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Studie zur Digitalen Agenda: Jährlich 9 Mrd. EUR mehr BIP durch mehr Frauen im digitalen Sektor der EU

Commission Européenne - IP/13/905   03/10/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 3. Oktober 2013

Studie zur Digitalen Agenda: Jährlich 9 Mrd. EUR mehr BIP durch mehr Frauen im digitalen Sektor der EU

Würden sich mehr Mädchen für einen Beruf im digitalen Sektor interessieren und mehr Frauen in diesem Bereich arbeiten, würden die digitale Industrie, die Frauen und die europäische Wirtschaft davon profitieren. Dies ist das wichtigste Ergebnis einer heute veröffentlichten Erhebung der Europäischen Kommission zu Frauen im IKT-Sektor.

Nach dieser Studie arbeiten derzeit viel zu wenige Frauen im IKT-Sektor:

  1. Von 1000 Frauen mit einem Bachelor oder einem anderen ersten Hochschulabschluss haben nur 29 Absolventinnen (im Vergleich: 95 Absolventen) einen Abschluss in Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), und nur vier von 1000 Frauen arbeiten später im IKT-Sektor.

  2. Frauen verlassen den Sektor mitten im Berufsleben häufiger als Männer und sind in Management- und Entscheidungspositionen (noch mehr als in anderen Sektoren) unterrepräsentiert.

  3. Nur 19,2 % der Arbeitnehmer im IKT-Sektor haben weibliche Vorgesetzte (in anderen Bereichen beträgt dieser Anteil 45,2 %).

Würde sich der Trend umkehren und würden Frauen ebenso oft wie Männer digitale Berufe ausüben, so könnte der Studie zufolge das europäische BIP um etwa 9 Mrd. EUR (das 1,3-fache des maltesischen BIP) jährlich wachsen. Der IKT-Sektor würde davon profitieren, denn Organisationen, die Frauen stärker in das Management einbeziehen, erzielen eine um 35 % höhere Eigenkapitalrendite und eine um 34 % höhere Gesamtperformance als vergleichbare Organisationen.

Außerdem ist der Studie zu entnehmen, dass Frauen im IKT-Sektor beinahe 9 % mehr verdienen als in anderen Wirtschaftszweigen, ihre Arbeitszeit flexibler gestalten können und weniger leicht arbeitslos werden (bis 2015 wird es in der EU 900 000 freie IKT-Arbeitsplätze geben).

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, erklärte: „Wir wissen jetzt zweifelsfrei: Ein Unternehmen, in dem mehr Frauen beschäftigt sind, ist ein gesünderes Unternehmen. Es ist höchste Zeit, dass der IT-Sektor dies erkennt und Frauen die Chance gibt, diesen Sektor und die europäische Wirtschaft als Ganzes von ihrem enormen Potenzial zu profitieren zu lassen."

Die Studie nennt auch vier Schwerpunktbereiche, in denen Maßnahmen getroffen werden sollten:

  1. Aufbau eines neuen Image des Sektors bei Frauen, z. B. durch Maßnahmen, die die für Frauen ansprechendsten Eigenschaften der IKT (aufregend, vielfältig, finanziell interessant usw.) herausstellen;

  2. Stärkung der Frauen in dem Sektor, etwa durch Entwicklung harmonisierter europäischer Unterrichtspläne zusammen mit dem Sektor, um klare und einfache IKT-Berufswege zu fördern;

  3. Erhöhung der Zahl der Unternehmerinnen im IKT-Bereich, etwa durch Verbesserung des Zugangs zu Start- und Risikokapitalprogrammen für Unternehmerinnen;

  4. Verbesserung der Arbeitsbedingungen in dem Sektor, z. B. durch Herausstellung der besseren Leistungsfähigkeit von Unternehmen, die Frauen beschäftigen.

Hintergrund

Einige wichtige Ergebnisse der Studie:

  1. Zu Frauen, die den Sektor vorzeitig verlassen: 20 % der 30-jährigen Frauen, aber nur 9 % der Frauen über 45 mit einem IKT-bezogenen Abschluss arbeiten in dem Sektor;

  2. zur Unterrepräsentation von Frauen in Management- und Entscheidungspositionen: 19,2 % der Arbeitnehmer im IKT-Sektor gegenüber 45,2 % in anderen Sektoren haben weibliche Vorgesetzte;

  3. zu der im Vergleich mit anderen Sektoren zu geringen Zahl an Unternehmerinnen im IKT-Sektor: 31,3 % aller Selbständigen, aber nur 19,2 % aller IKT-Unternehmer in Europa sind Frauen.

In der Studie werden auch die Gründe genannt, die eine vollständige Teilhabe der Frauen im Sektor verhindern: a) kulturelle Traditionen und Stereotypen der Frauenrolle, b) innere Hemmnisse und andere soziopsychologische Faktoren wie mangelndes Selbstvertrauen, mangelndes Verhandlungsgeschick, Risikoscheu und eine negative Einstellung zum Wettbewerb und c) externe Hemmnisse wie ein stark männlich dominiertes Umfeld, Schwierigkeiten beim Ausgleich zwischen Privat- und Berufsleben und Fehlen von Vorbildern in dem Sektor.

In der Studie werden verschiedene Berufsprofile von Frauen im Bereich der digitalen Technologie vorgestellt: Von der Entwicklerin von Videospielen über die Spezialistin für digitale Kommunikation bis zu einer IKT-Politikerin. Die Erstellung von Profilen für Vorbilder im digitalen Sektor ist eine gute Möglichkeit, um viel mehr Mädchen für einen Beruf im IKT-Sektor zu interessieren, so die Schlussfolgerung des Berichts.

Nützliche Links

Zusammenfassung: Frauen im IKT-Sektor

Studie zu Frauen im IKT-Sektor

Frauen im IKT-Sektor in der Digitalen Agenda

Hashtags: #girlsinict, #girlsdigital, #womendigital

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E-Mail: comm-kroes@ec.europa.eu Tel: +32 229-57361 Twitter: @RyanHeathEU


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