Navigation path

Left navigation

Additional tools

EU-Beitrag zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Dürren in Äthiopien

European Commission - IP/13/911   04/10/2013

Other available languages: EN FR LV BG

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 4. Oktober 2013

EU-Beitrag zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Dürren in Äthiopien

Die Europäische Union (EU) hat angekündigt, dass sie 50 Mio. EUR bereitstellen wird, um im Süden und Osten Äthiopiens die Ernährungssicherheit zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit gegen Dürren zu stärken. Das Projekt ist Teil der Initiative „Unterstützung der Resilienz am Horn von Afrika“ („Supporting Horn of Africa Resilience“ - SHARE), die von den EU-Kommissionsmitgliedern Andris Piebalgs und Kristalina Georgieva aufgelegt wurde.

Die neuen Mittel sollen eingesetzt werden, um durch verschiedene langfristig angelegte Maßnahmen die Ernährungssicherheit im Tiefland Äthiopiens zu verbessern. So soll z. B. ein Mechanismus unterstützt werden, mit dem gefährdete Menschen im Falle eines Schocks (z. B. während einer Dürre) mit Geld und Nahrungsmitteln versorgt werden. Außerdem soll die Nährstoffversorgung verbessert werden, indem die Diversifizierung der Ernährung und die lokale Produktion von Gemüse, Milch und Futterpflanzen gefördert werden.

Die Hilfe wird auch dazu beitragen, die Tiergesundheitsdienste zu stärken, Viehimpfprogramme zu unterstützen und die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen wie Wasser und Weideflächen zu verbessern. Die verschiedenen Maßnahmen werden Familien dabei helfen, ihr Einkommen aufzustocken und sich besser auf künftige Dürren oder Schocks vorzubereiten.

Die EU hat bereits ihr Möglichstes getan, um durch humanitäre Hilfe die unmittelbaren Auswirkungen der Dürre in Äthiopien abzumildern. Mit diesem neuen Programm werden wir nun den Menschen in Äthiopien langfristig helfen, indem wir sie dabei unterstützen, ihre Existenzgrundlagen wiederaufzubauen, ein Einkommen zu sichern und sich auf die nächste Dürre, die sicherlich kommen wird, vorzubereiten“, erklärte EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, fügte hinzu: „Im Rahmen der EU-Initiative SHARE wird die humanitäre Hilfe wirksam mit der längerfristig angelegten Entwicklungshilfe verknüpft, um gefährdete Bevölkerungsgruppen am Horn von Afrika besser vor den wiederkehrenden Dürren und vor dem Hunger zu schützen. Durch SHARE wird ihre Widerstandsfähigkeit gegen solche Schocks langfristig gestärkt. SHARE ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir eine bessere Kohärenz der EU-Außenhilfeinstrumente und eine größtmögliche Wirkung unserer Hilfe zugunsten der Zielgruppen erreichen können“.

Das Horn von Afrika wird immer wieder von Dürren heimgesucht, die häufig zu verbreiteter Unterernährung, Ernährungsunsicherheit und damit zu Hungersnöten führen. Aufgrund des zunehmenden demographischen Drucks auf die natürlichen Ressourcen, der schlechten Infrastruktur, des Fehlens alternativer Lebensgrundlagen und der Unsicherheit sind die Menschen dieser Region besonders anfällig für die Folgen von Dürren.

Die Initiative SHARE dient dazu, die am stärksten betroffenen Gebiete am Horn von Afrika zusätzlich zu unterstützen, die Katastrophenvorsorge zu verbessern und eine wirksame Verknüpfung der humanitären Hilfe mit der Entwicklungszusammenarbeit zu gewährleisten.

Hintergrund

Das Projekt „Stärkung der Resilienz im Süden und Osten Äthiopiens“ („Accelerating Resilience Capacity in Southern und Eastern Ethiopia“- ARCE) ist Teil des SHARE-Regionalprogramms und wird gemeinsam von dem UN-Kinderhilfswerk, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Weltbank und einer Reihe von Nichtregierungsorganisationen durchgeführt.

Das Projekt dient zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Menschen und Gemeinschaften gegenüber Dürren. Es beruht auf dem von der EU entwickelten Konzept zur Stärkung der Resilienz durch Verknüpfung der humanitären Soforthilfe mit der langfristig angelegten Entwicklungshilfe. Das Projekt konzentriert sich auf den Süden und den Osten Äthiopiens — diejenigen Teile des Landes, die regelmäßig von Dürren betroffen sind. Die Hilfe umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen: Verbesserung der Ernährungssicherheit, Diversifizierung der Existenzgrundlagen und Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen.

Das Programm der Entwicklungszusammenarbeit mit Äthiopien zählt zu den größten Programmen dieser Art, die die EU weltweit durchführt. In den vergangenen Jahren beliefen sich die Auszahlungen auf durchschnittlich rund 160 Mio. EUR pro Jahr. Das langfristige Kooperationsprogramm hat drei Schwerpunkte: ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit, Verkehr und regionale Integration sowie Dienstleistungserbringung und Governance.

Nähere Informationen

IP/12/1052: EU stellt Resilienz in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zur Bekämpfung von Hunger und Armut

MEMO/12/589: Gemeinsame Erklärung von EU-Kommissarin Kristalina Georgieva und EU-Kommissar Andris Piebalgs zum Horn von Afrika, ein Jahr nachdem eine Hungersnot ausgerufen wurde

Website der Generaldirektion Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website der Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion Kristalina Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/hot_topics/european_disaster_response_capacity_en.htm

Website der Delegation in Äthiopien:

http://eeas.europa.eu/delegations/ethiopia/index_en.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 2 299 06 77)

Maria Sanchez Aponte (+32 2 298 10 35)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

David Sharrock (+32 2 296 89 09)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website