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Runter von der Couch: neue Initiative zur Förderung körperlicher Aktivität in Europa

European Commission - IP/13/793   28/08/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 28. August 2013

Runter von der Couch: neue Initiative zur Förderung körperlicher Aktivität in Europa

Die Europäische Kommission hat heute eine Initiative für gesundheitsfördernde körperliche Aktivität auf den Weg gebracht. Es ist der erste Vorschlag überhaupt für eine Ratsempfehlung über Sport. Sport und körperliche Aktivität helfen körperlich und geistig fit zu bleiben, weil sie Übergewicht und Fettleibigkeit und den dadurch verursachten Gesundheitsproblemen vorbeugen.

Dazu die für Sport zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou: „Wir können mit politischen Initiativen sehr viel mehr tun, um die Menschen von der Couch zu locken. Diese Initiative ist ein wichtiger Meilenstein für die Bemühungen der Kommission zur Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität in der EU. Wir schlagen den Mitgliedstaaten vor, Maßnahmen in allen Politikbereichen zu ergreifen, die sich dafür anbieten, Bürgerinnen und Bürger zu mehr Bewegung zu animieren. Ein Kernelement unseres Vorschlags ist die Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Beobachtung und der Ermittlung von Trends in Bezug auf die nationalen Maßnahmen zur Förderung von Sport und körperlicher Aktivität. Durch gemeinsame Aktionen mit den Mitgliedstaaten werden wir die beträchtlichen Kosten senken, die in Europa durch Bewegungsmangel verursacht werden.“

In den letzten Jahren hat die EU mit ihrer Politik und ihren Finanzinstrumenten körperliche Aktivität gefördert und so die laufenden Maßnahmen in den Mitgliedstaaten unterstützt. Trotz dieser Bemühungen ist der Bewegungsmangel in der EU nach wie vor alarmierend, wenn zwei Drittel der Europäerinnen und Europäer selten oder nie Sport treiben oder körperlich aktiv sind.

Nächste Schritte

Die vorgeschlagene Empfehlung wird ab September im Rat erörtert und könnte noch 2013 angenommen werden. Es wird vorgeschlagen, die Umsetzung der Maßnahmen von Seiten der EU über das Programm Erasmus+ zu fördern, das 2014 anlaufen soll.

Hintergrund

2012 forderte der Rat die Kommission auf, auf der Grundlage der EU-Leitlinien für körperliche Aktivität aus dem Jahr 2008 einen Vorschlag für eine Empfehlung des Rates auszuarbeiten über die sektorübergreifende Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität.

Die vielen Vorteile von körperlicher Aktivität und Bewegung während des gesamten Lebens sind gut belegt, ebenso die durch Bewegungsmangel verursachten Probleme wie verkürzte Lebenserwartung, steigende Übergewichts- und Fettleibigkeitsraten, erhöhtes Brust- und Darmkrebsrisiko, Diabetes und ischämische Herzerkrankungen. Die vorliegenden Daten zeigen, dass die gesundheitlichen Probleme hohe wirtschaftliche Kosten verursachen, insbesondere auch mit Blick auf Europas schnell alternde Gesellschaft.

In ihrer Mitteilung über Sport aus dem Jahr 2011 stellte die Kommission fest, dass körperliche Aktivität einer der wichtigsten Gesundheitsfaktoren in der modernen Gesellschaft ist. Die Kommission und die Mitgliedstaaten werden darin aufgefordert, die EU-Leitlinien für körperliche Aktivität umzusetzen und weiter auf nationale Leitlinien hinzuarbeiten. In den EU-Leitlinien werden die Empfehlungen der WHO für das Mindestmaß an körperlicher Aktivität bekräftigt, die Bedeutung eines Querschnittsansatzes hervorgehoben und 41 konkrete Aktionsleitlinien vorgegeben. In seinen Schlussfolgerungen zu gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität vom November 2012 forderte der Rat die Kommission auf, einen Vorschlag für eine Ratsempfehlung einschließlich eines einfachen Beobachtungsmechanismus vorzulegen. Die in der Vorbereitungsphase konsultierten Interessenträger und Experten haben diese Initiative nachdrücklich unterstützt.

Die Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität hängt von den Mitgliedstaaten ab. Viele staatliche Stellen haben ihre Anstrengungen auf diesem Gebiet intensiviert. Die EU hat sich der Frage auf politischer Ebene angenommen: einerseits durch finanzielle Unterstützung in den Bereichen Gesundheit und Sport, andererseits über die entsprechenden EU-Koordinierungsgremien, insbesondere die im Zuge des EU-Arbeitsplans für Sport eingesetzte Expertengruppe für Sport, Gesundheit und Beteiligung und die Hochrangige Gruppe für Ernährung und Bewegung, die im Rahmen der EU-Strategie für mit Ernährung, Übergewicht und Adipositas zusammenhängende Gesundheitsfragen (2007-2013) eingerichtet wurde.

Die neue Initiative baut auf diesen laufenden Maßnahmen auf. Die Mitgliedstaaten werden darin aufgefordert, auf nationaler Ebene eine Strategie und einen Aktionsplan zur sektorübergreifenden Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität zu erarbeiten, wobei sie sich an den EU-Leitlinien für körperliche Aktivität orientieren und den Grad an körperlicher Betätigung und die Umsetzung der politischen Strategien überwachen sollen. Die Kommission wird aufgefordert, die Bemühungen der Mitgliedstaaten um eine wirksame Förderung von gesundheitsdienlicher körperlicher Aktivität zu unterstützen, indem sie hilft, den Überwachungsmechanismus einzurichten, und regelmäßig über die Fortschritte bei der Umsetzung der Empfehlung Bericht erstattet.

Nähere Informationen

Europäische Kommission Allgemeine und berufliche Bildung und Sport

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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