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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 23. September 2013

Wichtiger Beitrag der EU zur weltweiten Armutsbekämpfung

Während der letzten zehn Jahre konnten dank der finanziellen Unterstützung der EU knapp 14 Mio. Kinder die Grundschule besuchen, mehr als 46 Mio. Menschen erhielten Bargeld oder Sachleistungen zur Gewährleistung einer ausreichenden Nahrungsmittelversorgung und mehr als 7,5 Mio. Geburten wurden durch qualifiziertes Gesundheitspersonal begleitet und damit in vielen Fällen das Leben der Mütter und Neugeborenen gerettet.

Dies sind nur einige der neuen Ergebnisse, die heute von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurden. Sie verdeutlichen, wie die Kommission zur weltweiten Armutsminderung beigetragen und die Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) unterstützt hat, die auf die Verbesserung der Lebensbedingungen von Millionen von Menschen ausgerichtet sind.

Die neuen Ergebnisse, die sich auf die Tätigkeit der EU zwischen 2004 und 2012 beziehen, wurden einige Tage vor einer Sonderveranstaltung der Vereinten Nationen in New York vorgestellt, bei der erörtert werden soll, wie die Fortschritte bei der Beseitigung der Armut beschleunigt und eine umfassende globale Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015 gestaltet werden können. José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, wird an der Veranstaltung teilnehmen und wird dabei vom EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs, und dem für Umwelt zuständige Mitglied der EU-Kommission, Janez Potočnik, begleitet.

Kommissionspräsident Barroso erklärte hierzu: „Die Welt hat beeindruckende Fortschritte bei der Armutsbekämpfung erzielt, und wir können über den bedeutenden Beitrag der Europäischen Union zu diesem großen Erfolg stolz sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Beseitigung der Armut innerhalb einer Generation möglich ist. Ich habe die Vision einer Welt, in der alle Menschen in Würde und Wohlstand leben und Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitärversorgung und Energie sowie zu Bildung und Gesundheitsdiensten haben; einer Welt, in der grundlegende Menschenrechte geachtet werden und die Entwicklung von Nachhaltigkeit geprägt ist. In eine gerechte und nachhaltige Globalisierung zu investieren halte ich nur für richtig, sondern auch für eine Frage der strategischen Vision.“

Kommissar Andris Piebalgs erklärte: „Die EU ist der großzügigste Geber der Welt und unsere Arbeit trägt maßgeblich dazu bei, das Leben von Millionen von Menschen zu verändern. Wir werden uns weiterhin nach besten Kräften darum bemühen, dass die MDG bis 2015 erreicht werden. Dazu werden wir insbesondere die mit 1 Mrd. EUR ausgestattete MDG-Initiativen weiter umsetzen, die bereits heute fast 50 Partnerländern zugute kommt. Diese Sonderveranstaltung der Vereinten Nationen zu den MDG bietet eine einmalige Gelegenheit, das globale Handeln in den kommenden zwei Jahren zu intensivieren und damit den Erfolg der MDG zu sichern. Außerdem erwarte ich, dass auf dieser Veranstaltung die Weichen für eine Einigung über eine Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015 gestellt werden, bei der die Themen Armutsbeseitigung und nachhaltige Entwicklung im Mittelpunkt stehen. Die EU ist fest entschlossen, dazu beizutragen, dass bis 2030 und auch danach alle Menschen in Würde leben können.“

Einige zentrale Ergebnisse der Programme der Europäischen Kommission im Zeitraum 2004-2012:

  • 7,7 Mio. Menschen schlossen eine technische oder berufliche Ausbildung ab;

  • 46,5 Mio. Menschen wurden durch Sozialtransfers bei der Sicherung einer ausreichenden Nahrungsmittelversorgung unterstützt;

  • 13,7 Mio. zusätzliche Kinder besuchten eine Grundschule;

  • 1,2 Grundschullehrer/innen wurden ausgebildet;

  • 37 000 Schulen wurden gebaut oder renoviert;

  • 300 000 zusätzliche Mädchen besuchten eine Sekundarschule;

  • 18,3 Mio. Kinder unter einem Jahr wurden gegen Masern geimpft;

  • über 7,5 Mio. Geburten wurden durch geschultes Gesundheitspersonal begleitet;

  • 18 Mio. mit Insektiziden behandelte Moskitonetze wurden verteilt;

  • mehr als 70 Millionen Menschen erhielten Anschluss an eine verbesserte Trinkwasserversorgung;

  • 24,5 Mio. Menschen erhielten Anschluss an eine Sanitärversorgung;

  • Wahlbeobachtungsmissionen wurden zu Wahlen entsandt, an denen mehr als 711 Wähler/innen teilnahmen;

  • Straßen mit einer Gesamtlänge von 87 000 km wurden instandgehalten, gebaut oder rehabilitiert

Hintergrund

Im Jahr 2000 hat sich die internationale Gemeinschaft zur Verringerung der weltweiten Armut und zur Rettung von Millionen von Menschenleben verpflichtet und dazu acht so genannte Millenniums-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals - MDG) festgelegt, die bis 2015 erreicht werden sollten. Sie betreffen Themen wie Armut und Hunger, Bildung, Gleichstellung der Geschlechter, Gesundheit, Umwelt und eine globale Entwicklungspartnerschaft. Seitdem setzt sich die Europäische Union entschlossen für die Verwirklichung der MDG ein und geht im Hinblick auf die Einbeziehung dieser Ziele in die praktische Entwicklungszusammenarbeit mit gutem Beispiel voran. Im Jahr 2010 kündigte Kommissionspräsident Barroso eine besondere - mit 1 Mrd. EUR ausgestattete - europäische MDG-Initiative an, um Ländern bei der Erreichung der MDG zu unterstützen, bei denen die wenigsten Fortschritte zu verzeichnen waren, nämlich Müttergesundheit, Kindersterblichkeit und Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung. Heute erhalten fast 50 Länder Unterstützung im Rahmen dieser Initiative.

Eine vollständige Liste der wichtigsten Ergebnisse der Programme der Europäischen Kommission und ein Überblick über die Politiken und Aktivitäten der EU, die zur Verwirklichung der acht MDG beitragen, finden sich in der Broschüre „Beitrag der EU zur Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele“: http://ec.europa.eu/europeaid/documents/mdg-brochure-2013_de.pdf

Am 25. September 2013 findet in New York eine Sonderveranstaltung der Vereinten Nationen statt, bei der sowohl der Stand der MDG als auch Möglichkeiten zur Beschleunigung ihrer Verwirklichung geprüft werden sollen. Die Teilnehmer werden aber auch ihren Blick auf die Zeit nach 2015 richten und erörtern, wie ein Rahmen für die globale Entwicklung gestaltet werden kann, der in kohärenter Weise die vollständige Beseitigung der Armut und gezielte Maßnahmen zur weltweiten Förderung der Nachhaltigkeit -zwei Ziele, die sich gegenseitig verstärken - miteinander verknüpft.

Die Diskussionen über die Gestaltung der globalen Agenda für die Zeit nach 2015 sind bereits angelaufen. Im September 2012 berief UN-Generalsekretär Ban Ki-moon eine Hochrangige Gruppe namhafter Persönlichkeiten für die Entwicklungsagenda nach 2015 ein, der auch EU-Kommissar Piebalgs angehörte. Die Gruppe legte am 30. Mai 2013 seinen Abschlussbericht „A New Global Partnership: Eradicate Poverty and Transform Economies through Sustainable Development" (Eine neue globale Partnerschaft: durch nachhaltige Entwicklung die Armut beseitigen und Volkswirtschaften umgestalten) vor.

Im Februar 2012 hatte die Europäische Kommission bereits ihren eigenen Standpunkt in Bezug auf die Gestaltung eines künftigen übergreifenden Entwicklungsrahmens in der Mitteilung „Ein menschenwürdiges Leben für alle – Beseitigung der Armut und Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft für die Welt“ dargelegt.

Weitere Informationen

MEMO/13/809: Die Millenniums-Entwicklungsziele und eine globale Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015

IP/11/1063: Millenniums-Entwicklungsziele: 1 Mrd. EUR-Initiative der EU mit den Zielen Müttergesundheit, Bekämpfung der Kindersterblichkeit und des Hungers sowie Verbesserung der Trinkwasser- und Sanitärversorgung

Website des Präsidenten der Europäischen Kommission José Manuel Barroso:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/president/

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Website des EU-Kommissars für Umwelt, Janez Potočnik:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/potocnik/

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 2 299 06 77)

Maria Sanchez Aponte (+32 2 298 10 35)


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