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Kommissarin Vassiliou unterstützt Engagement des litauischen Ratsvorsitzes für Bildung und Jugend

European Commission - IP/13/813   04/09/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 4. September 2013

Kommissarin Vassiliou unterstützt Engagement des litauischen Ratsvorsitzes für Bildung und Jugend

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, besucht vom 5. bis zum 10. September Litauen, um das Engagement des litauischen EU-Ratsvorsitzes zu unterstützen, der die Qualität in der Bildung und Chancen für junge Menschen ganz oben auf der politischen Tagesordnung sieht. Kommissarin Vassiliou wird mit der litauischen Präsidentin Dalia Grybauskaitė die EU-Jugendkonferenz und mit Premierminister Algirdas Butkevicius die Konferenz „Europäische Hochschulbildung in der Welt“ eröffnen. Außerdem trifft die Kommissarin mit dem Minister für Bildung und Forschung Dainius Pavalkis, der Ministerin für soziale Sicherheit und Arbeit Algimanta Pabedinskienė und Abgeordneten des Seimas, des litauischen Parlaments, zusammen.

„Es freut mich, dass der litauische Ratsvorsitz die Bedeutung von Bildung und Jugend für nachhaltiges Wachstum und Arbeitsplätze hervorhebt“, so die Kommissarin. „Damit setzt er ein wichtiges Zeichen im Vorfeld des neuen EU-Programms Erasmus+, das in den nächsten sieben Jahren vier Millionen jungen Europäerinnen und Europäern ermöglichen wird, in einem anderen Land zu studieren, eine Ausbildung zu absolvieren, zu unterrichten oder Freiwilligendienst zu leisten. Ich freue mich ganz besonders darauf, während meines Besuchs mit Studentinnen und Studenten über das neue Programm zu diskutieren und über die Möglichkeiten, die es eröffnet.“

Am 5. September nimmt die Kommissarin in Wilna an der vom Ratsvorsitz ausgerichteten Konferenz über Europäische Hochschulbildung in der Welt teil. Zentrales Thema wird die neue Strategie der Europäischen Kommission für die Internationalisierung der Hochschulbildung sein, in der ambitioniertere Maßnahmen zur Intensivierung der Zusammenarbeit und der Mobilität über die Grenzen der EU hinweg gefordert werden, um so die Qualität der Hochschulbildung zu steigern und die Schaffung von Arbeitsplätzen und Innovationen zu unterstützen (siehe IP/13/678).

Kommissarin Vassiliou wird deutlich machen, dass wir umfassende nationale und institutionelle Strategien zu brauchen, die über die Mobilität hinausgehen und neue Formen der Partnerschaft befördern. Sie wird darlegen, wie die EU über die neuen Förderprogramme Erasmus+ und Horizont 2020 zu diesen Zielen beitragen will. Die Kommissarin besucht außerdem am 5. September das Wissenschafts- und Kommunikationszentrum der Universitätsbibliothek von Wilna.

Am darauffolgenden Tag (6. September) wird sie in Kaunas Studierende der Vytautas-Magnus-Universität und anderer Einrichtungen treffen, um über Erasmus+, die Zukunft Europas und die Rolle von allgemeiner und beruflicher Bildung bei der Überwindung der gegenwärtigen Krise zu diskutieren.

Auf der EU-Jugendkonferenz (9. bis 12. September in Wilna) wird es hauptsächlich um Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Inklusion junger Menschen gehen, insbesondere derjenigen, die weder einen Arbeitsplatz haben noch eine Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren. Wirksame Abhilfe, das wird Kommissarin Vassiliou hervorheben, ist hier nur möglich, wenn alle relevanten Politikbereiche, darunter Bildung, Beschäftigung und Gesundheit, auf nationaler und EU-Ebene koordiniert werden. Sie wird außerdem die Überprüfung des „strukturierten Dialogs“ der EU mit der Jugend erläutern, der jungen Menschen ermöglicht, die EU-Politik, die sie betrifft, mitzugestalten.

Etwa 100 Jugendvertreter werden Feedback geben über die Konsultationen in ihren Mitgliedstaaten. Ziel sind gemeinsame Schlussfolgerungen, die dann im weiteren Verlauf des Jahres von den EU-Jugendministern angenommen würden.

Kommissarin Vassiliou wird auch mit Abgeordneten des Seimas zusammentreffen und am 9. September eine Konferenz über Bildungsmanagement (Leadership in education) eröffnen, die sich hauptsächlich um die Frage drehen wird, wie Leiterinnen und Leiter von Schulen und berufsbildenden Einrichtungen deren Qualität und Effizienz steigern können. Die Veranstaltung baut auf der Kommissionsinitiative „Neue Denkansätze für die Bildung“ auf, in der die Mitgliedstaaten aufgefordert werden, Lehrkräfte, Ausbilder von Lehrkräften und Schulleiter stärker zu unterstützen, um die Lernergebnisse zu verbessern.

Hintergrund

Seit 2007 hat Litauen 76 Mio. EUR aus dem EU-Programm für lebenslanges Lernen erhalten: 39 Mio. EUR an Erasmus-Geldern für den Hochschulbereich, 19 Mio. für berufliche Bildung (Leonardo Da Vinci), 13 Mio. für die Zusammenarbeit zwischen Primar- und Sekundarschulen (Comenius) und 5 Mio. für Erwachsenenbildung (Grundtvig). Außerdem wurde die Jugendarbeit in Litauen mit 16,6 Mio. EUR aus dem EU-Programm Jugend in Aktion gefördert. 2011-2012 erhielten über 3500 litauische Studierende Erasmus-Stipendien für ein Studium oder ein Praktikum im Ausland, während fast 2000 ausländische Studierende 2012 nach Litauen kamen. Über 6000 junge Menschen und Jugendbetreuer aus Litauen nahmen 2012 am Programm Jugend in Aktion teil.

Erasmus+

Erasmus+, das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, wird voraussichtlich in diesem Herbst von Parlament und Rat gebilligt und kann im Januar 2014 anlaufen. Es ersetzt das Programm für lebenslanges Lernen und die Programme der EU zur Förderung der internationalen Mobilität im Bildungsbereich. Durch eine straffere Programmstruktur wird die Effizienz verbessert und die Kosten werden gesenkt. Der Gesamtetat von rund 14,5 Mrd. EUR wird zwischen 2014 und 2020 vier Millionen Menschen ermöglichen, im Ausland zu studieren, eine Ausbildung zu absolvieren, Freiwilligendienst zu leisten oder Berufserfahrung zu sammeln.

Junge Menschen, die über Gebühr hart von den Folgen der Wirtschaftskrise betroffen sind, werden die Hauptnutznießer von Erasmus+ sein. Etwa 14 Millionen Europäerinnen und Europäer im Alter zwischen 15 und 29 Jahren sind gegenwärtig nicht in Arbeit, Schul- oder Berufsausbildung (sogenannte NEETs = not in education, employment or training). Sie sind besonders stark von Armut und sozialer Ausgrenzung, unsicheren Arbeitsverhältnissen und schlechten Beschäftigungsaussichten oder dem Abrutschen in die Kriminalität bedroht und anfälliger für psychische oder physische Beschwerden. 2011 beliefen sich die wirtschaftlichen Einbußen aufgrund der Arbeitslosigkeit junger Menschen in Europa auf schätzungsweise 153 Mrd. EUR, was 1,2 % des Bruttoinlandsproduktes entspricht.

Erasmus+ wird auch die Zusammenarbeit in allgemeiner und beruflicher Bildung zwischen den EU-Ländern und mit Drittstaaten stärken. Kooperation und Mobilitätsangebote zwischen EU-Ländern und Partnern außerhalb der Union werden jährlich mit 400 Mio. EUR gefördert werden. Die internationale Komponente von Erasmus+ wird auf der neuen Strategie „Europäische Hochschulbildung in der Welt“ aufbauen, die die Europäische Kommission am 11. Juli auf den Weg gebracht hat: 2020 wird es weltweit etwa 7 Millionen international mobile Studierende geben (gegenüber 4 Millionen 2010), hauptsächlich aus Asien, Lateinamerika oder dem Nahen Osten. Heute zieht es jährlich etwa 45 % oder 1,8 Millionen der mobilen Studierenden aus aller Welt nach Europa.

Weitere Informationen

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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