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Beschäftigung: EU-Kommission will ehemalige Beschäftigte der Vestas Group in Dänemark mit 6,3 Mio. EUR aus dem Globalisierungsfonds unterstützen

European Commission - IP/13/951   16/10/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 16. Oktober 2013

Beschäftigung: EU-Kommission will ehemalige Beschäftigte der Vestas Group in Dänemark mit 6,3 Mio. EUR aus dem Globalisierungsfonds unterstützen

Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, Dänemark 6,3 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) zu gewähren. Damit soll die Jobsuche von 611 Arbeitskräften unterstützt werden, die bei dem Windturbinenhersteller Vestas Group entlassen worden sind. Die von den dänischen Behörden beantragten Mittel sollen der Finanzierung eines Maßnahmenpakets dienen, das diesen Arbeitskräften hilft, neue Arbeitsplätze zu finden. Der Vorschlag muss nun vom Europäischen Parlament und vom EU-Ministerrat gebilligt werden.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, sagte: „Die von uns vorgeschlagenen 6,3 Mio. EUR würden diesen Arbeitskräften helfen, sich auf neue Beschäftigungsmöglichkeiten vorzubereiten.

Dänemark beantragte eine Finanzhilfe aus dem EGF, um 611 Arbeitskräfte zu unterstützen, die bei der dänischen Vestas Group entlassen wurden. Die aus dem EGF kofinanzierten Maßnahmen werden allen betroffenen Arbeitskräften zugutekommen. Zu den Maßnahmen gehören die Vorbereitung auf die Arbeitssuche und die anschließende Betreuung, allgemeine und individuell abgestimmte Fortbildungsmaßnahmen, Hilfe bei Unternehmensgründung sowie direkte Finanzhilfe und Förderung des Unternehmertums.

Die Kosten für das Maßnahmenpaket werden mit insgesamt 12,7 Mio. EUR veranschlagt, wovon der EGF die Hälfte bereitstellen würde.

Hintergrund

Die Windkraftindustrie in der EU wurde von Änderungen im Welthandelsgefüge stark getroffen, die zu einer deutlichen Verringerung des Marktanteils der EU-Industrie führten. Die Nachfrage nach Windkraftanlagen stagniert in Europa, gleichzeitig entwickelt sich der globale und vor allem der asiatische Markt rasant. 2010 wurde erstmals mehr als die Hälfte der neuen Windkraftkapazität außerhalb der traditionellen Märkte Europa und Nordamerika installiert. Diese Entwicklung wurde hauptsächlich durch den anhaltenden Wirtschaftsboom in China befeuert, wo die Hälfte der weltweiten neuen Windkraftanlagen installiert wurden. Chinesische Windturbinenhersteller, die in Qualität und Preis zunehmend wettbewerbsfähiger werden, beliefern nicht nur ihren eigenen expandierenden Markt, sondern dringen auch in den europäischen Markt ein. Trotz eines dynamischen globalen Wachstums des Sektors ging Europas Anteil an der Gesamtkapazität von 66 % im Jahr 2006 auf 27,5 % im Jahr 2012 zurück.

Die Entlassungen betreffen fünf Gemeinden in den Grenzregionen Mitteljütland (Ringkøbing-Skjern, Randers, Favrskov und Aarhus) sowie Süddänemark (Esbjerg und Varde). Auch in der Region Seeland und der Hauptstadtregion Kopenhagen gibt es Freisetzungen. Alle betroffenen Gemeinden sind mit einem raschen Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit mit durchschnittlich mehr als netto drei Prozentpunkten und einem drastischen Rückgang des Arbeitsplatzangebots konfrontiert, vor allem in der Industrie.

Ein offenerer Handel weltweit ist insgesamt gut für Wachstum und Beschäftigung, er kann jedoch auch Arbeitsplätze kosten – vor allem in sensiblen Branchen – und trifft geringqualifizierte Arbeitskräfte. Aus diesem Grund hatte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, die Einrichtung eines Fonds vorgeschlagen, der den Betroffenen bei der Anpassung an die Folgen der Globalisierung helfen sollte. Seit Aufnahme der Tätigkeit des EGF im Jahre 2007 gingen 110 Anträge über ca. 471,2 Mio. EUR zur Unterstützung von über 100 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein. EGF-Anträge werden für zunehmend mehr Branchen und von zunehmend mehr Mitgliedstaaten gestellt.

Im Juni 2009 wurden die EGF-Bestimmungen geändert, um die Rolle des EGF als Instrument für frühzeitiges Eingreifen im Rahmen der EU-Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu stärken. Die geänderte EGF-Verordnung trat am 2. Juli 2009 in Kraft und das Krisenkriterium galt für alle Anträge, die vom 1. Mai 2009 bis zum 30. Dezember 2011 gestellt wurden.

Ausgehend von dieser Erfahrung und angesichts seines Mehrwerts für die unterstützten Arbeitskräfte und die betroffenen Gebiete hat die Kommission vorgeschlagen, den Fonds auch im mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 weiterzuführen und seine Arbeitsweise noch zu verbessern. Die Gesetzgeber haben kürzlich eine vorläufige Einigung über die neue Verordnung erzielt.

Weitere Informationen

EGF-Website

Video-News:

Europe acts to fight the crisis: the European Globalisation Fund revitalised:

Facing up to a globalised world – The European Globalisation Fund

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Kontakt:

Jonathan Todd (+32 2 299 41 07)

Cécile Dubois (+32 2 295 18 83)


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