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EU-Kommission will mit Initiative „Die Bildung öffnen“ Innovation und digitale Kompetenzen in Schulen und Hochschulen fördern

Commission Européenne - IP/13/859   25/09/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 25. September 2013

EU-Kommission will mit Initiative „Die Bildung öffnen“ Innovation und digitale Kompetenzen in Schulen und Hochschulen fördern

Mehr als 60 % der Neunjährigen in der EU besuchen Schulen, die nach wie vor nicht im digitalen Zeitalter angekommen sind. Die Europäische Kommission stellt heute mit der Mitteilung „Die Bildung öffnen“ einen Aktionsplan zur Lösung dieses und anderer digitaler Probleme vor. So sollen die Schulen in die Lage versetzt werden, eine hochwertige Bildung und die digitalen Kompetenzen zu vermitteln, die bis 2020 an 90 % der Arbeitsplätze erforderlich sein werden. Zur Unterstützung dieser Initiative präsentiert die Kommission heute die neue Website Open Education Europa, auf der Studierende, Anwender und Bildungseinrichtungen frei verwendbare Lehr- und Lernmaterialien austauschen können.

Zwischen 50 % und 80 % der Schüler bzw. Studierenden in der EU benutzen nie digitale Lehrbücher, Übungssoftware, Videos/Podcasts, Simulationen oder Lernspiele. Die meisten Lehrkräfte der Primar- und Sekundarstufe halten sich selbst nicht für „digital versiert“ oder in der Lage, digitale Kompetenzen wirksam zu vermitteln; 70 % wünschen sich eine bessere Ausbildung in der Anwendung von IKT. In Lettland, Litauen und der Tschechischen Republik haben mehr als 90 % der Schülerinnen und Schüler einen Internetzugang in der Schule, d. h. doppelt so viele wie in Griechenland und Kroatien (rund 45 %).

Auch die Hochschulbildung steht vor einer digitalen Herausforderung: Da die Zahl der Studierenden in der EU in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich beträchtlich steigen wird, müssen die Hochschulen ihre klassischen Lehrmethoden aktualisieren und eine Kombination aus Präsenzphasen und Online-Angeboten wie MOOC (Massive Open Online Courses – offene Online-Kurse mit sehr vielen Teilnehmern) vorsehen, die den Studierenden den Zugang zur Bildung jederzeit an jedem Ort und mit jedem Gerät ermöglichen. Viele Hochschulen sind jedoch für diesen Wandel nicht bereit.

„Die Bildung öffnen“ ist eine gemeinsame Initiative der EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, Androulla Vassiliou, und der für die Digitale Agenda zuständigen Kommissionsvizepräsidentin Neelie Kroes. Die Initiative hat drei Schwerpunkte:

  • Schaffung von Innovationschancen für Einrichtungen, Lehrkräfte und Lernende

  • intensivere Nutzung frei zugänglicher Lehr- und Lernmaterialien, wobei sicherzustellen ist, dass alle aus öffentlichen Haushalten finanzierten Lehrmittel für jeden zugänglich sind

  • bessere IKT-Infrastrukturen und Konnektivität in den Schulen

Die Bildungslandschaft wandelt sich von Grund auf – von der Schule bis zur Hochschule und darüber hinaus: Eine auf offenen Technologien beruhende Bildung ist bald für alle Altersstufen nicht mehr nur ein ‚Plus‘, sondern wird zum ‚Muss‘. Wir müssen uns mehr anstrengen, damit vor allem die jungen Menschen die digitalen Kompetenzen mitbekommen, die sie in Zukunft benötigen. Es reicht nicht, lediglich mit einer ‚App‘ oder einem Programm umgehen zu können. Die jungen Leute müssen in der Lage sein, ihre eigenen Programme zu schreiben. Bei der Initiative ‚Die Bildung öffnen‘ geht es darum, eine offenere Einstellung zu neuen Lernmethoden zu schaffen, um die Beschäftigungsfähigkeit, die Kreativität sowie den Innovations- und Unternehmergeist bei unseren jungen Menschen zu fördern“, erklärte Kommissarin Vassiliou.

Vizepräsidentin Kroes fügte hinzu: „Ich wünsche mir, dass bis 2020 jedes Klassenzimmer digital ausgestattet ist. Die Bildung muss den Anschluss an die Realität behalten und darf sich nicht in einem Paralleluniversum bewegen. Die jungen Menschen wollen die neuen Technologien in allen Lebenslagen nutzen. Sie brauchen digitale Kompetenzen, um eine Beschäftigung zu finden. Alle – nicht nur einige wenige – Schulen und Hochschulen müssen diesem Umstand gerecht werden.

Projekte im Zusammenhang mit der Initiative „Die Bildung öffnen“ werden durch Erasmus+, das neue EU-Programm für die allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, Horizont 2020, das neue Forschungs- und Innovationsprogramm, sowie die EU-Strukturfonds gefördert. Erasmus+ beispielsweise bietet Unterstützung für Bildungsträger, die ihre Geschäftsmodelle an den technischen Wandel anpassen und die berufliche Entwicklung der Lehrkräfte mithilfe frei zugänglicher Online-Angebote fördern. Alle durch Erasmus+ kofinanzierten Lehrmittel werden dank offener Lizenzen für die breite Öffentlichkeit zugänglich sein.

Hintergrund

Wir leben heute in einer vernetzten Gesellschaft, und immer mehr Menschen aller Altersstufen nutzen die neuen Technologien im Alltag. Wenn sie in die Schule gehen, betreten viele Kinder jedoch ein System, das mit ihrem täglichen Leben wenig zu tun hat.

Die digitale Welt ändert die Art und Weise, wie Bildung ausgestattet, vermittelt und aufgenommen wird. In den nächsten zehn Jahren wird der Markt für E-Learning voraussichtlich um das Fünfzehnfache wachsen und somit 30 % des gesamten Bildungsmarkts ausmachen. Alle Europäerinnen und Europäer sollten von dieser Entwicklung profitieren können.

Die Bildungs- und Entscheidungsträger sollten diesen Wandel aktiv gestalten und nicht lediglich erdulden.

Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage zur Verwendung von IKT in Schulen ergab, dass nur jeder vierte Neunjährige eine „digital sehr gut ausgestattete Schule“ besucht, die über moderne Geräte, eine schnelle Breitbandverbindung (>10 Mbit/s) und eine hohe „Konnektivität“ (Website, E-Mail für Schüler und Lehrkräfte, LAN, virtuelles Lernumfeld) verfügt. Nur die Hälfte der 16-Jährigen besucht eine solche „digital sehr gut ausgestattete Schule“, und 20 % der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe haben nie oder fast nie einen Computer im Unterricht benutzt.

Die Wirkung der Initiative „Die Bildung öffnen“ soll durch Empfehlungen gestärkt werden, die die hochrangige Gruppe zur Modernisierung der Hochschulbildung im nächsten Sommer veröffentlichen wird. Die von Kommissarin Vassiliou eingesetzt Gruppe unter dem Vorsitz der ehemaligen irischen Präsidentin Mary McAleese bewertet derzeit, wie die neuen Lehr- und Lernmethoden in der Hochschulbildung am besten zum Einsatz kommen können.

Diese Initiative steht außerdem im Zusammenhang mit der Großen Koalition für digitale Arbeitsplätze, einer Plattform, die zahlreiche Interessenträger zusammenbringt, um sich mit dem Mangel an IKT-Kompetenzen und dem Problem der bis zu 900 000 unbesetzten Stellen in der IT-Branche zu befassen.

Weitere Informationen

MEMO/13/813 Die Bildung öffnen – Häufig gestellte Fragen

Mitteilung „Die Bildung öffnen: Innovative Lehr- und Lernmethoden für alle mithilfe neuer Technologien und frei zugänglicher Lehr- und Lernmaterialien“

Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen „Analysis and mapping of innovative teaching and learning for all through new Technologies and Open Educational Resources in Europe“

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Digitale Kompetenzen und Arbeitsplätze in der Europäischen Union

Digital Agenda and Education

Website von Androulla Vassiliou

Neelie Kroes website

Twitter: @VassiliouEU und @NeelieKroesEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 299-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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