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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 31. Juli 2013

EU-Handelsabkommen mit Honduras, Nicaragua und Panama tritt vorläufig in Kraft

Ab dem 1. August 2013 werden die EU auf der einen Seite, und Honduras, Nicaragua und Panama, auf der anderen, den Handelsteil des 2012 unterzeichneten Assoziierungsabkommens anwenden. Das Abkommen wird unsere Märkte öffnen und eine stabile Wirtschafts- und Investitionsbeziehung zwischen der EU und unseren Partnern in Zentralamerika herstellen.

Ziel dieses Abkommens ist die Stärkung der wirtschaftlichen Integration und die Förderung der nachhaltigen Entwicklung in der Region. Die EU hofft, dass das Abkommen bald mit allen sechs zentralamerikanischen Staaten angewendet werden kann.

„Dieses Assoziierungsabkommen ist ein weiterer Beweis für unser Interesse und unser Engagement in Zentralamerika,“ sagte der EU-Handelskommissar Karel De Gucht. „Damit wird unser auf gemeinsamen Werten und gegenseitigem Respekt beruhendes strategisches Bündnis noch mehr gefestigt. Die Vorteile sind nicht nur wirtschaftlicher Art: Wie schon die europäische Einigung gezeigt hat, wirkt sich die wirtschaftliche Integration positiv auf die politische Integration aus, und deshalb dürfte dieses Abkommen zu mehr Stabilität in der Region führen. Ich freue mich, dass Honduras, Nicaragua und Panama nun einen Schritt in diese Richtung machen und wir erwarten, dass die weiteren Partner in der Region dem Abkommen bald beitreten.“

Mit dem umfassenden Handelsteil dieses Abkommens werden auf beiden Seiten Märkte für Waren, öffentliche Aufträge, Dienstleistungen und Investitionen geöffnet. Dies wird zu stabilen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und für Investitionen führen, aufbauend auf vorhersehbaren und durchsetzbaren Handelsregelungen, die in vielen Fällen über die Verpflichtungen hinausgehen, die die Vertragsparteien im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) eingegangen sind.

Mit dem Abkommen werden außerdem Einrichtungen eingesetzt, die sich mit Handelsfragen befassen und eine transparente Möglichkeit zur Beilegung von Handelsstreitigkeiten schaffen sollen. Der Handelsteil des Abkommens enthält weitreichende Vorschriften zum Schutz der Menschenrechte sowie Verpflichtungen in Bezug auf Arbeitsnormen und Umweltschutz, die die nachhaltige Entwicklung unterstützen werden.

Die makroökonomischen Vorteile des Abkommens werden wahrscheinlich für die zentralamerikanischen Länder viel greifbarer sein. Das ist auf die relative Größe der beteiligten Volkswirtschaften zurückzuführen: Das BIP der zentralamerikanischen Länder beläuft sich auf weniger als 1 % des BIP der EU. Die zentralamerikanische Wirtschaft wird aufgrund des Abkommens voraussichtlich um jährlich mehr als 2,5 Mrd. EUR wachsen, wenn es mit der gesamten Region in Kraft ist.

Hintergrund

Die EU ist der zweitgrößte Handelspartner Zentralamerikas. 2012 beliefen sich die gesamten Warenverkehrsströme zwischen den beiden Regionen auf 14 Mrd. EUR, wobei ein Warenaustausch im Wert von 1,4 Mrd. EUR mit Honduras, von 1,2 Mrd. EUR mit Panama und von 0,4 Mrd. EUR mit Nicaragua stattfand.

Die zentralamerikanischen Länder führen hauptsächlich Agrar- und Fischereierzeugnisse aus (Kaffee, Bananen, Ananas, Zucker sowie Fisch und Meeresfrüchte), außerdem einige Industrieerzeugnisse (Mikrochips, medizinische und optische Instrumente). Die EU exportiert in erster Linie Arzneimittel, Erdöl, Autos und Maschinen.

Das Assoziierungsabkommen baut auf drei Säulen auf – dem politischen Dialog, der Zusammenarbeit und dem Handel – und ist auf die Förderung des Wirtschaftswachstums, der Demokratie und der politischen Stabilität in Zentralamerika ausgerichtet. Bis zum Abschluss der Ratifizierungsverfahren in den 28 EU-Mitgliedstaaten wird nur der Handelsteil angewendet. Während dieser vorläufigen Anwendung können die Unternehmen jedoch bereits alle in dem Abkommen festgelegten Handelspräferenzen in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen

Vollständiger Text des Handelsabkommens

MEMO: Highlights of the trade pillar of the Association Agreement between Central America and the European Union

Über die Handelsbeziehungen EU-Zentralamerika

Kontakt:

John Clancy (+32 229-53773)

Helene Banner (+32 229-52407)


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