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EU erörtert künftige Prioritäten der Entwicklungszusammenarbeit mit der Karibik

European Commission - IP/13/839   18/09/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 18. September 2013

EU erörtert künftige Prioritäten der Entwicklungszusammenarbeit mit der Karibik

Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Entwicklung, wird morgen an einem Seminar in Guyana teilnehmen, auf dem die künftige Entwicklungszusammenarbeit zugunsten des karibischen Raums im Rahmen des 11. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF, 2014-2020) erörtert werden soll. Anlässlich dieses Seminars am 19. und 20. September dürfte Kommissar Piebalgs bestätigen, dass die EU bereit ist, im Rahmen des nächsten EEF Mittel in Höhe von 1 Mrd. EUR für die bedürftigsten Menschen in der Karibik bereitzustellen.

Vor Beginn des Seminars erklärte Kommissar Piebalgs: „Unser erneuertes Engagement zeigt, dass der Einsatz der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit besser an die spezifischen Bedürfnisse der Länder der Region angepasst werden muss. Der neue Ansatz, wie er in der Agenda für den Wandel beschrieben ist, konzentriert sich auf die Regionen, in denen die Millenniums-Entwicklungsziele noch immer nicht erreicht sind, und soll sicherstellen, dass jeder ausgegebene Euro bei den Menschen ankommt, die das Geld am dringendsten brauchen.“

Haiti, das am wenigsten entwickelte Land der Region, wird mehr als 40 % dieser Mittel erhalten, womit seine Anstrengungen beim Wiederaufbau und der Bekämpfung der Armut weiter unterstützt werden. Zwar sind beim Wiederaufbau des Landes nach dem Erdbeben im Jahr 2010 Fortschritte zu verzeichnen, es ist jedoch noch viel zu tun. Im Rahmen des neuen EEF wird zusätzlich zur laufenden Zusammenarbeit in den Bereichen Ernährungssicherheit, städtische Entwicklung und Stärkung der Reform der staatlichen Verwaltung nun auch der Ausbildungsbereich unterstützt.

Es wird erwartet, dass Kommissar Piebalgs während seines Besuchs mit dem Präsidenten von Guyana, Seiner Exzellenz Donald Ramotar, und dem Generalsekretär der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) und des Forums der karibischen AKP-Staaten (CARIFORUM), Botschafter Irwin LaRoque, zusammentreffen wird. Außerdem sind eine Zusammenkunft mit Organisationen der Zivilgesellschaft und der Besuch eines von der EU geförderten Projekts für Küstenschutz, Klimaschutz und Abschwächung der Folgen des Klimawandels geplant.

Hintergrund

Die Karibische Region im Rahmen des 11. EEF

15 karibische AKP-Staaten (mit Ausnahme der Bahamas) werden im Rahmen des 11. EEF bilaterale Mittelzuweisungen erhalten. Außerdem können all diese Länder weiterhin Fördermittel aus den regionalen Programmen erhalten.

Die Agenda für den Wandel (der Leitplan der Kommission für die vorrangige Ausrichtung ihrer Hilfe auf die bedürftigsten Länder und Sektoren) fordert eine Konzentration der Mittel auf die Regionen und Länder, die sie am meisten benötigen und in denen zusätzliche Anstrengungen zur Verwirklichung der Millenniumsziele unternommen werden müssen.

Die bilaterale Unterstützung für einige Länder wird infolge der Vorgaben der Agenda für den Wandel zwar zurückgehen, die EU plant jedoch, die Mittel für die regionalen Programme im karibischen Raum erheblich aufzustocken. Die wichtigsten Bereiche der Zusammenarbeit in diesem Rahmen werden sein: regionale Integration und Handel, Sicherheit sowie Klimawandel und Umwelt.

Darüber hinaus möchte die EU in den nächsten sieben Jahren im Rahmen der kürzlich geschaffenen Investitionsfazilität für die Karibik, eines neuen Mechanismus für die Kombination von Darlehen und Zuschüssen, die Region stärker unterstützen. Diese Kombination könnte ein äußerst interessantes Instrument zur Erhöhung der verfügbaren Ressourcen, zur Förderung von Investitionen und zur Unterstützung des Privatsektors sein. Große Infrastrukturprojekte (z. B. im Energiebereich) können eher wirksam sein, wenn sie auf regionaler Ebene umgesetzt werden, denn mehrere Karibikstaaten haben nur eine geringe Bevölkerung.

Einzelheiten zum Besuch

Der Hauptzweck des Besuchs ist die Abhaltung eines regionalen Programmierungsseminars, um erstmals mit den Partnerstaaten der Region regionale und bilaterale Prioritäten zu erörtern und ihre Zustimmung für die Auswahl der prioritären Sektoren für die Zusammenarbeit zu erhalten.

Das Seminar wird von Kommissar Piebalgs eröffnet, der gemeinsam mit dem Präsidenten von Guyana, Donald Ramotar, und dem Generalsekretär von CARICOM/CARIFORUM auf der Vollsitzung sprechen und danach alle Länderdelegationen treffen wird, um für jedes einzelne Land die bilateralen Prioritäten für die Kooperation zu diskutieren. Auch Prioritäten des regionalen Programms (2014-2020) sollen mit den zuständigen Behörden von CARICOM/CARIFORUM besprochen werden.

Im Anschluss an das Seminar wird der EU-Kommissar mit Vertretern der Zivilgesellschaft der karibischen Staaten zusammenkommen und ein von der EU gefördertes Projekt besuchen, das Guyana Mangrove Restoration Project. Ziel dieses Projekts sind Bau und Instandsetzung von Küstenschutzanlagen (wie Mauern, Erddämmen, Mangroven und Sandriffen), die seit Langem eine Priorität der EU-Entwicklungsmaßnahmen in Guyana sind. Die Küste Guyanas liegt unterhalb des Meeresspiegels und ist somit ständig Überschwemmungen ausgesetzt. Daher sind angemessene Küstenschutzanlagen von entscheidender Bedeutung für die Erhaltung der Siedlungen und der Wirtschaftstätigkeit in den gefährdeten Gebieten.

Weitere Informationen:

MEMO/13/798: EU relations with the Caribbean

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Mehr über die Arbeit der EU in der Karibik:

http://eeas.europa.eu/caribbean/index_en.htm

Zur Arbeit von EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Ansprechpartner:

Alexandre Polack (+32 2 299 06 77)

Maria Sanchez Aponte (+32 2 298 10 35)


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