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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 30. August 2013

August 2013: Wirtschaftliche Einschätzung in EU und Euroraum weiter im Aufwärtstrend

Im August ist der Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung (ESI) im Euroraum um 2,7 Punkte auf 95,2 und in der EU um 3,1 Punkte auf 98,1 deutlich gestiegen. Der Indikator verbesserte sich damit den vierten Monat in Folge in beiden Gebieten und erreichte in der EU ein Zweijahreshoch.

Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung (sb.)

August EU: 98,1 - Euroraum: 95,2

Entwicklungen im Euroraum

Hintergrund des starken Anstiegs im Euroraum sind die deutlichen Verbesserungen beim Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmern in Industrie, Dienstleistungen und Einzelhandel. Nur im Bausektor ging das Vertrauen zurück. Die wirtschaftliche Einschätzung verbesserte sich in 14 Ländern des Euroraums, darunter alle fünf großen Volkswirtschaften dieses Raums, nämlich die Niederlande (+5,2), Deutschland (+3,3), Italien (+2,0), Frankreich (+1,6) und Spanien (+0,8).

Das Vertrauen im Industriesektor nahm deutlich zu (+2,7) angesichts der deutlich positiveren Bewertung der allgemeinen Auftragslage und der Produktionserwartungen durch die Unternehmer, die auch die Lagerbestände an fertigen Produkten günstiger einschätzten. Auch die Bewertung, die die Unternehmen zu der rezenten Produktionsentwicklung und dem derzeitigen Auftragsstand bei Exporten abgaben, die nicht in den Vertrauensindikator eingehen, verbesserte sich deutlich. Das Vertrauen im Dienstleistungssektor verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Anstieg (+2,5) aufgrund der stark verbesserten Bewertung der Entwicklung der bisherigen Geschäftslage durch die Unternehmer und klarer Verbesserungen bei der Nachfrageentwicklung und den Nachfrageerwartungen. Das Verbrauchervertrauen setzte seinen im Dezember 2012 begonnenen Aufwärtstrend fort. Die deutliche Verbesserung (+1,8) war hauptsächlich einer optimistischeren Einschätzung der allgemeinen künftigen Wirtschaftslage zuzuschreiben. Die Einschätzung der Verbraucher zur künftigen Finanzsituation ihrer Haushalte und ihren Ersparnissen in den nächsten zwölf Monaten war ebenfalls positiver, während ihre Erwartungen zum Thema Arbeitslosigkeit unverändert blieben. Deutlich verbessert zeigte sich auch das Vertrauen im Einzelhandelssektor (+3,3). Die Unternehmer waren besonders zuversichtlich hinsichtlich ihre künftigen Geschäftslage. Auch ihre Bewertung der derzeitigen Geschäftslage und der Lagerbestände verbesserte sich klar. Der Bausektor büßte dagegen an Vertrauen ein (-0,9) angesichts der schlechteren Bewertung der Unternehmer sowohl im Hinblick auf die Auftragsbücher als auch auf die Beschäftigungserwartungen. Das Vertrauen im Finanzdienstleistungssektor (nicht Gegenstand des ESI) nahm deutlich um 3,5 Punkte zu, gestützt durch erheblich verbesserte Nachfrageerwartungen der Unternehmer. Während sich die Bewertung der bisherigen Nachfrage durch das Management leicht verbessert zeigte, sahen sie die bisherige Geschäftslage etwas negativer.

Die Beschäftigungspläne wurden bei Industrie, Dienstleistungen und Einzelhandel nach oben korrigiert, während im Bausektor eine rückläufige Tendenz zu verzeichnen war. Die Verkaufspreiserwartungen blieben in Industrie, Dienstleistungen und Einzelhandel weitgehend konstant, stiegen im Bausektor jedoch an. Auch die Preiserwartungen der Verbraucher für die nächsten zwölf Monate entwickelten sich nach oben.

Entwicklungen in der EU

In der gesamten EU verbesserte sich die Einschätzung sogar noch etwas deutlicher als im Euroraum (+3,1). Auf Ebene der Sektoren war der Anstieg bei Dienstleistungen, Einzelhandel und Verbrauchervertrauen stärker als im Euroraum, und anders als im Euroraum verbesserte sich das Vertrauen im Baugewerbe. Auf Ebene der Länder lag der Hauptgrund für die deutliche Verbesserung bei dem starken Vertrauenszuwachs in der größten Volkswirtschaft außerhalb des Euroraums, dem Vereinigten Königreich (+4,3). Der EU-Vertrauensindikator für Finanzdienstleistungen verbesserte sich langsamer als im Euroraum (+1,6).

Die Beschäftigungspläne in der EU stimmten weitgehend mit denen im Euroraum überein, außer im Bausektor, wo die Pläne wie in den anderen Sektoren nach oben korrigiert wurden. Während die Verkaufspreiserwartungen in Industrie und Einzelhandel im Euroraum weitgehend konstant blieben, stiegen sie bei Dienstleistungen jedoch an.

Vertrauensindikator Industrie (sb.)

August EU: -7,3 - Euroraum: -7,9

Vertrauensindikator Dienstleistungssektor (sb.)

August EU: -1,4 - Euroraum: -5,3

Vertrauensindikator Verbraucher (sb.)

August EU: -12,8 - Euroraum: -15,6

Vertrauensindikator Einzelhandel (sb.)

August EU: -2,9 - Euroraum: -10,7

Vertrauensindikator Baugewerbe (sb.)

August EU: -30,2 - Euroraum: -33,5

Vertrauensindikator Finanzdienstleistungssektor (n. sb.)

August EU: 8,7 - Euroraum: 5,2

Die nächste Unternehmer- und Verbraucherumfrage wird voraussichtlich am 27. September 2013 veröffentlicht.

Die vollständigen Tabellen sind abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/economy_finance/db_indicators/surveys/index_en.htm

Geplante Veröffentlichungstermine

Schnellschätzung

Endergebnis EU, Euroraum und Mitgliedstaaten

September 2013

20. September 2013

27. September 2013

Oktober 2013

23. Oktober 2013

30. Oktober 2013

November 2013

21. November 2013

28. November 2013

Kontakt:

Simon O'Connor (+32 229-67359)

Vandna Kalia (+32 229-95824)

Audrey Augier (+32 229-71607)


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