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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 1. Oktober 2013

Fünf Mitgliedstaaten haben 2012/13 ihre Milchquoten für Lieferungen überschritten

Fünf Mitgliedstaaten – Österreich, Deutschland, Dänemark, Polen und Zypern – haben 2012/13 ihre Milchquoten für Lieferungen überschritten und müssen deshalb eine Überschussabgabe von insgesamt etwa 46 Mio. EUR entrichten. Trotz der Quotenüberschreitung in diesen Mitgliedstaaten blieb die gesamte EU-Liefermenge jedoch deutlich (-6,0 %) unter der Gesamtquotenmenge (im Vergleich zu - 4,7 % für 2011/12). Zudem gingen die Niederlande bei den Direktverkäufen um 1100 Tonnen (1,4 %) über ihre Quote hinaus, so dass eine Abgabe von 301 000 EUR fällig wird.

Laut den nationalen Meldungen für das am 31. März 2013 zu Ende gegangene Wirtschaftsjahr haben Österreich, Deutschland, Dänemark, Polen und Zypern trotz der einprozentigen Quotenanhebung im Wirtschaftsjahr 2012/13, die im GAP-Gesundheitscheck von 2008 beschlossen worden war, ihre einzelstaatlichen Quoten um insgesamt 163 700 Tonnen überschritten.

Die Zahl der Mitgliedstaaten, die ihre Quoten nicht eingehalten haben, bleibt jedoch begrenzt, und die betreffende Überschusserzeugung macht 0,1 % der insgesamt gelieferten bzw. direkt verkauften Milchmenge aus (0,2 % im vorangegangenen Milchwirtschaftsjahr). 22 Mitgliedstaaten blieben unter ihrer Quote, 13 davon unterschritten ihre Quote für Lieferungen um über 10 %.

Die Milchquotenregelung wird am 1. April 2015 abgeschafft. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wurde beim GAP-Gesundheitscheck 2008 vereinbart, die Quoten bis zum Quotenjahr 2013/14 schrittweise anzuheben (um jährlich 1 %). Mitte 2014 wird die Kommission einen Bericht über die Marktlage vorlegen, in dem sie auch prüft, wie die Mitgliedstaaten das Maßnahmenpaket von 2012 für den Milchsektor umsetzen (siehe http://ec.europa.eu/agriculture/milk/milk-package/index_de.htm) und erforderlichenfalls Änderungsvorschläge unterbreitet. Vor einer Woche fand eine von der Kommission organisierte Konferenz über den Milchsektor nach 2015 statt (siehe unter http://ec.europa.eu/agriculture/events/dairy-conference-2013_en.htm). Der Landwirtschaftsausschuss des EP und die Minister im Rat werden noch in diesem Jahr einen Bericht über die Ergebnisse dieser Konferenz erörtern, und diese Debatte wird in die Vorbereitung des Berichts der Kommission einfließen.

Funktionsweise der Regelung

Das Milchquotensystem wurde in den 1980er Jahren eingeführt, um die Probleme der Überschusserzeugung zu bewältigen. Jeder Mitgliedstaat verfügt über zwei Quoten, eine für die Lieferungen an Molkereien (97,6 % der EU-Gesamtmenge) und eine für die Direktverkäufe ab Hof (2,4 %). Diese Mengen werden auf die Erzeuger (einzelbetriebliche Quoten) in den einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt. Bei Überschreitung der einzelstaatlichen Quote wird eine Überschussabgabe erhoben (27,83 EUR je 100 kg Überschuss), die in den betreffenden Mitgliedstaaten von den Erzeugern im Verhältnis zu ihrem Anteil an diesem im Quotenjahr (1. April – 31. März) entstandenen Überschuss entrichtet werden muss. Diese Zahlen werden festgestellt, nachdem die von anderen Erzeugern nicht in Anspruch genommenen Quoten neu verteilt wurden.

Anhänge

  • Anhang 1: Vorläufige Zahlen für 2012/13

  • Anhang 2: Zahlen für 2011/12

Ansprechpartner:

Fanny Dabertrand +32 229-90625

Roger Waite +32 229-61404


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