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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 31. Juli 2013

Das Rückgrat der europäischen Wissenschaft wird gestärkt: 100-Gbit/s-Internet für Forscher

Die Verantwortlichen von GÉANT, dem ultraschnellen europaweiten Forschungsnetz, das zur Entdeckung des Higgs-Bosons beitrug, gaben heute bekannt, dass durch eine umfangreiche Netzaufrüstung Geschwindigkeiten von bis zu 2 Tbit/s (Terabits pro Sekunde) erreicht werden könnten. Ab heute stehen im Kernnetz Kapazitäten von bis zu 500 Gbit/s zur Verfügung. Dies bedeutet, dass die Nutzer in 32 000 Universitäten, Hochschuleinrichtungen, Forschungsinstituten, Schulen, Bibliotheken, Museen, nationalen Archiven und Krankenhäusern Daten mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Gbit/s übertragen können.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, sagte hierzu: „Wir brauchen hohe Geschwindigkeiten und Kapazitäten, um in der internationalen Forschung mithalten zu können. Heute sind für das Forschungskonzept die verfügbaren Daten fast so wichtig wie die Forschungsarbeit selbst. Durch diese Aufrüstung demonstriert GÉANT seine Führungsposition bei den Forschungsnetzen.

Derart hohe Geschwindigkeiten ermöglichen eine schnellere Zusammenarbeit bei wichtigen Projekten und entsprechen der immer größeren Nachfrage nach Datenübertragungskapazität. Die Generierung und Weitergabe von Forschungsdaten nimmt exponentiell zu und hat daher Auswirkungen auf die IKT-Infrastrukturen, insbesondere auf Forschungsnetze. Großprojekte mit internationalen Partnern produzieren enorme Datenmengen, die verteilt, analysiert, gespeichert und zugänglich gemacht werden müssen.

Mit den heute angekündigten hohen Geschwindigkeiten stellt GÉANT die Kapazitäten zur Verfügung, die zur Unterstützung aller wissenschaftlichen Disziplinen – von der Hochenergiephysik und der Erforschung des fernen Weltraums bis hin zu Forschungsarbeiten zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Bevölkerungsalterung, Diagnose von Krankheiten und Klimawandel – erforderlich sind.

Ziel von GÉANT ist eine 99,999 %-ige Verfügbarkeit durch schnelle Identifizierung und Behebung von Netzfehlern und leistungsfähige Sicherheitsmerkmale zur Feststellung und Verhinderung böswilliger Angriffe.

Derzeit unterstützt die Europäische Kommission das GÉANT-Netz mit 41,8 Mio. EUR.

Hintergrund

GÉANT wird von der Europäischen Union und den nationalen Forschungs- und Bildungsnetzen (NREN) Europas kofinanziert. Es ermöglicht und fördert den freien Austausch wissenschaftlicher Daten und Erkenntnisse, indem es Forschungs- und Bildungsgemeinschaften in Europa und anderen Regionen der Welt miteinander verbindet.

2 Tbit/s entsprechen der maximalen Kapazität des Systems zwischen zwei Punkten des Kernnetzes.

Diese neue Phase des aufgerüsteten Hochgeschwindigkeitsnetzes heißt „GN3plus“. Das GÉANT-Netz verbindet 38 NREN-Partner, die 43 Länder bedienen, und erreicht über 50 Mio. Endnutzer in mehr als 10 000 Universitäten, Hochschuleinrichtungen, Forschungsinstituten, Bibliotheken, Museen, nationalen Archiven, Krankenhäusern usw. sowie weitere 22 000 Nutzer in Grund- und Sekundarschulen. Verwaltet wird es von DANTE (Großbritannien), das dem Projektkonsortium von 41 Partnern vorsteht.

Da fast alle wissenschaftliche Disziplinen inzwischen immer größere Datenmengen für die Forschung benötigen („Datenflut“), sind weitere beträchtliche Anstrengungen zur Erhaltung und Sicherung dieser Infrastruktur zum Nutzen der europäischen Gesellschaft insgesamt erforderlich. Globale wissenschaftliche Kooperationen entstehen auf der Grundlage neuer Instrumente (u. a. in den Bereichen Physik, Astronomie und Biologie) und generieren enorme Mengen an Daten, die zugänglich gemacht und analysiert werden müssen. Dazu werden Rechnerkapazitäten eingesetzt, die sich zum Teil nicht am gleichen Ort befinden.

Heutzutage finden Wissenschaft, Forschung und in zunehmendem Maße auch Bildung in einer globalen virtuellen Umgebung statt. Daher muss GÉANT seinen vernetzten Gemeinschaften nicht nur umfassende europaweite, sondern globale Dienste bereitstellen. GÉANT bietet Verbindungsmöglichkeiten mit 65 Ländern außerhalb von Europa und erreicht alle Kontinente über die Netze TEIN (Asien, pazifischer Raum, Südasien), EUMEDCONNECT (Mittelmeerraum), RedCLARA (Lateinamerika), CAREN (Zentralasien), C@ribnet (karibischer Raum) und UbuntuNet (Süd- und Ostafrika) sowie über nordamerikanische, chinesische und japanische Netze.

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Ansprechpartner:

E-Mail: comm-kroes@ec.europa.eu, Tel.: +32 229 56361, Twitter: @RyanHeathEU


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