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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. Oktober 2013

Umfangreiche weitere EU-Entwicklungshilfe für Zentralamerika geplant

Die Unterstützung der Bereiche Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit, Katastrophenschutz und Bekämpfung des Klimawandels zählen zu den Prioritäten der EU-Entwicklungshilfe für den Zeitraum 2014-2020. Darüber hinaus will die EU Mittel zur Förderung der Integration der gesamten Region bereitstellen, wie der für Entwicklung zuständige EU-Kommissar Andris Piebalgs ankündigte.

Im Vorfeld eines offiziellen Besuchs in der Region, in dessen Verlauf der Kommissar nach Guatemala, Nicaragua und El Salvador reisen wird, erklärte er, dass sich die für 2014-2020 für Zentralamerika vorgesehene Unterstützung voraussichtlich auf rund 900 Mio. EUR belaufen wird. Vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch den Rat und das Europäische Parlament soll durch das neue Hilfepaket auch die bilaterale Zusammenarbeit mit El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua sowie die regionale Zusammenarbeit (einschließlich mit Costa Rica und Panama) unterstützt werden.

Kommissar Andris Piebalgs erklärte: „Zentralamerika ist nun eine Region mit durchschnittlich mittlerem bis niedrigem Einkommen, allerdings bestehen weiterhin große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Im Einklang mit der jüngsten Agenda für den Wandel — dem EU-Konzept zur Neuausrichtung der Hilfe, durch die ihre Wirksamkeit gesteigert werden soll – wollen wir unbedingt sicherstellen, dass unsere Hilfe jene Länder und Gebiete erreicht, die sie am dringendsten benötigen. Auf diese Weise können wir dafür sorgen, dass unsere Hilfe für diese Region gezielter und wirksamer eingesetzt wird.“

In Nicaragua z. B., dem ärmsten Land in Zentralamerika, leben 46 % der Bevölkerung von weniger als 2 USD pro Tag, während der Prozentsatz der in Armut lebenden Bevölkerung in Costa Rica und Panama bei 24 % bzw. 29 % liegt.

Bei seinem Besuch vom 4.-10. Oktober wird Kommissar Piebalgs voraussichtlich mit den Präsidenten Otto Pérez Molina (Guatemala), Daniel Ortega (Nicaragua) und Mauricio Funes (El Salvador) sowie mit Ministern und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammentreffen. Außerdem wird er die Projekte vor Ort begutachten.

Neben der Unterstützung, die sie für die einzelnen Länder auf bilateraler Ebene leistet, ist die EU der größte Geber für das Zentralamerikanische Integrationssystem und seine Institutionen. Sie hat seit 2007 insgesamt 95 Mio. EUR bereitgestellt. Diese Unterstützung konzentriert sich auf drei Bereiche: regionale Integration, Zollunion und damit verbundene gemeinsame Politiken sowie regionale Governance und Sicherheit.

Hintergrund

Die Region Zentralamerika hat umfassende Beziehungen zur EU aufgebaut, die den politischen Dialog, die Zusammenarbeit und eine vorteilhafte Handelsregelung umfassen. Im Jahr 2012 unterzeichneten die EU und Zentralamerika ein umfassendes Assoziierungsabkommen. Der den Handel betreffende Teil des Abkommens wird vorläufig auf Costa Rica, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Panama angewandt. Die vorläufige Anwendung soll bald auch auf Guatemala ausgeweitet werden.

Die Hauptempfänger der regionalen Projekthilfe sind die Institutionen des Zentralamerikanischen Integrationssystems (SICA). Das SICA wurde eingerichtet, um die Integration Zentralamerikas zu fördern – mit einem Schwerpunkt auf Demokratie, Achtung der Menschenrechte und einer ausgewogenen Entwicklung für die gesamte Region.

Weitere Informationen:

MEMO/13/838: EU relations and development cooperation with Central America

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)


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