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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Prag, den 24. September 2013

25 Jahre kluge Köpfe: EU zeichnet Nachwuchswissenschaftler aus

Heute sind in Prag die besten europäischen Nachwuchswissenschaftler zu ihrem 25. jährlichen Forschungswettbewerb (European Union Contest for Young Scientists, EUCYS) zusammengetroffen. 126 viel versprechende Nachwuchstalente im Alter zwischen 14 und 21 Jahren stellten dabei ihre Projekte vor und versuchten, eine internationale Jury damit zu beeindrucken. Es wurden Preisgelder von insgesamt 54 500 EUR vergeben, aber auch andere Gewinne wie Reisen zu wissenschaftlichen Veranstaltungen (MEMO/13/812).

Die drei ersten Preise von jeweils 7000 EUR erhielten Perttu Pölönen aus Finnland für „Music A' Clock“, Ciara Judge, Emer Hickey und Sophie Healy-Thow aus Irland für ihr Biologieprojekt „A statistical investigation of the effects of diazotroph bacteria on plant germination“ und Frederick Turner aus dem Vereinigten Königreich für seine Arbeit im Bereich der Gentechnik („Genetics at home: Building a PCR machine and other equipment for setting up a home genetics lab“). Drei zweite Preise gingen nach Österreich, Deutschland und der Schweiz, und mit drei dritten Preisen wurden Projekte aus Ungarn, Deutschland und Belarus ausgezeichnet.

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, erklärte dazu: „Wenn wir in Europa solche Talente hervorbringen können, steht uns eine große Zukunft bevor. Besonders faszinierend ist die Mischung aus der aus reiner Neugier betriebenen Forschung und den eher anwendungsbezogenen Projekten. Wir brauchen mehr junge Menschen, die in der Schule naturwissenschaftlich-technische und mathematische Fächer wählen, und vor allem möchte ich junge Frauen dazu ermuntern, Laufbahnen in dieser Richtung einzuschlagen.“

Bei dem Wettbewerb in Prag waren 85 Projekte aus 37 Ländern vertreten (EU-Mitgliedstaaten, assoziierte Staaten und andere Länder). Neben der Preisverleihung hatten die Nachwuchsforscher auch Gelegenheit, ihre Projekte in einer viertägigen Ausstellung zu präsentieren und an verschiedenen Workshops und Nebenkonferenzen teilzunehmen.

Vorsitzender der diesjährigen Jury war Dr. Henrik Aronsson von der Universität Göteborg. Die Projekte waren bereits in den nationalen Ausscheidungen mit ersten Preisen der jeweiligen Fachrichtungen bedacht worden und decken ein breites Wissenschaftsspektrum ab: Biologie, Physik, Chemie, Informatik, Sozialwissenschaften, Umwelt, Mathematik, Werkstoffe, Technik und Medizin.

Der Wettbewerb bietet auch einen Preis für Internationale Zusammenarbeit für das beste Projekt eines Teams aus eingeladenen Gastländern, die mit der EU ein Abkommen über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit geschlossen haben, nämlich USA, Kanada, China, Neuseeland, Südkorea und Ägypten. Mit diesem Preis, der den Nutzen internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit im Forschungsbereich unterstreicht, wurde Jessie MacAlpine aus Kanada für einen Beitrag zur Malariaforschung („Mustard Oil as an Apicomplexan-targeting Drug Therapy for Plasmodium falciparum“) ausgezeichnet.

Hintergrund

Der EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler wurde von der Europäischen Kommission 1989 ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen jungen Wissenschaftlern zu erleichtern und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich von einigen der bedeutendsten Wissenschaftler in Europa beraten zu lassen. Der erste Wettbewerb fand in Brüssel statt und wurde seither in 23 europäischen Städten ausgerichtet.

Mit dem Wettbewerb sollen die Bemühungen der Teilnehmerländer unterstützt werden, junge Menschen für das Studium so genannter MINT-Fächer (Mathematik, Ingenieur-/Naturwissenschaften und Technologie) zu interessieren und dazu zu bringen, berufliche Laufbahnen in Wissenschaft und Forschung einzuschlagen. Seit 1989 ist die Zahl der teilnehmenden Nachwuchsforscher stetig gestiegen, von 59 im ersten Jahr auf 126 im Jahr 2013, wobei Paris 2009 mit 137 Wettbewerbern einen Rekord verzeichnete.

Das allgemeine Problem weiblicher Unterrepräsentation in den MINT-Fächern spiegelt sich auch in der Zahl der Frauen unter den Wettbewerbsteilnehmern wider. In diesem Jahr lag ihr Anteil bei 35 % (44 gegenüber 82 männlichen Teilnehmern). 1997 überstieg der Frauenanteil erstmals 30 % und bewegte sich seither in der Regel zwischen 30 % und 35 %, wobei 2005 ein Höchstwert von 41 % erreicht wurde. In den vergangenen 25 Jahren wurden 168 Mädchen und 576 Jungen mit Preisen ausgezeichnet.

Ausführliche Angaben zum diesjährigen Wettbewerb finden Sie unter: http://media.eucys2013.cz. Alle drei ersten Preise sind mit 7000 EUR dotiert, während die Teams an zweiter und dritter Stelle jeweils 5000 EUR bzw. 3500 EUR erhalten. Weitere Preise sind Reisen zum International Youth Science Forum in London sowie zum International Youth Science Seminar in Stockholm. Darüber hinaus gibt es Preise von Sponsoren aus der Wirtschaft (u. a. Reisen zur Wissenschaftsmesse Intel ISEF in den USA) sowie von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission, der Vereinigung europäischer Forschungsorganisationen EIROforum und dem Europäischen Patentamt.

Weitere Informationen über den Wettbewerb und die Preisträger unter: http://ec.europa.eu/research/youngscientists/index_en.cfm

Kontakt:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88) Twitter: @ECSpokesScience

Inma Martínez García (+32 2 295 56 04)


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