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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 29. August 2013

Europäische Union kündigt neue Unterstützung für die wirtschaftliche Entwicklung und die Beseitigung sozialer Ungleichheiten in Marokko an

Die Europäische Kommission hat heute den ersten Teil des Aktionsprogramms 2013 für Marokko vorgestellt, für den insgesamt 110 Mio. EUR bereitgestellt werden. Mit diesem Programm unterstreicht die Europäische Union (EU) ihr nachdrückliches Engagement für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Marokkos.

„Indem wir diese beiden wichtigen Achsen der Wirtschafts- und Sozialreformen in Marokko unterstützen, können wir einen Beitrag zu einem stärker integrativen Wachstum leisten, ein Ziel, das sowohl unseren Verpflichtungen gegenüber unseren marokkanischen Partnern als auch unserem neuen Ansatz im Rahmen der Nachbarschaftspolitik entspricht. Zudem sollen diese Maßnahmen auch den Erwartungen gerecht werden, die in der marokkanischen Bevölkerung hinsichtlich einer Teilhabe an den Wachstumserfolgen Marokkos bestehen“, so der für die Erweiterung und die Europäische Nachbarschaftspolitik zuständige EU-Kommissar Štefan Füle.

Programmziele sind zum einen der Aufbau eines allgemeinen Krankenversicherungssystems und zum anderen die Unterstützung der Agrarentwicklungspolitik, die auf die kleinbäuerliche und familienbetriebene Landwirtschaft ausgerichtet ist.

Das Programm zur Unterstützung der Reform der medizinischen Grundversorgung soll die Regierung bei ihren Bemühungen unterstützen, den durch die Verfassungsreform von 2011 verankerten Grundsatz des allgemeinen Zugangs zur Gesundheitsversorgung in die Praxis umzusetzen. Dabei soll das Programm insbesondere die folgenden Reformanstrengungen Marokkos flankieren: allgemeine Einführung des Systems zur medizinischen Versorgung Mittelloser (RAMED), Einbindung anderweitig versicherter, anspruchsberechtigter Bevölkerungsschichten in die Pflichtkrankenversicherung und Integration der Bevölkerungsteile, die bislang noch keine medizinische Grundversorgung genießen, in dieses System.

Das Programm soll die Regierung auch bei der effizienten technischen und finanziellen Steuerung des Systems der medizinischen Grundversorgung und - angesichts der wachsenden Nachfrage - bei der Verbesserung des Angebots an Gesundheitsdienstleistungen unterstützen.

Mit dem Programm zur Förderung der sektoriellen Landwirtschaftspolitik werden an die bisherige Hilfe anknüpfend Initiativen der marokkanischen Behörden unterstützt, die auf Folgendes abzielen: Einbeziehung der Kleinlandwirtschaft in Fördermaßnahmen zur Steigerung der Produktivität, Schaffung von Arbeitsplätzen in als vorrangig eingestuften Landwirtschaftszweigen, Verbesserung der Verarbeitungs-, Marketing- und Vertriebskapazitäten sowie Steigerung der Einkommen von Kleinbauern.

Bei der Programmdurchführung wird darauf geachtet, dass die Kleinbauern tatsächlich an der Festlegung der Ziele und Maßnahmen, die Teil der landwirtschaftlichen Entwicklungsstrategie des Landes („Plan Grünes Marokko“) sind, beteiligt werden.

Hintergrund

Das Programm zur Unterstützung der Reform der medizinischen Grundversorgung, für das 50 Mio. EUR zur Verfügung stehen, stellt die 3. Phase der (2002 begonnenen) EU-Förderung für das ehrgeizige Vorhaben zur Schaffung eines allgemeinen Krankenversicherungssystems in Marokko dar. Die bisherige EU-Hilfe ermöglichte den Start der Pilotphase für die medizinische Grundversorgung Mittelloser sowie die Schaffung zentraler Elemente des Krankenversicherungssystems.

Das mit 60 Mio. EUR ausgestattete Programm zur Förderung der sektoriellen Landwirtschaftspolitik (Phase 2) baut auf der bisherigen EU-Förderung auf, die beträchtliche Produktionssteigerungen in bestimmten Landwirtschaftszweigen und eine Diversifizierung der Produktion bewirkt hat. Da in diesem Rahmen mehr Arbeitstage geleistet werden können, sind zudem die kleinbäuerlichen Einkommen gestiegen.

Beide Maßnahmen verdeutlichen den Willen der EU, die in Marokko eingeleiteten Reformen langfristig zu begleiten, um deren Erfolg und Nachhaltigkeit zu sichern.

Weitere Informationen:

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website der EU-Delegation in Marokko:

http://eeas.europa.eu/delegations/morocco/index_fr.htm

Kontakt:

Peter Stano (+32 229-57484)

Anca Paduraru (+32 229-66430)


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