Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Autres langues disponibles: FR EN

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 30. August 2013

EU und Europäische Rundfunkunion wollen zur Stärkung der öffentlichen Medien in der Europäischen Nachbarschaftsregion zusammenarbeiten

Die Europäische Kommission und die Europäische Rundfunkunion (EBU) sind übereingekommen, ihre Zusammenarbeit zur Stärkung der öffentlichen Medien in den Ländern der Europäischen Nachbarschaftsregion zu verstärken.

Der EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik Štefan Füle traf heute mit dem Präsidenten der EBU, Jean-Paul Philippot, und der Generaldirektorin der EBU, Ingrid DELTENRE, in Brüssel zusammen, um die Zusammenarbeit im Rahmen einer im vergangenen Juli unterzeichneten Vereinbarung zu überprüfen, die in erster Linie die Länder betrifft, die der EU beitreten wollen.

Kommissar Füle kommentierte, die EBU habe sich als wichtiger Verbündeter bei der Förderung der Meinungsfreiheit und der Rolle der unabhängigen öffentlich-rechtlichen Medien in modernen europäischen Demokratien erwiesen. Er dankte dem Präsidenten und der Generaldirektorin der EBU für ihre erfolgreiche Arbeit in den Beitrittsländern und für die hervorragende Mitarbeit der EBU bei den Fortschrittsberichten zu den Kandidatenländern und die Speak up!-2-Konferenz vom Juni 2013. „Wir wollen unsere Zusammenarbeit nun durch stärkere Unterstützung des Aktionsplans für die Beitrittsländer und durch eine Vereinbarung zur Stärkung der öffentlich-rechtlichen Medien in den EU-Nachbarschaftsländern ausbauen,” erklärte der Kommissar.

EBU-Präsident Phillippot brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Europäische Kommission die Bemühungen der EBU zur Unterstützung der Reform-, Schulungs- und Kapazitätsaufbaumaßnahmen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in und um Europa anerkennt. „Unabhängige und tragfähige öffentlich-rechtliche Medien fördern die Meinungsfreiheit und die grundlegenden Werte gut informierter Demokratien. Wir freuen uns darauf, unsere Arbeit in Partnerschaft mit der Kommission zu erweitern – nicht nur in den Beitrittsländern, sondern auch in anderen Nachbarländern der EU,“ so Phillippot.

Das Thema Meinungsfreiheit in den Medien und die Rolle der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind politische Schwerpunkte der Europäischen Kommission in den Beitrittsländern sowie in der weiteren EU-Nachbarschaftsregion.

Die Europäische Union und die Europäische Rundfunkunion sind den gleichen Grundsätzen verpflichtet und verfolgen die gleichen politischen Ziele im Hinblick auf die Förderung freier und unabhängiger Medien und die Stärkung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in den Partnerländern. Freie Presse und Medien gehören zu den Grundlagen einer soliden und tragfähigen Demokratie. Unabhängige und tragfähige öffentlich-rechtliche Medien spielen im Wandlungsprozess und bei der Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft eine wichtige Rolle.

Die Europäische Kommission achtet ganz besonders auf die Reformbemühungen der öffentlichen Rundfunkanstalten in den Nachbarschaftsländern. Öffentlich-rechtliche Medien sind als spezielle Plattformen zur Vertretung der sozialen und kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft und für die Förderung von Inklusion und Toleranz unabdingbar. Die EBU verfügt über die erforderlichen Fachkenntnisse und die nötige Erfahrung zur Bewältigung der schwierigen Aufgabe, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bei der Umsetzung der Reform zu unterstützen.

In der Erweiterungsregion wurde im Rahmen des EBU-Partnerschaftsprogramms ein von der Europäischen Kommission kofinanzierter Aktionsplan durchgeführt, mit dem die EBU-Mitglieder im westlichen Balkan bei der Vorbereitung auf den EU-Beitritt unterstützt werden. Die bisher durchgeführten Maßnahmen umfassen regionale Konferenzen (zum Thema öffentlich-rechtliche Medien und Bürger sowie zur Frage der Roma-Minderheit), Workshops über öffentliche-rechtliche Nachrichtenproduktionen sowie Beratung zu Strategien für das Digitalzeitalter. Gleichzeitig ermöglicht das Partnerschaftsprogramm EBU-finanzierte Unterstützung für seine Mitglieder im Osten, d. h. für Armenien, Georgien, Moldau und Ukraine, sowie für die Länder im südlichen Mittelmeerraum, darunter Algerien, Libyen und Tunesien.

Darüber hinaus engagiert sich die EU – besonders auf bilateraler Ebene – aktiv für den Mediensektor im südlichen Mittelmeerraum. Im letzten Jahr hat die Europäische Kommission den zweiten Teil eines erfolgreichen Europa-Mittelmeer-Programms zur Entwicklung der Medien lanciert. Ein neues Programm wird auf den Weg gebracht, mit dem die Reform des audiovisuellen Sektors und insbesondere der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Ländern, in denen die Medien bisher staatlich kontrolliert wurden, unterstützt werden soll.

Hintergrund

Die Europäische Kommission und die EBU haben am 6. April 2013 eine Zuschussvereinbarung zur Stärkung der öffentlich-rechtlichen Medien in den Beitrittsländern unterzeichnet. Mit dem auf 24 Monate angelegten Projekt sollen die Ziele angegangen werden, die in der Vereinbarung der EU und der EBU vom 24. Juli 2012 festgelegt sind. Der EU-Beitrag beläuft sich auf 500 000 EUR (von insgesamt 663 982 EUR).

Die vier Ziele sind:

1) Verbesserung der öffentlichen Rechenschaftspflicht und der Glaubwürdigkeit der öffentlichen-rechtlichen Medien

2) Beitrag zur Verbesserung der finanziellen Tragfähigkeit der öffentlichen-rechtlichen Medien

3) Verbesserung der editorialen Unabhängigkeit

4) Beratung der öffentlich-rechtlichen Medien im Hinblick auf ihre digitale Zukunft

Auch hat die EBU in diesem Jahr Untersuchungsmissionen in Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina und Serbien durchgeführt. Nach dem Informationsbesuch in Serbien führte die EBU in diesem Sommer eine umfassende Beratungsaktion durch, um die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt der Provinz Wojwodina bei der Entwicklung eines strategischen Fünfjahresplans zu unterstützen.

• Die Europäische Rundfunkunion (EBU)

Die EBU umfasst 74 Mitglieder in 56 Ländern in und um Europa. Sie vertritt ihre Mitglieder und fördert die Werte und die Einzigartigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien in Europa und auf der ganzen Welt. Die Eurovisions- und Euroradionetze liefern Nachrichtenproduktionen, Sportsendungen, Veranstaltungen und Musiksendungen an EBU-Mitglieder und andere Medienorganisationen. Die Dienstleistungen für die Mitglieder umfassen Rechtsberatung, technische Normung und Entwicklung von Koproduktionen sowie den Austausch hochwertiger europäischer Inhalte. Weitere Informationen zum Partnerschaftsprogramm der EBU finden sich auf der EBU-Website: http://www3.ebu.ch/cms/en/services/member-relations/partnership .Für weitere Informationen über die EBU siehe: www.ebu.ch und www.eurovision.com

• Die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) umfasst 16 der engsten Nachbarländer der EU, d. h. Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Moldau, Marokko, die besetzten palästinensischen Gebiete, Syrien, Tunesien und die Ukraine.

Kontakte:

Peter Stano (+32 229-57484)

Anca Paduraru (+32 229-66430)


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site