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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 8. Oktober 2013

EU setzt Unterstützung für El Salvador bei der Armutsbeseitigung fort

Die bisherige EU-Entwicklungshilfe für El Salvador hat der Bevölkerung des Landes viel Nutzen gebracht, wie z. B. den Zugang zu einer Grundrente für ältere Menschen oder den Anschluss an die Wasser- und Sanitärversorgung. Unter Hinweis auf diese Ergebnisse wird Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Entwicklung, im Rahmen eines offiziellen Besuchs im Land die Bereitschaft der EU bekräftigen, durch Bereitstellung neuer Mittel über den Zeitraum 2014-2020 die Entwicklung des Landes weiter zu unterstützen. Der Schwerpunkt der Unterstützung wird auf folgenden Bereichen liegen: soziale Dienstleistungen für junge Menschen, Entwicklung der Privatwirtschaft, Klimawandel und Vulnerabilität. Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen derjenigen, die dies am dringendsten benötigen.

Von der bereits angekündigten Gesamtzuweisung für bilaterale Projekte in El Salvador, Nicaragua und Guatemala (775 Mio. EUR) wird für El Salvador - vorbehaltlich der endgültigen Zustimmung des Rates und des Europäischen Parlaments — voraussichtlich ein Betrag von 149 Mio. EUR zur Verfügung stehen. Auch die Bereitstellung von 120 Mio. EUR zur Unterstützung regionaler Projekte in Zentralamerika in den Jahren 2014-2020 wurde bereits angekündigt.

Dazu erklärte EU-Kommissar Andris Piebalgs: „Ich freue mich, dass unsere Arbeit in El Salvador bereits Früchte trägt, vor allem bei der Armutsbekämpfung und der Verbesserung der Dienstleistungen für die am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Ich freue mich auch auf die Gespräche über unsere Zusammenarbeit, die ich im Laufe meines Besuchs führen werde, und ich bin zuversichtlich, dass wir durch weiteres gemeinsames Handeln unsere Unterstützung in Zukunft noch wirksamer werden gestalten können.“

Das Programm Comunidades Solidarias (PACSES), zu dem die EU 47 Mio. EUR beigetragen hat, wurde von der Regierung eingerichtet, um die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen für die ärmsten und schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Das Programm soll insgesamt über 13 % der Gesamtbevölkerung (rund 750 000 Menschen) erreichen, wobei vor allem Frauen, Kinder, gefährdete Jugendliche und ältere Menschen die vorrangigen Zielgruppen bilden.

Zu den bisherigen Ergebnisse zählen u. a.:

  • 30 % der Menschen über 70 Jahre erhalten inzwischen eine Grundrente;

  • 226 000 Familien haben Zugang zur präventiven Gesundheitsfürsorge;

  • sieben Ämter für die Verhütung von Gewalt gegen Frauen wurden eingerichtet;

  • 70 % der Bevölkerung in den Städten haben Zugang zu sauberem Trinkwasser und grundlegenden sanitären Einrichtungen;

  • mehr als 84 % der Bevölkerung hat Zugang zu Strom.

Während seines Besuchs (8./9. Oktober) wird EU-Kommissar Piebalgs mit Präsident Mauricio Funes und hochrangigen Ministern zu Geprächen über die Zukunft der Zusammenarbeit zwischen der EU und El Salvador zusammenkommen und bei dieser Gelegenheit die bislang erzielten Ergebnisse würdigen.

Er wird außerdem ein Wasserkraftwerk besuchen, dessen Bau teilweise durch die EU (über die Lateinamerikanische Investitionsfazilität - LAIF) finanziert wird. In einem Land, in dem die Stromerzeugung zu mehr als 50 % auf fossilen Brennstoffen beruht, wird dieses Projekt durch eine wesentliche Verringerung der CO2-Emissionen einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.

Hintergrund

El Salvador ist ein Land mit mittlerem Einkommen (untere Einkommenskategorie) und steht vor erheblichen Herausforderungen im Hinblick auf Armut und Einkommensverteilung. Es ist das am dichtesten besiedelte Land auf dem amerikanischen Festland.

Zwischen 2007 und 2013 stellte die EU insgesamt 121 Mio. EUR für El Salvador bereit. Diese Mittel flossen hauptsächlich in zwei Bereiche: Förderung des sozialen Zusammenhalts und des Wirtschaftswachstums bzw. Intensivierung der regionalen Integration und des regionalen Handels.

Im Rahmen seines Besuchsprogramms hat EU-Kommissar Piebalgs auch Guatemala und Nicaragua besucht.

El Salvador spielt eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Wirksamkeit der Hilfe und trägt maßgeblich zur Umsetzung der 2011 beim vierten Hochrangigen Form zur Wirksamkeit der Hilfe in Busan beschlossenen Agenda und zur Süd-Sud-Kooperation bei. Damit unterstützt das Land die Entwicklung der Beziehungen zwischen Gebern und Empfängern in der gesamten lateinamerikanischen Region.

Weitere Informationen:

MEMO/13/838: Beziehungen und Entwicklungszusammenarbeit zwischen der EU und Zentralamerika

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 2 299 06 77)

Maria Sanchez Aponte (+32 2 298 10 35)


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