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Kommissarin Vassiliou bei der Horizont-2020-Auftaktveranstaltung im Vereinigten Königreich

Commission Européenne - IP/13/93   05/02/2013

Autres langues disponibles: FR EN

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 30. Januar 2014

Kommissarin Vassiliou bei der Horizont-2020-Auftaktveranstaltung im Vereinigten Königreich

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, nimmt am Freitag (31. Januar) in der Royal Society in London an der Auftaktveranstaltung von Horizont 2020 für das Vereinigte Königreich teil. Das neue EU-Programm für Forschung und Innovation Horizont 2020 ist mit insgesamt 80 Mrd. EUR1 ausgestattet. Die Kommissarin wird eine Ansprache halten (16:00 Uhr), in der sie hauptsächlich auf die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen und das Europäische Innovations- und Technologieinstitut eingehen wird – die Teile des Programms Horizont 2020, die in ihren Verantwortungsbereich fallen. An der Veranstaltung werden auch die EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, Máire Geoghegan-Quinn, und David Willetts, der britische Staatsminister für Universitäten und Wissenschaft, teilnehmen. Am Abend (18:30 Uhr) hält Kommissarin Vassiliou eine Rede vor der European Society im King's College in London.

Das Vereinigte Königreich ist gegenwärtig nach Deutschland der zweitgrößte Empfänger von EU-Forschungsmitteln: Unter dem vorangegangenen 7. Forschungsrahmenprogramm (FP7) erhielt es 6 Mrd. EUR (4,9 Mrd. GBP) oder 16 % der gesamten Fördermittel. Es war gleichzeitig der größte Empfänger von Mitteln aus den Marie-Curie-Maßnahmen mit über 965 Mio. EUR für die Ausbildung und Laufbahnentwicklung von Forscherinnen und Forschern seit 2007.

Britische Organisationen sind auch im Europäischen Innovations-und Technologieinstitut (EIT) sehr aktiv, einem Netz grenzüberschreitender öffentlich-privater-Partnerschaften, den sogenannten Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KIC). Ziel der KIC ist es, Brücken zu schlagen zwischen Hochschulbildung, Forschung und Unternehmen und Unternehmensgründungen und nachakademische Ausbildungsmöglichkeiten zu unterstützen. Das EIT hat bereits drei Wissens- und Innovationsgemeinschaften aufgebaut, für die Bereiche Klima, IKT und Energie. Fünf weitere werden in den kommenden sieben Jahren folgen (siehe unten). Das KIC, das sich mit Klimafragen befasst, ist beim Imperial College London angesiedelt, das gerade eine neue Wissens- und Innovationsgemeinschaft für Informations- und Kommunikationstechnologie (EIC ICT Labs) aufgebaut hat, unter anderem mit dem University College London, Intel und BT als Partner.

Kommissarin Vassiliou erklärte:Ich freue mich auf den Start des neuen Programms in London. Mit den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen und dem EIT steigert die EU ihre Investitionen in unsere talentiertesten Forscherinnen und Forscher und die Unternehmer von morgen ganz erheblich. Das Vereinigte Königreich ist einer der größten Empfänger von EU-Forschungsmitteln. Ich rufe die Universitäten, Forschungsinstitute und Unternehmen auf, das Beste aus den Fördermöglichkeiten zu machen, die Horizont 2020 bietet.“

Hintergrund

Horizont 2020 ist das bisher größte Forschungsprogramm der EU und eines der weltweit größten öffentlich finanzierten Programme seiner Art. Zusammen mit Erasmus+, dem neuen EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, zählt es zu der Handvoll EU-Förderprogramme, deren Mittelausstattung signifikant erhöht wurde – real um nahezu 30 % gegenüber dem vorangegangenen 7. Forschungsrahmenprogramm.

Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen der EU (MSCA)

Die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, benannt nach der polnisch-französischen Wissenschaftlerin, die mit ihren Arbeiten über Radioaktivität berühmt wurde und zwei Nobelpreise erhielt, unterstützen Forscherinnen und Forscher in allen Stadien ihrer Laufbahn und unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Gefördert werden können Forschende aller Disziplinen, von lebensrettender Gesundheitsversorgung bis hin zur Grundlagenforschung. Zudem werden mit den MSCA Industriedoktorate, also eine Kombination aus akademischer Forschungstätigkeit und der Arbeit in einem Unternehmen, sowie andere innovative Ausbildungsmaßnahmen unterstützt, die die Beschäftigungsfähigkeit und die Laufbahnentwicklung verbessern.

Auf die MSCA entfallen mit einer Mittelausstattung von mehr als 6 Mrd. EUR für die nächsten sieben Jahre 8 % des Horizont-2020-Gesamtetats. Das sind rund 30 % mehr als bisher. Aus diesen Mitteln werden über 65 000 Forscherinnen und Forscher unterstützt, davon fast 40 % Doktoranden. Es können bereits Förderanträge für die erste MSCA-Fördertranche gestellt werden, für die in diesem Jahr 800 Mio. EUR bereitstehen.

Über die MSCA wird auch der europaweite Austausch von Forschungs- und Innovationspersonal innerhalb von Partnerschaften unterstützt, an denen neben Hochschulen auch andere Organisationen beteiligt sind, sowie der Austausch auf globaler Ebene zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in Forschung und Innovation. Durch die Kofinanzierungsregelung (COFUND) werden im Rahmen der MSCA auch regionale, nationale und internationale Programme für die Forscherausbildung bezuschusst. Diese Regelung wird künftig auch auf Nachwuchsforscherinnen und -forscher ausgedehnt, und die Verbindungen mit den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds werden verstärkt.

Im Rahmen der Marie-Curie-Maßnahmen 2007-2013 erhielt das Vereinigte Königreich Mittel in Höhe von über 965 Mio. EUR, über die fast 950 britische Forscherinnen und Forscher gefördert wurden. Darüber hinaus wurden fast 4500 im UK arbeitende ausländische Forschende daraus unterstützt. Insgesamt beteiligten sich zwischen 2007 und 2013 3500 Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen, auch KMU, aus dem Vereinigten Königreich an insgesamt 3000 Marie-Curie-Projekten.

Europäisches Innovations- und Technologieinstitut

Hauptauftrag des 2008 geschaffenen EIT ist die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedstaaten durch Zusammenführung von exzellenten Hochschuleinrichtungen, Forschungszentren und Unternehmen, die sich mit größeren gesellschaftlichen Herausforderungen befassen. Das EIT hat seinen Verwaltungssitz in Budapest, während die KIC von 17 Standorten in ganz Europa aus operieren.

Das EIT erhält im Zeitraum 2014-2020 2,7 Mrd. EUR, das sind 3,5 % der gesamten EU-Haushaltsmittel für Forschung und Innovation. Dies stellt eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Anfangsbudget des EIT dar, das sich für den Zeitraum 2008-2013 auf etwa 300 Mio. EUR belief. Die Mittel werden zur Stärkung der Forschungs- und Innovationskapazität der EU sowie zu Beschäftigung und Wachstum beitragen.

Zusätzlich zu den drei bestehenden KIC zu den Themen Klima, IKT und Energie wird das EIT im Zeitraum 2014-2020 fünf neue KIC in den Bereichen gesundes Leben und aktives Altern (2014), Rohstoffe (2014), Lebensmittel für die Zukunft (2016), Fertigung mit Mehrwert (2016) und Mobilität in der Stadt (2018) einrichten.

Weitere Informationen

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)

1 :

In jeweilige Preisen. In Preisen von 2011: 70 Mrd. EUR.


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