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Europäische Kommission

Pressemitteilungen

Brüssel, den 4. Oktober 2013

EU erörtert künftige Entwicklungszusammenarbeit mit Guatemala

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs wird diese Woche erstmals Guatemala besuchen, um mit Vertretern der Behörden und der Zivilgesellschaft Guatemalas die Prioritäten der künftigen EU-Hilfe erörtern. Darüber hinaus dürfte Kommissar Piebalgs das anhaltende Engagement der EU für die Zusammenarbeit mit Guatemala bekräftigen.

Dem offiziellen Besuch ging gestern die Ankündigung voraus, die EU werde bis zu 775 Mio. EUR als bilaterale Hilfe für Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Honduras im Zeitraum 2014-2020 bereitstellen (vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch den Rat und das Europäische Parlament). Ferner wurden 120 Mio. EUR zur Unterstützung regionaler Projekte in Zentralamerika im Zeitraum 2014-2020 angekündigt. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit der EU mit Guatemala dürfte auf Ernährungssicherheit, Gewalt- und Konfliktprävention und der zunehmenden wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit liegen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates wird die bilaterale Mittelzuweisung für Guatemala für den Zeitraum 2014-2020 voraussichtlich 186 Mio. EUR betragen.

Kommissar Andris Piebalgs erklärte: „Guatemala hat im Bildungsbereich und bei der Bekämpfung der Armut beachtliche Fortschritte erzielt, doch noch bestehen große Herausforderungen, beispielsweise in Bezug auf die weit verbreitete Mangelernährung. Durch eine zielgerichtetere finanzielle Unterstützung mit Schwerpunkt auf den Schlüsselsektoren werden wir alles in unserer Macht stehende tun, um sicherzustellen, dass wir weiterhin diejenigen unterstützen, die unserer Hilfe am meisten bedürfen.“

Während des Besuchs wird Kommissar Piebalgs voraussichtlich mit Präsident Otto Pérez Molina, zusammentreffen, um sich über die wichtigsten Herausforderungen für Guatemala zu informieren und zu erörtern, wie die EU das Land bei der Bewältigung seiner Probleme unterstützen kann. Der Kommissar wird außerdem mit Generalstaatsanwältin Claudia Paz y Paz zusammentreffen, die maßgeblich für den Rückgang strafloser Rechtsverstöße im Land mitverantwortlich ist.

Kommissar Piebalgs wird sich ferner Zeit für den Besuch lokaler Projekte nehmen, z. B. des Projekts Hambre Cero (Null Hunger) für Ernährungssicherheit, eines Projekts zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und des forensischen Labors INACIF.

Im Anschluss an seine Teilnahme an der Generalversammlung der Vereinten Nationen in der vergangenen Woche, deren Schwerpunkt auf den Millenniums-Entwicklungszielen und der Agenda für die Zeit nach 2015 lag, wird der Kommissar auch Guatemalas Fortschritte bei den Millenniums-Entwicklungszielen prüfen. Im Bildungsbereich wurden mit dem fast universellen Zugang zur Grundschule erhebliche Verbesserungen erzielt, doch bei der Müttergesundheit liegt Guatemala weiterhin hinter den Zielen zurück. Das Land verzeichnet außerdem die höchste Rate chronischer Mangelernährung in Lateinamerika (43 % der Kinder unter 5 Jahren leiden daran).

Hintergrund

Guatemala ist ein Land mit niedrigem mittlerem Einkommen, in dem eine extreme Ungleichheit zwischen der Umgebung der Hauptstadt und den ärmsten, entlegenen ländlichen Gebieten mit überwiegend indigener Bevölkerung herrscht. Es ist das Land mit dem höchsten Anteil an indigenen Völkern in Zentralamerika (etwa 50 %).

Guatemala ist mit einem BIP von 50,8 Mrd. USD jedoch auch die größte Volkswirtschaft Zentralamerikas. Das Wirtschaftswachstum dürfte 2013 bei 3,5 % liegen. Der informelle Handel ist jedoch mit einem Anteil von 75 % an der Gesamtbeschäftigung sehr hoch.

Die für den Zeitraum 2014-2020 vorgesehenen 120 Mio. EUR für regionale Projekte sind für Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama bestimmt.

Weitere Informationen:

MEMO/13/838: EU relations and development cooperation with Central America

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)


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