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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 5. Februar 2013

Tag des sicheren Internets 2013: „Connect with Respect” (respektvolles Verhalten im Internet)

Am 5. Februar, dem Tag des sicheren Internets 2013, hat die Kommission die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit vorgestellt, die Medien-, Technologie-, Telekommunikations- und Internetunternehmen seit ihrer Zusage im Dezember 2011, ein sichereres und besseres Internet für Kinder zu schaffen (siehe IP/11/1485), geleistet haben.

Die 29 führenden Unternehmen, die sich an dieser Selbstregulierungsinitiative beteiligt haben, legten dar, wie sie gemeinsam neue Maßstäbe für den Kinderschutz im Online-Umfeld setzen wollen. Auf der Grundlage der von ihnen eingegangenen Verpflichtungen könnten sämtliche Geräte (z. B. Smartphones, Tablets, PC und Spielkonsolen) mit Werkzeugen zur elterlichen Kontrolle und Bildschirmen ausgestattet werden, die einfache Funktionen für die Nutzer bieten, mit denen schädliche Inhalte und Kontakte gemeldet werden können. Die Industrie bemüht sich auch darum, solche Werkzeuge bei den Eltern bekannt zu machen, damit sie genutzt werden. Außerdem wurden empfehlenswerte Vorgehensweisen für altersgemäße Datenschutzeinstellungen und die wirksame Entfernung von Material über Kindesmissbrauch festgelegt. Äußerst vielversprechend sind auch die Zusagen in Bezug auf technologische Werkzeuge zur Förderung einer breiteren Nutzung der Inhaltsklassifizierung. Die Verpflichtungen sollen 2013 umgesetzt werden.

Das durchschnittliche Alter beim ersten Internetzugang beträgt in Europa sieben Jahre. Am Tag des sicheren Internets 2013 geht es um Rechte und Pflichten im Online-Umfeld, d. h. darum, Internetnutzer jeden Alters aufzufordern, online ein respektvolles Verhalten an den Tag zu legen („Connect with Respect”). Der Tag wird durch Veranstaltungen in der EU und weltweit begangen. Ab 2014 wird der Tag des sicheren Internets in der EU und den USA an demselben Tag stattfinden.

Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes sagte hierzu: „Ich freue mich sehr, dass 29 führende Unternehmen unserer Aufforderung gefolgt sind und branchenübergreifend gemeinsam zu konkreten Ergebnissen gekommen sind. Der Schutz der Kinder sollte in den Unternehmen als Chefsache behandelt werden. Weitergehende Maßnahmen sind notwendig. Ich freue mich darauf, 2013 die Umsetzung der angekündigten Maßnahmen und eine neue Benchmark in der IT-Industrie zu sehen: den eingebauten Kinderschutz.“

Die heute auf der Website zur Digitalen Agenda veröffentlichten Erklärungen der Unternehmen zeigen, dass die Koalition für Kinder konkrete Verbesserungen gebracht hat:

Werkzeuge zur Meldung von Missbrauch oder Mobbing im Internet sind immer mehr verbreitet. Einige Unternehmen gehen einen Schritt weiter und arbeiten mit Hotlines zusammen (z. B. Telefónica, Vodafone, Meldknop von KPN oder Anwendungen wie „SecondFriend” auf Google). Facebook hat ein Support Dashboard entwickelt, anhand dessen die Facebook-Mitarbeiter Meldungen von Missbrauch oder Inhalten, die die Standards der Facebook-Gemeinde verletzen, besser verfolgen und die Nutzer leichter sehen können, welche Gegenmaßnahmen getroffen wurden.

Werkzeuge zur elterlichen Kontrolle stehen heute bei mehr Produkten (PC, Tablets, Smartphones, Spielkonsolen und vernetzte Fernsehgeräte) und Diensten zur Verfügung; dies soll 2013 noch ausgeweitet werden. France Telecom entwickelt z. B. ein Werkzeug für Tablets und Smartphones, und sämtliche LG-Handys werden ab April diesen Jahres über Funktionen zur elterlichen Kontrolle verfügen. Eine Studie der Kommission belegt diese größere Verfügbarkeit; aus der Untersuchung geht jedoch auch hervor, dass die Werkzeuge pornografische Inhalte zwar effizient blockieren, jedoch in Bezug auf Gewalt, rassistische oder sonstige schädliche Inhalte nur geringe Fortschritte zu verzeichnen sind. Einige Unternehmen informieren bereits über ihre Werkzeuge, implementieren sie (durch aktive Auswahl) oder bauen sie standardmäßig ein (Microsoft, Nintendo). Ferner sind Informationskampagnen für Eltern vorgesehen (u. a. von France Telecom, Mediaset, TeliaSonera, Tuenti und Telecom Italia).

Die Inhaltsbewertung für Apps, Online-Videos und Filme ist weit verbreitet und stützt sich entweder auf die Bewertungssysteme der Unternehmen selbst oder auf Bewertungssysteme nationaler oder internationaler Stellen. Eine technische Task-Force, an der Unternehmen (Deutsche Telekom, Mediaset, Nokia, Opera, Orange, RIM, Telefónica, Vodafone u.a.), Inhaltsbewertungsstellen und technische Experten beteiligt sind, wird 2013 an der Angleichung der Inhaltssysteme und an der Fähigkeit der Geräte arbeiten, die Alterseinstufung von Material zu erkennen.

Die Koalition hat eine empfehlenswerte Praxis für altersgemäße Datenschutzeinstellungen festgelegt und veröffentlicht. Sämtliche Unternehmen stellen aktuelle Informationen über ihre Datenschutzeinstellungen zur Verfügung, die demnächst durchsuchbar sein werden, so dass Eltern, Lehrer und Kinder in Bezug auf den Schutz ihrer Daten online bessere Entscheidungen treffen können. Die Unternehmen haben sich außerdem verpflichtet, altersgemäße Datenschutzeinstellungen und Informationen in einer klaren, verständlichen und jugendgerechten Sprache verfügbar zu machen.

Die Branche macht öffentlich bekannt, welche Maßnahmen ergriffen werden, um Material über sexuellen Kindesmissbrauch schon vor der Meldung herauszufiltern und anstößige Inhalte zu entfernen. Sie setzt sich für die Verbesserung des Dialogs und der Kontakte zu Hotlines für die Meldung von Missbrauch und zu Strafverfolgungsbehörden ein. 2012 wurden die Hotlines zur Meldung von Material über sexuellen Kindesmissbrauch effizienter bei der Überwachung von Meldung und Entfernung des Materials. Die Strafverfolgungsbehörden reagieren in den wichtigsten Ländern, in denen solche Inhalte bereitgehalten werden, nun schneller.

2013 wird die Kommission weitere Arbeiten zur Unterstützung der Koalition und ihrer Mitglieder durchführen:

  • Einrichtung einer „Plattform für die Verantwortung der Unternehmen“, die die Ergebnisse der Koalition beobachtet und sie mit anderen Selbstregulierungsinitiativen zusammenführt;

  • Förderung der Entwicklung von Browser-Schaltflächen für Meldungen und die Kontaktaufnahme zu Helplines; Finanzierung der Unterbringung einer von den Safer-Internet-Zentren betriebenen Datenbank mit Datenschutzeinstellungen für Kinder (über das bestehende Programm „Sicheres Internet“ und in den für die Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) vorgeschlagenen digitalen Dienstleistungsbranchen);

  • Unterstützung von Forschungs- und Innovationsarbeiten der Industrie im Bereich der Interoperabilität der Inhaltsklassifizierungssysteme (über das Programm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) und das Programm „Horizont 2020“);

  • Unterstützung der Entwicklung von Alterserkennungsdiensten (auf der Grundlage der technischen Möglichkeiten EU-weit erkennbarer elektronischer Personalausweise, die durch die vorgeschlagenen Rechtsvorschriften für die elektronische Identität (eID) möglich gemacht werden;

  • Investition in Forschungsarbeiten zu Werkzeugen und Technologien, die Inhalte über Kindesmissbrauch erkennen (im Rahmen von „Horizont 2020“).

Die Sicherheit der Kinder im Online-Umfeld ist ein zentrales Anliegen der Digitalen Agenda für Europa und ein wichtiger Aspekt der grundsätzlichen Anstrengungen der Kommission im Hinblick auf Vertrauen und Sicherheit im Online-Umfeld. In den kommenden Tagen wird die Kommission eine EU-Cybersicherheitsstrategie und einen Vorschlag für eine Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit vorlegen, um so ein sicheres und vertrauenswürdiges digitales Umfeld zu gewährleisten und gleichzeitig die Grundrechte und die Grundwerte der EU zu fördern und zu schützen.

Hintergrund

Am 2. Mai 2012 verabschiedete die Kommission eine Mitteilung für eine „Strategie für ein besseres Internet für Kinder”, in der, unter vier Hauptzielen zusammengefasst, Maßnahmen beschrieben werden.

38 % der 9- bis 16-Jährigen Internetnutzer geben an, dass sie trotz bestehender Altersbeschränkungen ein Profil in einem sozialen Netz haben. Mehr als 30 % der Kinder, die ins Internet gehen, benutzen dazu ein mobiles Gerät und 26 % eine Spielkonsole. Vier von zehn Kindern geben an, dass sie schon mit Risiken wie Online-Mobbing, Verherrlichung von Magersucht oder Selbstverstümmelung in von Nutzern selbst erstellten Inhalten oder Missbrauch ihrer personenbezogenen Daten zu tun hatten.

Mitglieder der Koalition

Apple

LG Electronics

Stardoll

BSkyB

Mediaset

Sulake

BT

Microsoft

Telefónica

Dailymotion

Netlog*

TeliaSonera

Deutsche Telekom

Nintendo

Telecom Italia

Facebook

Nokia

Telenor Group

France Telecom-Orange

Opera Software

Tuenti

Google

Research in Motion

Vivendi

Hyves

RTL Group

Vodafone

KPN

Samsung

Liberty Global*

Skyrock

* hat noch keine konkreten Fortschritte mitgeteilt

Nützliche Links

EU-Programm „Sicheres Internet

http://ec.europa.eu/digital-agenda/news-redirect/9565 Links zu Erklärungen der Unternehmen und sonstigen Dokumenten

Website zur Digitalen Agenda

Website von Neelie Kroes

Neelie Kroes auf Twitter

http://www.saferinternetday.org

Twitter-Hashtags: #SID2013 und #betterinternet4kids

Ansprechpartner :

Linda Cain (+32 2 299 90 19)

Ryan Heath (+32 2 296 17 16)


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