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EU und FAO unterstützen sechs Länder bei der Erreichung des Millenniums-Entwicklungsziels im Hinblick auf Hunger

European Commission - IP/13/880   26/09/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 26. September 2013

EU und FAO unterstützen sechs Länder bei der Erreichung des Millenniums-Entwicklungsziels im Hinblick auf Hunger

Weniger als zwei Jahre vor Ablauf der Frist für die Verwirklichung der internationalen Entwicklungsziele verstärken die Europäische Union (EU) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ihre Bemühungen um Verringerung des Hungers weltweit. Dazu stellen sie knapp 60 Mio. EUR für Maßnahmen zur Förderung der landwirtschaftlichen Entwicklung in sechs Ländern bereit.

Die Mittel stammen aus einer mit 1 Mrd. EUR ausgestatteten Initiative der EU, die raschere Fortschritte bei der Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) fördern soll.

Kurz vor Ablauf der Frist, mit so viel noch zu tun, wird diese wertvolle Investition in die Landwirtschaft die FAO in die Lage versetzen, ihre Anstrengungen zur Beseitigung des Hungers zu intensivieren und noch mehr zu tun, um Ländern bei der Halbierung des Anteils der hungernden Menschen bis 2015 zu helfen", sagte FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva auf einer Sonderveranstaltung zu den Millenniums-Entwicklungszielen am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

Ich finde es inakzeptabel, dass noch im 21. Jahrhundert rund 870 Mio. Menschen Hunger leiden und jährlich mehr als 3 Mio. Kinder an den Folgen von Unterernährung sterben. Diese Mittel sind Ausdruck unserer Entschlossenheit, verstärkt gegen den Hunger anzukämpfen und die MDG zu erreichen", fügte EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs hinzu.

Im Rahmen der sogenannten MDG-Initiative konzentrieren sich EU und FAO auf die landwirtschaftliche Entwicklung, wobei es vor allem um die Einbeziehung von Kleinbauern und ihrer Familien geht. Zielgruppe sind mehr als zwei Millionen Menschen in sechs Ländern.

Die Initiative ist ausdrücklich auf die Förderung von Partnerschaften mit UN-Organisationen, Regierungen und der Zivilgesellschaft ausgerichtet, um die Erreichung entscheidender Ziele wie Verbesserung der Ernährung und Unterstützung der Agrarpolitik zu gewährleisten.

Beschreibung der Projekte: landwirtschaftliche Entwicklung und eine bessere Ernährung

  • In Burundi stehen Anbau und Verarbeitung von Nahrungsmittelpflanzen wie z. B. Maniok und Mais sowie von für den Handel bestimmten Erzeugnissen wie Palmöl und Tee im Mittelpunkt des Projekts. Das auf vier Jahre angelegte und mit 2,1 Mio. EUR ausgestattete Projekt kommt schätzungsweise 25 000 Menschen zugute.

  • Bei dem auf drei Jahre angelegten und mit 16 Mio. EUR geförderten Programm in Burkina Faso liegt der Schwerpunkt auf der Förderung der Produktion und Vermarktung von Grundnahrungsmitteln wie Sorghum und Hirse sowie von Gemüse und aus Bäumen wie dem Baobab gewonnenen Erzeugnissen. Ziel ist die Verbesserung der Existenzgrundlagen von über 500 000 Menschen.

  • In Gambia unterstützen die FAO und die EU Landwirte bei Anbau und Vermarktung von Gemüse. Dieses auf drei Jahre angelegte und mit 4 Mio. EUR ausgestattete Projekt kommt schätzungsweise 70 000 Menschen zugute.

  • Im Rahmen eines Programms in Haiti lernen die Landwirte, wie sie ihre Erdnuss- und Fischproduktion steigern und kleine Agro-Unternehmen gründen können. Das dreijährige Programm, an dem rund 12 000 Menschen teilnehmen, hat ein Budget von 4 Mio. EUR.

  • In Madagaskar wird ein dreijähriges, mit 12,5 Mio. EUR Projekt ausgestattetes Projekt durchgeführt, um Kleinbauern mit hochwertigem Saatgut für den Anbau von Reis, Kokosnüssen und Süßkartoffeln zu versorgen und bei der Gründung von Kleinunternehmen zu unterstützen. Daran sollen rund 750 000 Menschen teilnehmen. Außerdem sieht das Projekt die Rehabilitation der Bewässerungsinfrastruktur und die Verringerung der Nachernteverluste durch verbesserte Lagerung vor.

  • In Mosambik ist das mit 19 Mio. EUR ausgestattete und auf fünf Jahre angelegte Programm darauf ausgerichtet, die landwirtschaftliche Produktion zu steigern, die Landwirte beim Marktzugang zu unterstützen und durch eine Reihe von Maßnahmen - vor der Bereitstellung von hochwertigem Saatgut und Düngemitteln bis hin zu Schulungen in den Bereichen Gesundheit, Hygiene und Ernährung - die Ernährungslage der Bevölkerung zu verbessern.

Hintergrund

Die EU zählt zu den großzügigsten und verlässlichsten Gebern der FAO. Kürzlich zeichnete die FAO die EU für ihre mit 1 Mrd. EUR ausgestattete Nahrungsmittelfazilität aus, die zur Bewältigung der Nahrungsmittelpreiskrise von 2008-2011 beitrug und teilweise zusammen mit der FAO umgesetzt wurde. Die Fazilität trugen zur Verbesserung der Existenzgrundlagen von 59 Millionen Menschen in 50 Ländern bei. José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission nahm die Auszeichnung anlässlich einer Zeremonie in Roma Anfang des Jahres im Namen der EU entgegen.

Durch Förderung der Landwirtschaft als Beitrag zur Lösung der Krise habe die EU, so FAO-Generaldirektor Graziano da Silva, eine wichtige Rolle dabei gespielt, die Themen Landwirtschaft und Ernährungssicherheit als wichtige Faktoren für Wachstum und Entwicklung in vielen Ländern wieder ganz oben auf die internationale Entwicklungsagenda zu setzen.

Vor kurzem sagte die EU zu, von 2014 bis 2020 bis zu 3,5 Mrd. EUR für die Stärkung der Widerstandskraft der schwächsten Bevölkerungsgruppen, die Bekämpfung der Grundursachen von Hunger und Armut sowie für die Verbesserung der Ernährungslage in einigen der ärmsten Ländern der Welt bereitzustellen.

Weitere Informationen:

Die EU wird weiterhin zur Förderung der Widerstandsfähigkeit der Armen beitragen, sagt Kommissionspräsident Barroso

http://www.fao.org/news/story/en/item/178049/icode/

Fortschritte sind Nachweis, dass Hunger beseitigt werden kann.

http://www.fao.org/news/story/en/item/178065/icode/

MDG-Initiative der EU

http://ec.europa.eu/europeaid/what/millenium-development-goals/mdg_initiative_en.htm

FAO und die Millenniums-Entwicklungsziele

http://www.fao.org/mdg/en/

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 2 299 06 77)

Maria Sanchez Aponte (+32 2 298 10 35)

FAO Medien: Maarten Rooest (+39 06 5705 6524)


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