Navigation path

Left navigation

Additional tools

Kommission vergibt 50. EID-Forschungsbeihilfe an das VAMPIRE-Projekt, mit dem die Unterbrechung der Blutversorgung von Tumoren erforscht wird

European Commission - IP/13/784   20/08/2013

Other available languages: EN FR DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO HR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 20. August 2013

Kommission vergibt 50. EID-Forschungsbeihilfe an das VAMPIRE-Projekt, mit dem die Unterbrechung der Blutversorgung von Tumoren erforscht wird

Die Europäische Kommission vergibt heute ihre 50. Forschungsbeihilfe im Rahmen der Europäischen Industriedoktorate (EID). Die Finanzhilfe in Höhe von 1,5 Mio. EUR wird der Erforschung neuer Antikörper zugute kommen, die die Blutgefäße eines Tumors zerstören und den Tumor vernichten. Das sogenannte VAMPIRE-Projekt (Vascular Antibody-Mediated Pharmaceutically Induced tumour Resection) steht unter der Leitung der Universität Birmingham im Vereinigten Königreich und des niederländischen Biotechnologieunternehmens SomantiX mit Sitz in Utrecht. Die Forschungsarbeit des Projekts wird von europäischen Hochschulen, Unternehmen und Forschungszentren unterstützt, darunter die ETH Zürich und die gemeinnützige Krebsforschung im Vereinigten Königreich. Das EID-Konzept ist auf Projekte ausgerichtet, die Partner aus Wirtschaft und Hochschulwesen in zwei Ländern zusammenzubringen.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte: „Ich freue mich, dass wir mit dem Europäischen Industriedoktorat diesen Meilenstein erreicht haben — und es könnte sicherlich kein besseres Beispiel für diese Art der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit geben, die wir fördern möchten, als diese Partnerschaft zur Krebsbekämpfung. Das EID veranschaulicht ganz hervorragend den Mehrwert, den die EU-Mittel für Exzellenz, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit durch den Brückenschlag zwischen Hochschulen, Forschung und Unternehmen hervorbringen können.“

Professor Roy Bicknell, der das Projekt von Birmingham aus leiten wird, sagte: „Das Europäische Industriedoktorat leistet der Gesellschaft einen enormen Dienst. Es ermöglicht den Fortgang medizinisch und wirtschaftlich wichtiger Forschung und gewährleistet gleichzeitig die Ausbildung der nächsten Generation führender Industriewissenschaftler.“

Das Europäische Industriedoktorat wurde 2012 als Pilotprojekt im Rahmen der Marie-Curie-Maßnahmen (MCM), also der europäischen Forschungsstipendien, auf den Weg gebracht. Durch das EID-Konzept sollen Doktoranden Berufserfahrung in herausragenden Forschungsprojekten sammeln können und mehr junge Menschen für eine wissenschaftliche Laufbahn begeistert werden.

Um für eine EID-Förderung in Frage zu kommen, muss ein Projekt ein Unternehmen und einen akademischen Partner aus zwei Ländern zusammenbringen. Durch die dreijährige EID-Förderung können die Forschenden abwechselnd in beiden Ländern tätig sein, sei es in den Universitätslabors oder den Geschäftsräumen, und sie werden von Mentoren aus dem Privatsektor und der Universität betreut. Das Curriculum der Ausbildung umfasst auch nicht-wissenschaftliche Fähigkeiten wie Unternehmensführung, Kommunikation und die Verwaltung geistigen Eigentums.

Die EID-Förderung wird unter der neuen Bezeichnung „Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen“ als Teil der neuen EU-Strategie „Horizont 2020“ für Forschung und Innovation fortgeführt, die im Januar nächsten Jahres anläuft.

Hintergrund

Marie-Curie-Maßnahmen fördern Karrieren in der Forschung. Die Förderung wird dabei von der Europäischen Kommission verwaltet. Bis Ende 2013 werden mit den Marie-Curie-Maßnahmen 60 000 Forschende aus fast 130 Ländern gefördert worden sein - gerechnet ab 1996. Mehr als die Hälfte der im Rahmen des Programms geförderten Forschungstätigkeit widmet sich gesellschaftlichen Herausforderungen wie Gesundheit, Klimawandel und Energieknappheit. 37 % der durch das Programm finanzierten Forschenden sind Frauen. Mehr als die Hälfte aller teilnehmenden Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Das Budget für die Marie-Curie-Maßnahmen beträgt 4,7 Mrd. EUR für den Zeitraum 2007-2013.

Die neuen Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCM) werden zum wichtigsten EU-Programm für die Förderung einer exzellenten Doktorandenausbildung. Im Rahmen der MSCM werden Stipendien für 25 000 Forschungsdoktoranden in Form von Europäischen Industriedoktoraten, gemeinsamen Promotionsstudiengängen (unter Beteiligung mehrerer Universitäten) und anderen hochwertigen Ausbildungen im Forschungsbereich vergeben. Bei den MSCM wird der Schwerpunkt auf Ausbildungsangebote gelegt, bei denen Forschung mit anderen Qualifikationen kombiniert wird, die die Beschäftigungsfähigkeit verbessern, z. B. Managementkenntnisse, Unternehmergeist und Kommunikationsfähigkeit. Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten haben kürzlich vereinbart, 8 % des gesamten Budgets von „Horizont 2020“ für die MSCM bereitzustellen. Diese Entscheidung muss allerdings noch offiziell von den Europäischen Institutionen angenommen werden.

Weitere Informationen

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website