, Jugendbetreuer und Freiwillige.

Derzeit erhalten jedes Jahr fast 40 000 britische Bürgerinnen und Bürger EU-Stipendien für einen Bildungsaufenthalt oder eine freiwillige Tätigkeit im Ausland. In Deutschland machen jedes Jahr 83 000 Bürger von den bestehenden EU-Förderprogrammen Gebrauch, in Frankreich und Spanien sind es jeweils über 70 000.

Wir möchten mehr junge Menschen im Vereinigten Königreich dazu ermutigen, die Finanzhilfen und Möglichkeiten im Rahmen von Erasmus+ voll zu nutzen. Dabei geht es nicht nur um die Verbesserung von Fremdsprachenkenntnissen. Es geht um Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ideen und den Austausch mit Menschen aus anderen Kulturen. Ein Auslandsaufenthalt ist eine Erfahrung, die sich positiv auf Anpassungsfähigkeit, Selbstvertrauen und Berufsaussichten auswirkt, und macht außerdem jede Menge Spaß. Verpassen Sie diese Gelegenheit also nicht und melden Sie sich für Erasmus+ an, sagte Kommissarin Vassiliou.

Anlässlich ihres Besuchs auf der London Language Show wird die Kommissarin eine öffentliche Konferenz mit dem Titel „No island is an island – European perspectives on language learning in Britain“ (Keine Insel ist eine Insel – europäische Perspektiven für das Fremdsprachenlernen in Großbritannien) eröffnen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die wirtschaftlichen und sozialen Vorteile des Fremdsprachenlernens zu schärfen.

Neuere Statistiken zum Fremdsprachenlernen im Vereinigten Königreich ergeben ein gemischtes Bild. Die Zahl der britischen Hochschulen, die Abschlüsse in den beiden populärsten Fremdsprachen – Französisch und Deutsch – anbieten, ist seit dem Jahr 2000 rasant zurückgegangen: um 30 % für das Französische (von 105 Studiengängen auf 70) und um mehr als 50 % (von 105 auf 50) für das Deutsche. Weiterhin ist die Zahl der 18-Jährigen, die sich für ein Studium europäischer Sprachen bewerben, nach Angaben der britischen Vergabestelle für Studienplätze UCAS seit 2010 um fast 17 % zurückgegangen.

Auf Ebene der Sekundarstufe I (GCSE) zeichnet sich ein erfreulicheres Bild ab: Nach Angaben der britischen Regierung hat die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine Fremdsprache als GCSE-Prüfungsfach wählen, dieses Jahr um fast 16 % zugenommen; dieser Zuwachs wird zum Teil auf die Einführung des Leistungsmessers EBacc (English Baccalaureate) zurückgeführt. Experten meinen, diese Entwicklung würde sich spürbar auf die Zahl derjenigen jungen Menschen auswirken, die später für die Abiturprüfungen (A levels) oder als Studienfach eine Fremdsprache wählen werden. Optimistisch stimmt ferner, dass an englischen Grundschulen im September 2014 obligatorischer Fremdsprachenunterricht für Kinder ab 7 Jahren eingeführt wird.

Mehr als 10 000 Besucher werden auf der London Language Show erwartet, die vom 18. bis 20. Oktober in den Messehallen Olympia Central stattfinden wird. Die Messe zieht jedes Jahr bedeutende Arbeitgeber, KMU und Bildungsspezialisten an. Siehe auch IP/13/829.

Hintergrund

Erasmus+, das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, startet im Januar 2014. Es ersetzt die Programme für lebenslanges Lernen (Erasmus, Leonardo da Vinci, Comenius, Grundtvig), Jugend in Aktion, Erasmus Mundus, Tempus, Alfa, Edulink und das bilaterale Kooperationsprogramm mit Industrieländern.

Erasmus+ soll noch vor Ende dieses Jahres vom Europäischen Parlament und vom Ministerrat verabschiedet werden. Als Gesamtbudget für Erasmus+ ist ein Betrag von knapp 15 Mrd. EUR veranschlagt, d. h. 40 % mehr als für die bestehenden Mobilitätsprogramme. Über die Hälfte der Begünstigten werden voraussichtlich Studierende oder Auszubildende sein.

Erasmus+ wird von nationalen Agenturen in den Mitgliedstaaten verwaltet.

Die Akademischen Auslandsämter (international offices) an den Hochschulen und in anderen Bildungseinrichtungen informieren über die Finanzhilfen, die künftig im Rahmen von Erasmus+ zur Verfügung stehen werden. Auch die folgenden Stellen erteilen Auskunft:

Studierende:

British Council - Erasmus
UK Erasmus National Agency
British Council Wales
1 Kingsway
UK-Cardiff CF10 3AQ
Tel.: (+44) 29 2092 4311
Fax: (+44) 29 2092 4300
E-Mail:
erasmus@britishcouncil.org
Website:
http://www.britishcouncil.org/erasmus

Auszubildende und Erwachsenenbildung:

UK National Agency - Leonardo, Grundtvig & Transversal Programmes - Ecorys
Vincent House
Quay Place
92-93 Edward Street
UK-Birmingham B1 2RA
Tel.: (+44) 845 199 2929
Fax: (+44) 121 212 8899
E-Mail:
llp@uk.ecorys.com
Website:
http://www.leonardo.org.uk
http://www.grundtvig.org.uk
http://www.transversal.org.uk

Schulpartnerschaften:

British Council - Comenius

10, Spring Gardens
UK-London SW1A 2BN
Tel.: (+44) 161 957 7755
Fax: (+44) 207 389 4426
E-Mail:
comenius@britishcouncil.org
Website:
http://www.britishcouncil.org/comenius

Weitere Informationen:

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)

1 :

Fast 15 Mrd. EUR unter Berücksichtigung der für den Zeitraum 2014-2020 geschätzten Inflation. Dies entspricht 13 Mrd. EUR in festen/konstanten Preisen von 2011.


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