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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel/Vilnius, 30. September 2013

EU-Sportforum: Olympiasieger spricht über „duale Laufbahnen“

Man könnte meinen, dass sportliche Erfolge ein Garant für Megagehälter und lebenslangen Luxus sind. Dies mag zwar auf einige wenige Spitzenstars zutreffen; für die meisten Sportler jedoch sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Wenn ihre Sportlerkarriere beendet ist, müssen sie eine „normale“ Arbeit finden. Für manche von ihnen ist dies gar nicht so einfach, weil sie ihre gesamte Energie dem Sport gewidmet und ihre Schul- und Berufsbildung darüber vernachlässigt haben. „Duale Laufbahnen“, bei denen Sportler Training und Ausbildung miteinander kombinieren können, sind daher eines der Hauptthemen des EU-Sportforums 2013, das am 30. September und 1. Oktober in Vilnius stattfindet. Am zweiten Tag dieser Veranstaltung wird Basketball-Legende und Olympiasieger Šarūnas Marčiulionis zusammen mit der für Sport zuständigen EU‑Kommissarin Androulla Vassiliou an einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion zum Thema duale Laufbahnen teilnehmen.

Auf der Tagesordnung stehen außerdem das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport „Erasmus+“, Ablösesummen im Fußball und die neue HEPA-Initiative der Kommission (HEPA = Health-Enhancing Physical Activity, gesundheitsfördernde körperliche Aktivität), mit der die Bevölkerung dazu angeregt werden soll, sich mehr zu bewegen und von der positiven Wirkung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität zu profitieren. Erstmals wird es auf dem Forum auch eine „Twitterwand“ geben (Hashtag: #EUsportforum), auf der die Veranstaltungsteilnehmer und Sportfans sofortiges Feedback und Kommentare „posten“ können.

Parallel zum Forum findet auch eine informelle Sitzung der für Sport zuständigen Minister statt, an der Kommissarin Vassiliou ebenfalls teilnehmen wird. Im Mittelpunkt dieser Sitzung werden die Planung und die Langzeitwirkung großer Sportveranstaltungen und die wirtschaftliche Bedeutung des Sports stehen.

Kommissarin Vassiliou sagte dazu: „Ich finde es toll, dass wir den Menschen mit dem EU-Sportforum zeigen können, wie wichtig es ist, dass Sportler eine duale Laufbahn einschlagen. Neben den großen Stars wie Cristiano Ronaldo, Rafael Nadal oder Usain Bolt gibt es Tausende von Athleten, denen es ausgesprochen schwer fällt, sich nach Ende ihrer Karriere ein neues Leben aufzubauen, wenn sie sich nicht schon währenddessen auf ein Leben außerhalb des Stadions vorbereitet haben. Ich freue mich auch darauf, Werbung für unser neues Programm Erasmus+ zu machen, das zum ersten Mal über ein spezielles Budget für den Breitensport sowie die Förderung länderübergreifender Kampagnen zur Bekämpfung von Gewalt, Intoleranz und ungleicher Behandlung von Männern und Frauen im Sport verfügen wird.“

Aus dem Budget von Erasmus+ sollen von 2014-2020 pro Jahr über 33 Mio. EUR für den Breitensport bereitgestellt werden. Unterstützt werden sollen länderübergreifende Projekte, die darauf abzielen, den Austausch von Kenntnissen und bewährten Verfahren, besondere nicht-kommerzielle Sportveranstaltungen mit europäischer Dimension und eine stärker faktenbasierte Grundlage für die Sportpolitik zu fördern. Nutznießer werden hauptsächlich im Breitensport aktive öffentliche Stellen und zivilgesellschaftliche Organisationen sein. Seit 2007 hat die Kommission mehr als 22 Mio. EUR in die Förderung von Sportprojekten investiert.

Nächste Schritte

Der Rat und das Europäische Parlament werden das Programm Erasmus+ voraussichtlich in den kommenden Wochen annehmen. Die von der Kommission vorgeschlagene Empfehlung über gesundheitsfördernde körperliche Aktivität könnte der Rat noch vor Jahresende absegnen.

Hintergrund

Auf dem EU-Sportforum kommen Vertreter der europäischen Sportbewegung und der Mitgliedstaaten zusammen. Das Forum findet alljährlich statt und bietet der Kommission die Gelegenheit, die einschlägigen Interessenträger über ihre aktuellen Vorschläge zu informieren und ihre Meinung einzuholen. 250 Delegierte finden sich dort ein, darunter führende Vertreter der internationalen und europäischen olympischen Komitees, der europäischen Verbände, der Organisationen des Breitensports und der Verbände von Ligen, Vereinen und Athleten.

Auf dem Sportforum wird auch eine Auswahl EU geförderter Projekte vorgestellt, die in den letzten beiden Jahren durchgeführt wurden und die die Bekämpfung von Gewalt und Intoleranz im Sport, die soziale Eingliederung von Einwanderern, die Förderung verantwortungsvollen Handelns der Führungsebene im Sport, den Kampf gegen Spielabsprachen, die Förderung der körperlichen Betätigung zur Unterstützung des aktiven Alterns, Sensibilisierungsmaßnahmen für wirksame Methoden der Sportförderung auf lokaler Ebene und grenzüberschreitende Breitensportwettkämpfe in benachbarten Regionen und Mitgliedstaaten zum Thema hatten.

Für Millionen von Menschen ist der Sport ein wichtiger Teil ihres Lebens. Mit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 erhielt die EU neue Kompetenzen in Bezug auf Sport. Gemäß Artikel 165 AEUV unterstützt, koordiniert und ergänzt sie politische Maßnahmen der Mitgliedstaaten in diesem Bereich. Es ist ferner Aufgabe der EU, zur Förderung der europäischen Dimension des Sports beizutragen, dabei dessen besondere Merkmale, dessen auf freiwilligem Engagement basierende Strukturen sowie dessen soziale und pädagogische Funktion zu berücksichtigen und die europäische Dimension des Sports auszugestalten.

Weitere Informationen

EU-Sportforum 2013

Europäische Kommission: Website zum Thema Sport

Androulla Vassilious Website

Litauische EU-Ratspräsidentschaft

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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